Georg Christoph Lichtenberg war ein deutscher Wissenschaftler, Satiriker undemphatischer Bewunderer Englands. Heute erinnert man sich an ihn für seine posthum veröffentlichten Notizbücher, die er selbst als „Abfallbücher“ bezeichnete, und für seine Entdeckung seltsamer baumartiger Muster, die heute als Lichtenberg-Figuren bekannt sind.
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Georg Christoph Lichtenberg wurde am 1. Juli 1742 in Oberramstadt bei Darmstadt geboren. Nach dem Studium der Mathematik, Naturwissenschaften und Astronomie unternahm er mehrere England-Reisen, ehe er 1770 eine Professur für Experimentalphysik und Naturwissenschaften in Göttingen antrat. Ab 1778 redigierte er den „Göttinger Taschenkalender“. Wegen eines Rückenleidens, unter dem er seit seiner Kindheit litt, führte er ein zurückgezogenes Leben. Sein schriftstellerisches Schaffen besteht nahezu vollständig aus Aufzeichnungen von Aphorismen in seinen sogenannten Sudelbüchern, mit denen sich Lichtenberg einen Namen als einer der geistreichsten Schriftsteller der Aufklärung gemacht hat. Er starb am 24. Februar 1799 in Göttingen. Robert Gernhardt, 1937 in Reval (heute Tallinn) in Estland geboren, studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin und lebte seit 1964 als Schriftsteller, Maler, Zeichner und Karikaturist in Frankfurt am Main. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise. Robert Gernhardt starb 2006 in Frankfurt.
Nach J. Chr. P. Erxlebens Anfangsgründen der Naturlehre. Aus den Erinnerungen von Gottlieb Gamauf
431 Seiten
16 Lesestunden
Seit seine „Sudelbücher“ postum veröffentlicht wurden, gilt Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) als der tiefsinnigste deutsche Aphoristiker; für seine Zeitgenossen war er der erste Professor für Experimentalphysik, der durch Sprachkunst und eine Vielzahl ausgeklügelter Experimente seine Zuhörer an der ‚modernen? Universität Göttingen zu fesseln verstand, als Physik noch allgemeinbildendes Fach für alle Studienrichtungen war. Der Stil dieser Vorlesungen schlug sich allerdings nicht in einem eigenen Kompendium nieder; vielmehr legte er ihnen als Lehrbuch die „Anfangsgründe der Naturlehre“ seines Vorgängers J. Chr. P. Erxleben zugrunde, das Lichtenberg dazu viermal neu herausgab – im Grundtext unverändert. Einen Eindruck kann deshalb allein die von Gottlieb Gamauf ausgearbeitete Mit- und Nachschrift vermitteln, die, bislang weitgehend unbekannt, nach 1808/12 erstmals wieder vorgelegt wird. Sie stellt ein letztes Kompendium allgemeinbildender akademischer Physik dar und repräsentiert zugleich den erstaunlichen Kenntnisstand der Gebildeten des ausgehenden 18. Jahrhunderts.
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Georg Christoph Lichtenbergs Sudelbücher (1800 – 1806) bilden eine Aphorismensammlung besonderer Art: Die enge Verknüpfung privater Aufzeichnungen mit naturwissenschaftlichen Arbeiten stellt ein ungewöhnliches Zeitzeugnis dar und begründete den Ruhm des Autors.In seinen witzigen, oft ausgesprochen frechen Aphorismen wendet er sich entschieden gegen Aberglauben und Mystizismus und stellt ihnen Logik und Rationalität gegenüber. Aber auch gesellschaftliche und literarische Strömungen seiner Zeit wie Empfindsamkeit und Sturm und Drang bedenkt er mit kritischen Worten. Lichtenbergs Skepsis gegenüber der Entdeckung der Sauerstoffverbrennung durch Antoine Laurent de Lavoisier (1743-1794) und seine entschiedene Distanz zur Klassik und Frühromantik zeigen, dass er als Naturwissenschaftler und Publizist hinter der Entwicklung seiner Zeit zurückblieb.