Warschau, 1942: Esther ist 13, als sie ins Waisenhaus von Doktor Janusz Korczak gebracht wird. Sie hat alles verloren - ihre Familie, ihre Heimat und sogar den Mut zu sprechen. Was sie genau erlebt hat, können der alte Doktor und Madame Stefa nur ahnen. Doch statt sie zu bedrängen, gibt Korczak Esther Papier und Bleistift und stellt ihr Naomi an die Seite. Die redet für zwei und nimmt das verschüchterte Mädchen unter ihre Fittiche. An der Seite der fröhlichen Plaudertasche entdeckt Esther so etwas wie Normalität. Doktor Korczaks liebevolle Geduld und Naomis sorglose Warmherzigkeit bringen nach und nach das Eis zum Schmelzen. So gelingt es Esther schließlich, das Unsagbare niederzuschreiben.
Ina Vandewijer Bücher
26. Mai 1959
Ina Vandewijer ist eine flämische Schriftstellerin. Ihre Arbeit befasst sich mit den Feinheiten der menschlichen Psyche und der Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen. Mit ihrem unverwechselbaren Stil zieht sie die Leser in die Tiefen der Emotionen und Gedanken ihrer Charaktere. Ihr Schreiben ist oft von Introspektion und der Erforschung existenzieller Themen geprägt.



Nanuk - im Zeichen des Bären
- 139 Seiten
- 5 Lesestunden
Die schönste aller Reisen: die Erkundung der eigenen inneren Welt
Um während einer den Stamm der Inuit in Alaska bedrohenden Hungersnot ihre neugeborene Tochter nicht aussetzen und damit dem Tod überlassen zu müssen, zieht ihre Mutter sie als Jungen auf. Das äTabukindä wächst als Aussenseiterin in einer fast magisch engen Beziehung zur Natur heran.