Heute ist er für uns der Autor von Klassikern wie ›Radetzkymarsch‹ oder ›Hiob‹. Doch viele seiner Zeitgenossen kannten ihn zunächst vor allem als Journalisten: Joseph Roth. Seine glänzend geschriebenen Reportagen, Essays und Feuilletons funkeln vor hellsichtiger Wahrnehmungskraft und leidenschaftlicher Subjektivität: »Alles wird bei mir persönlich«, sagte Joseph Roth über seine Arbeit für die Presse. In dieser Ausgabe sind seine schönsten und wichtigsten journalistischen Texte chronologisch zusammengestellt, erstmals in der Gestalt der Erstdrucke; Artikel, die über die Tagesaktualität hinausleuchten und bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben.
Joseph Roth Bücher
Joseph Roth war ein österreichischer Journalist und Romanautor, dessen Werk von einer melancholischen Perspektive auf den Zerfall einer Welt und den Verlust von Identität geprägt ist. Sein Schreiben schöpft oft aus eigenen Erfahrungen und Beobachtungen, wodurch ein starkes Gefühl von Authentizität und Tiefe entsteht. Roth fängt meisterhaft die Komplexität menschlicher Beziehungen und die gesellschaftlichen Umwälzungen seiner Zeit mit tiefem Einblick ein. Seine Texte sind von Eleganz, Ironie und einem tiefen Verständnis für die Zerbrechlichkeit des menschlichen Schicksals geprägt.







Zum 75. Todestag von Joseph Roth am 27. Mai 2014 Joseph Roths Romane, allen voran ›Radetzkymarsch‹ und ›Hiob‹, sind weltberühmt. Und auch die Erzählungen des Sprachvirtuosen sind wahre Kleinode. Der Wanderer zwischen den Welten erzählt darin vom Ringen der Menschen um ein lebenswertes Dasein in Zeiten des Untergangs. Immer wieder stellt sich für seine Protagonisten die Frage nach persönlicher Schuld, Wahrheit und Gerechtigkeit. Aber der Autor zeigt in seinen Geschichten vor allem auch die desaströsen Einflüsse einer Gesellschaft, die vom Verlust aller Werte gezeichnet ist. Enthalten sind: ›Der Vorzugsschüler‹, ›Barbara‹, ›April‹, ›Stationschef Fallmerayer‹, ›Triumph der Schönheit‹, ›Die Büste des Kaisers‹, ›Der Leviathan‹
„Der Leviathan“ von Joseph Roth handelt vom jüdischen Korallenhändler Nissen Piczenik, seiner Sehnsucht nach dem Meer und einem Pakt mit dem Teufel.
Nacht und Hoffnungslichter
- 241 Seiten
- 9 Lesestunden
»Radetzkymarsch«, »Die Legende vom heiligen Trinker«, »Hotel Savoy«: Die Romane von Joseph Roth gehören auch heute noch zum viel gelesenen Teil des literarischen Kanons. Dass der Vielschreiber aber auch sehr engagiert als Journalist tätig war, ist weniger bekannt. Sowohl in Wien als auch in Berlin machte sich Joseph Roth früh einen Namen als kritischer Beobachter seiner Zeit. Diese sorgfältig zusammengestellte Ausgabe präsentiert eine Auswahl von Feuilletons und Kolumnen aus Berlin und Wien sowie den »kleinen Roman« Der blinde Spiegel. Ein umfassender Anhang gibt Einblick in das Leben und die Zeit von Joseph Roth.
Heimweh nach Prag
Feuilletons – Glossen – Reportagen für das ›Prager Tagblatt‹
- 640 Seiten
- 23 Lesestunden
Für keine andere Zeitung hat Joseph Roth so lange geschrieben wie für das seinerzeit weit über die Grenzen der Tschechoslowakei hinaus gelesene ›Prager Tagblatt‹. Roth waren seine Reportagen ebenso wichtig wie seine Romane. Der sorgfältig kommentierte Band versammelt Roths brillante ›Tagblatt‹-Texte von 1917 über seine Berliner Zeit bis 1937. Ein eminentes Zeugnis über die Entwicklung in Deutschland.
Die zweite Liebe
Geschichten und Gestalten
»Meine kritischen Erzählungen und erzählenden Kritiken (...) sind Geschichten aus dem Leben«, hat Joseph Roth über seine Prosa gesagt. Und er hat dabei nicht zwischen literarischen und journalistischen Arbeiten unterschieden. In den vorliegenden Geschichten, die aus dem großen journalistischen CEuvre der Werkausgabe ausgewählt wurden, ist derselbe große Erzähler am Werk wie in den berühmten literarischen Texten. Jeder alltägliche Moment konnte für Roth zur Geschichte werden. Die Zeit, in der er lebt, war aus den Fugen und bot unerschöpflichen Stoff für seine ironische Fantasie, die die Menschen und Dinge auf ihre poetische wie kritische Wahrheit — kurz auf ihre »Geschichte« brachte. Roth, der »Mythomane«, dem sich alles fabulierend verwandelte, erweist sich hier zugleich als scharfblickender Chronist seiner Zeit. Mit Recht hat er selbst gesagt: »Ich wüßte nicht, weshalb ein ausgeprägter Sinn für die Atmosphäre der Gegenwart die Unsterblichkeit hindern soll.«
Die Legende vom heiligen Trinker. Der Leviathan
- 125 Seiten
- 5 Lesestunden
Sie haben Fragen an das Werk? - Warum ist Menuchim ein „Besonderer“? - Was prophezeit der Wunderrabbi? - Steht der Romanschluss für ein „Wunder“? Lektürehilfen - damit keine Fragen offen bleiben! Ausführliche Inhaltsangabe: schnell nachlesen, was geschieht Umfassende Interpretation und Analyse: zentrale Themen und Motive verständlich erklärt Typische Fragen mit ausführlichen Lösungen: Gut vorbereitet durch Abitur-Fragen mit Lösungen
Joseph Roth, Leben und Werk
- 494 Seiten
- 18 Lesestunden
In diesem Band zeichnen Erinnerungen von Zeitgenossen und Freunden wie Ludwig Marcuse, Hermann Kesten, Soma Morgenstern, Géza von Cziffra oder Irmgard Keun ein lebendiges Bild des Menschen Joseph Roth.
Briefe aus Deutschland
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
„Ich bin durchsättigt vom Saargebiet und kenne es wie Wien. Sie werden sehen.“ Mit dieser Bemerkung in einem Brief an Benno Reifenberg, den Feuilleton-Leiter der „Frankfurter Zeitung“, kündigte Roth im Herbst 1927 seine ersten Reportagen über die Saar an. Seine „Briefe aus Deutschland“, so der Titel der siebenteiligen Serie, erschienen unter dem Pseudonym „Cuneus“.
Sämtliche Erzählungen des »größten Schriftstellers, den Österreich je hervorgebracht hat« (André Heller), in einer SonderausgabeJoseph Roth erlangte Weltruhm mit den Romanen Hiob und Radetzkymarsch. Die scharfe Beobachtungsgabe und minutiöse Prosa, die seine Romane und Feuilletons auszeichnen, lassen sich auch in seinen kunstvollen Erzählungen bewundern. Dieser Band präsentiert alle Geschichten Roths in einer besonderen Ausstattung, zum Sonderpreis und mit einem brillanten Nachwort von André Heller. Der chronologische Aufbau der zwischen 1916 und 1939 entstandenen Erzählungen vermittelt ein genaues Bild von der literarischen Entwicklung Joseph Roths: Der Bogen seiner Erzählkunst spannt sich vom Frühwerk Der Vorzugsschüler über Die Legende vom heiligen Trinker, »eine der schönsten Legenden, die im 20. Jahrhundert gedichtet wurde« (Marcel Reich-Ranicki), zur Novelle Der Leviathan, Roths letzter gleichnishafter Erzählung vom Korallenhändler Nissen Pizenik. Joseph Roth erzählt lauter alltägliche Geschichten, bevölkert von lauter traurigen Figuren, die lauter unglückliche Schicksale haben. Wie er diese Verliebten und Sonderlinge, diese Schmuggler und Rittmeister, Huren und Eisenbahner, Briefträger und Lehrer mit leichter Hand in unvergessliche Figuren verwandelt, grenzt an Zauberei und ist doch nichts als große Literatur.
Sehnsucht nach Paris, Heimweh nach Prag
Ein Leben in Selbstzeugnissen
»Alles, was ich besitze, sind drei Koffer.« – ein Lebensmosaik Joseph Roths. Aus eigenen Briefen, Feuilletons und ausgewählten Prosaarbeiten entsteht ein Mosaik seiner Lebensstationen. Roth beschreibt seine Empfindungen und Eindrücke von Menschen, Situationen und politischen Verhältnissen. Ein prägnanter Satz charakterisiert ihn: »Ich habe keine Heimat, wenn ich von der Tatsache absehe, dass ich in mir selbst zu Hause bin.« Dieser Ausdruck spiegelt sein rastloses Leben wider. 1913 kam der Neunzehnjährige aus Lemberg nach Wien, und 1939 starb er im Pariser Exil. Dazwischen liegt ein Leben als Dichter, Schriftsteller und Journalist, das ihn von Wien über Berlin nach Paris führte. Zwischen 1933 und 1939 entstand fast die Hälfte seines literarischen Werks, darunter bedeutende Texte wie Die Beichte eines Mörders und Die Kapuzinergruft. Roths Feuilletons, die er seit 1919 regelmäßig verfasste, zeigen ihn als aktiven Chronisten seiner Zeit, der unermüdlich gegen Staatswillkür und den Nationalsozialismus schreibt. In seinen Briefen an Persönlichkeiten wie Benno Reifenberg und Stefan Zweig wird der private, kämpfende Roth als Opfer seiner Zeit und seiner selbst sichtbar. Helmut Peschina hat diese Texte chronologisch angeordnet und mit einem Vorwort versehen, um ein beeindruckendes Lebensmosaik zu schaffen.
Joseph Roth schildert in "Reise in Russland" eindrucksvoll seine Erlebnisse während seiner Reise durch die Sowjetunion in den Jahren 1926 und 1927. Das Buch bietet nicht nur persönliche Eindrücke, sondern reflektiert auch die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen der damaligen Zeit. Roths Beobachtungen und Erfahrungen zeichnen ein facettenreiches Bild des Landes und seiner Menschen, wodurch der Leser in die Atmosphäre der frühen Sowjetunion eintauchen kann.
Joseph Roth war ein so scharfsinniger wie mitfühlender Porträtist seiner Zeit. Als er 1939 mit nur 44 Jahren starb, hatte er mit seinem Erzählwerk ein wortgewaltiges Panorama der wechselvollen Geschichte Österreichs geschaffen, bevölkert mit Mächtigen und Gescheiterten, mit wundervollen Figuren voller Liebe, Stolz und Verzweiflung. Dieser Band umfasst drei seiner besten Romane, 'Hiob', 'Hotel Savoy' und 'Die Kapuzinergruft', sowie die gesammelten Erzählungen, darunter 'Stationschef Fallmerayer' und 'Die Legende vom heiligen Trinker'.
Kaum jemand wäre besser geeignet, über das Leben im Hotel zu schreiben, als Joseph Roth. Der neben Stefan Zweig wohl bekannteste österreichische Autor der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war ein besonderes schriftstellerisches Talent, dem die Ideen scheinbar mühelos aus der Feder flossen; sein umfangreiches Werk zeugt davon. Denn Joseph Roth war – auch getrieben von ständiger Geldnot, die sich spätestens seit seinem erzwungenen Gang ins französische Exil nach Paris noch verschärfte – ein Vielschreiber. Neben Romanen entstanden über die Jahre mehrere tausend Seiten an Glossen, Reportagen und Feuilletons für verschiedene Zeitungen, pointiert-nüchterne Beobachtungen zu allen möglichen Themen, immer mit einem wohlwollend-ironischen Blick auf seine Umgebung. So entstanden die in diesem Band versammelten Hotel-Geschichten auch als Artikelserie für die Frankfurter Zeitung, wo die Texte in kurzer Abfolge Anfang 1929 erschienen sind. »Ich bin ein Hotelbürger, ein Hotelpatriot«, schreibt Roth, und nichts scheint seinem Blick zu entgehen. Roth weiß, worüber er schreibt, denn er war nicht nur ein großer Reisender, sondern auch ständiger Hotelgast.
»Es ist Zeit wegzugehen.« Roths politische Schriften aus der Emigration erstmals in einem Band Bereits 1932 soll Joseph Roth in einem seiner Berliner Stammlokale gesagt haben: »Es ist Zeit wegzugehen. Sie werden unsere Bücher verbrennen und uns damit meinen. Wenn einer jetzt Wassermann heißt, oder Döblin oder Roth, darf er nicht länger abwarten. Wir müssen fort, damit es nur die Bücher sind, die in Brand gesteckt werden.«Ein halbes Jahr später emigriert Joseph Roth nach Paris. In den folgenden sechs Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1939 entsteht mehr als die Hälfte seines literarischen Werkes. Neben einigen seiner wichtigsten Romane wie Beichte eines Mörders, Die Kapuzinergruft und seinem letzten Werk Die Legende vom heiligen Trinker schreibt Joseph Roth in diesen Jahren zahlreiche Aufsätze und Feuilletons, in denen er unermüdlich die Diktatur der Nationalsozialisten anprangert. Er veröffentlicht diese Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, ab 1934 unter anderem regelmäßig im _Pariser Tageblat_t. Mit dem vorliegenden Band werden Joseph Roths politische Schriften aus der Emigration zum ersten Mal gesammelt herausgegeben.
Im Bistro nach Mitternacht
Joseph Roth in Frankreich
„Ich bin berauscht von Paris... Hier gibt es pausenlos Bewegung und Leben“ Im Mai 1925 reiste Joseph Roth das erste Mal nach Paris, um dort als Korrespondent für die Frankfurter Zeitung zu leben und zu arbeiten. Dieser erste Aufenthalt legte den Grundstein für seine wachsende Frankreichliebe: Die Hauptstadt an der Seine und das Land, das er bereiste und in zahlreichen Reportagen, Essays und Feuilletons beschrieb, übten eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf ihn aus. Ob in den Reisereportagen _ Die weißen Städte_ oder Im mittäglichen Frankreich, ob in Einzelberichten oder in Briefen – die ungeheure Beobachtungsgabe und die brillante sprachliche Umsetzung laden ein, Frankreich mit den Augen Roths neu zu entdecken. Katharina Ochse legt mit diesem Band erstmals eine Sammlung der Texte Joseph Roths über Frankreich vor, die den großen Schriftsteller und Journalisten in seiner ganzen Meisterschaft zeigen und dem Leser das Land nahebringen, dem Roths ganze Liebe galt. Sonderedition zum 60. Todestag von Joseph Roth am 27.05.1999
Radetzkymarsch
- 382 Seiten
- 14 Lesestunden
Joseph Roth schildert in seinen 1932 veröffentlichten Roman den sich über drei Generationen erstreckendenden Auf- und Abstieg der Familie von Trotta, in deren Schicksal sich die letzte Phase des österreichischen Kaiserreichs spiegelt: Einst hat der aus kleinsten Verhältnissen stammende Leutnant Joseph Trotta dem jungen Kaiser Franz Joseph I. bei der Schlacht von Solferino das Leben gerettet und war dafür befördert und in den Adelsstand erhoben worden. Seinem Sohn Franz verbietet der »Held von Solferino" jedoch die Offizierskarriere; Franz wird stattdessen ein hoher Staatsbeamter. Dessen Sohn wiederum, der sensible Carl Joseph, ergreift zwar entsprechend der Familientradion erneut die Soldatenlaufbahn, vom Heldenmut des Großvaters und dem Pflichtgefühl des Vaters aber hat sich nur noch wenig erhalten. An der abgelegenen russischen Grenze stationiert, verfällt er schließlich dem Alkohol und der Spielsucht.
Bisher unveröffentlichte Reportagen und journalistische Arbeiten aus den JAhren 1919 - 1939
Joseph Roth in Berlin
- 275 Seiten
- 10 Lesestunden
Der gesamte Joseph Roth – neu gestaltet als KiWi-Paperback!»Joseph Roth – einer der besten deutschen Erzähler. Andere hatten im Leben größeren Ruhm. Sein Ruhm wird länger dauern.« Hermann Kesten»Jede Seite, jede Zeile ist wie die Strophe eines Gedichts, gehämmert mit dem genauesten Bewusstsein für Rhythmus und Melodik.« Stefan Zweig
Die Sammlung präsentiert eine Reihe von Kurzgeschichten, die das Leben und die Schicksale von Menschen in der Zwischenkriegszeit beleuchten. Joseph Roth erforscht Themen wie Einsamkeit, Sehnsucht und das Streben nach Erlösung, oft vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Gesellschaft. Die Erzählungen sind geprägt von Roths einfühlsamer Prosa und seinem feinen Gespür für die menschliche Psyche, wodurch sie sowohl berührend als auch nachdenklich stimmen.
Der gesamte Joseph Roth – neu gestaltet als KiWi-Paperback! »Joseph Roth – einer der besten deutschen Erzähler. Andere hatten im Leben größeren Ruhm. Sein Ruhm wird länger dauern.« Hermann Kesten»Jede Seite, jede Zeile ist wie die Strophe eines Gedichts, gehämmert mit dem genauesten Bewusstsein für Rhythmus und Melodik.« Stefan Zweig
Rot und Weiß
Wanderer zwischen Städten
Wir folgen Joseph Roth auf seinen Wanderungen zwischen Ost und West, von habsburgischem Galizien bis zur weißen Glut Südfrankreichs. Mit dreißig Jahren begibt sich Roth auf eine Reise durch den französischen Midi, von Lyon über Vienne, Les Baux, Nîmes, Avignon und Arles nach Marseille. Ausgestattet mit einem Reportageauftrag der »Frankfurter Zeitung« erfüllt er sich den Traum seiner Kindheit aus dem galizischen Schtetl Brody. Was er als Reisebuch unter dem Titel Die weißen Städte verfasst, bleibt ungedruckt und existiert nur als Typoskript. Dieses Schlüsselwerk wird nun erstmals vollständig veröffentlicht, basierend auf Roths letzter Hand. Roth reflektiert auf seiner Reise durch Südfrankreich eine Traumreise in ost-westlicher Richtung. Zuvor hatte er 1927 seinen Großessay über das Ostjudentum, Juden auf Wanderschaft, veröffentlicht, in dem er von galizischen Städten und Ostjuden in westeuropäischen Ghettos berichtet. In der Verbindung zwischen den Weißen Städten und den Wanderschaften der Juden finden wir die zentrale Stelle von Roths Werk, zwischen persönlichem Essay und literarischem Schreiben. Volker Breidecker führt durch beide Texte und bereichert sie mit Lektüren von Briefen, unveröffentlichten Texten und einem biographischen Essay, der uns den Joseph Roth der 1920er-Jahre näherbringt.
Juden auf Wanderschaft
- 143 Seiten
- 6 Lesestunden
Der österreichische Dichter und Publizist Joseph Roth ist einer der wunderbarsten und bedeutendsten deutschsprachigen Erzähler des 20. Jahrhunderts. In seinem berühmtesten Essay „Juden auf Wanderschaft“ von 1927 (inklusive Vorwort zur geplanten Neuauflage 1937) schildert er das Leben der Juden in Europa - ein Meisterwerk des literarischen Journalismus und ein Zeitdokument, das seinesgleichen sucht. Hier entfaltet er seine große Sprachkunst, beginnt seine Schilderung im osteuropäischen „Shtetl“ und folgt den Spuren der Juden in die westlichen Metropolen und nach Amerika, hellsichtig deutet er die Spannungen zwischen orthodoxen Ostjuden und assimilierten Juden im Westen. Roths politischen Vorahnungen liegen vielschichtige Charakterstudien zugrunde, seine Argumentation ist induktiv und seine aphoristischen Einsichten sind so spontan wie besonnen, so präzise wie mitfühlend. Erstmals liegt dieser großartige Text, der eine verloren gegangene Welt heraufbeschwört, nun illustriert vor: In eindringlichen Schwarzweiß-Fotografien wird die ganze Vielfalt jüdischen Lebens in Europa und Übersee vor seiner Auslöschung durch die Nationalsozialisten wieder lebendig.
Panoptikum
Gestalten und Kulissen
Joseph Panoptikum. Gestalten und Kulissen Erstdruck als München, Knorr und Hirth, 1930. Die Texte wurden größtenteils in der Frankfurter Zeitung in den 1920er Jahren vorabgedruckt. Inhaltsverzeichnis Panoptikum Panoptikum am Sonntag Gedicht von Wandkalendern Man munkelt bei Schwannecke Trübsal einer Straßenbahn im Ruhrgebiet Der Rauch verbindet Städte Der Polizeireporter Heinrich G Fräulein Larissa, der Modereporter Der Nachtredakteur Gustav K. Der Kongreß Sentimentale Reportage Ankunft im Hotel Der Portier Der alte Kellner Der Koch in der Küche Der Patron Madame Annette Abschied vom Hotel Einzug in Albanien Artikel über Albanien Die russische Grenze Briefe aus Deutschland Brief aus Polen Weihnachten in Cochinchina Bemerkungen zum Tonfilm Seine k. und k. apostolische Majestät Bei der Betrachtung von Schlachtenbildern Auf das Antlitz eines alten Dichters Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2017. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Ernst Ludwig Kirchner, Straßenbahn, um 1920. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Die Flucht ohne Ende
- 142 Seiten
- 5 Lesestunden
Joseph Roth wurde am 2. September 1894 als Sohn jüdischer Eltern in Brody (Ostgalizien) geboren, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg und nahm als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Ab 1916 veröffentlichte er Erzählungen und Romane, lebte ab 1918 als Journalist in Wien, dann Berlin, und war von 1923–1932 Korrespondent der Frankfurter Zeitung. Anfang der 1930er Jahre erlangte er mit den Romanen Hiob und Radetzkymarsch Weltruhm. 1933 emigrierte Roth nach Frankreich. Er starb am 27. Mai 1939, verarmt und alkoholkrank, im Pariser Exil und im Alter von nur 45 Jahren.
Joseph Roth erzählt von Liebessehnsucht und schiefer Bahn, von einem einfachen Stationsvorsteher, der sich in eine russische Adlige verliebt, von einem kaisertreuen Grafen und einer sich aufopfernden Mutter, von einem Korallenhändler mit Sehnsucht nach dem Meer und von der Glückssträhne eines Clochards in Paris. Wie der Titel einer seiner Novellen ist Joseph Roths Erzählkunst selbst ein Triumph der Schönheit.
Tarabas
- 283 Seiten
- 10 Lesestunden
Die Geschichte eines in die Irre gehenden und wieder heimfindenden Sohnes ist ein Roman, der sich mit religiösen und theologischen Problemen auseinandersetzt und an Werke wie Dostojewskis "Schuld und Sühne" erinnert. Der Protagonist stammt aus einer wohlhabenden russischen Familie des späten 19. Jahrhunderts und wird während seiner Studienzeit in Petersburg wegen revolutionärer Aktivitäten inhaftiert. Nach seiner Begnadigung verlässt er Russland, um in Amerika sein Glück zu suchen. Dort verliebt er sich in eine junge Russin, doch seine maßlose Eifersucht führt zu Schuld und beinahe zu einem Mord. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs kehrt er nach Russland zurück und tritt dem Militär bei. Ohne Bindung an seine Familie widmet er sich ausschließlich dem Krieg, avanciert zum Obersten und wird sowohl geliebt als auch gefürchtet. Doch nach dem Krieg bringt die Revolution neue Herausforderungen. Oberst Tarabas hat Schwierigkeiten, sich in der veränderten Realität zurechtzufinden und versucht, seine Soldaten zusammenzuhalten, während ihm langsam die Kontrolle entgleitet. Schließlich wird er als Reaktionär entlarvt und begeht erneut eine Schuld an einem armen Juden. Erst jetzt findet er zu sich selbst zurück und wird zum Heimkehrer. Auf seinem Grabstein stehen die Worte: "Oberst Tarabas - ein Gast auf dieser Erde".
Das Leben ist ein Wartesaal
Über die Kunst, sich Neuem zu stellen
Von Brody nach Lemberg und Wien, von dort weiter nach Berlin und schließlich nach Paris: Joseph Roth war zeitlebens unterwegs, auf der Suche nach Arbeit und Anregungen, auf der Flucht vor den Nazis. Und das im Wissen, nie wirklich ankommen zu können bei sich und in der Welt. „Ich wäre unwürdig des großen Glücks, ein Fremder zu sein, wenn ich noch länger bliebe“, schreibt er im „Abschied vom Hotel“, einem seiner berühmten Feuilletons. „Ich will hier heimisch sein, aber nicht zu Hause.“ Susanne Schaber beobachtet Joseph Roth in den Wartesälen und Vorzimmern des Lebens: ein Brevier übers Aufbrechen und Unterwegssein und über die Kunst, sich dem Unbekannten zu stellen.
Joseph Roth: Die Rebellion. Roman Erstdruck: Die Schmiede, Berlin 1924. Vollstandige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2015. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Ivan Kramskoy, Alter Mann mit Krucke, 1872. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt."
Die besten Geschichten
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Voller Melancholie und Güte blickte Joseph Roth auf eine Welt, die dem ruhelosen jüdischen Erzähler oft genug übel mitgespielt hat. Neben großen Romanen schrieb er zahlreiche Novellen und Geschichten. Sie sind bevölkert von erstaunlichen Typen und entfalten berührende Schicksale vor dem Hintergrund der im Niedergang begriffenen Habsburger-Monarchie. Dieser Band versammelt seine besten Geschichten, unter ihnen »Der blinde Spiegel«, »Stationschef Fallmerayer«, »Die Legende vom heiligen Trinker« und »Der Leviathan«.
Joseph Roth wurde 1894 in Brody als Sohn jüdischer Eltern geboren. Sein halbes Leben verbrachte er in Hotels, ohne festen Wohnsitz. Roth starb 1939 im Exil in Paris. Das gesamte Werk von Joseph Roth ist lieferbar bei Kiepenheuer & Witsch. Helmut Peschina, geboren 1943 in Klosterneuburg, studierte Latein, Germanistik und Theaterwissenschaft und an der Filmhochschule in Wien. Seit 1975 freischaffender Schriftsteller, verfasst hauptsächlich Fernsehspiele, Theaterstücke, Hörspiele und Bearbeitungen für Funk und Fernsehen, so z. B. 1994 „Hotel Savoy“ und 1999 „Hiob“ von Joseph Roth, erschienen im HörVerlag.
Die Kapuzinergruft
Roman
Mit der Kapuzinergruft schrieb Joseph Roth sein meisterhaftes Epos vom Untergang des Habsburgerreiches fort, das mit dem Radetzkymarsch so glanzvoll begonnen hatte. Roth erzählt die fesselnde Geschichte der Trottas, die in den turbulenten Jahren um den Ersten Weltkrieg dem Niedergang der Familie und einer ganzen Epoche entgegensehen.
Die Geschichte folgt dem alten Zipper, der seine Söhne Arnold und Cäsar zu Genies erziehen möchte, jedoch scheitert. Während Cäsar im Krieg schwer verletzt wird und stirbt, entwickelt sich Arnold, der kein Genie ist, zu einem bescheidenen Sologeiger und später zu einem Filmredakteur. Seine unglückliche Ehe mit der Schauspielerin Erna, die in Berlin zum Filmstar aufsteigt, führt zu Spannungen und Entfremdung. Arnold unterstützt sie trotz ihrer Untreue, während er selbst als Musikclown im Varieté endet, was das tragische Schicksal der Familie Zipper widerspiegelt.
Reisen in die Ukraine und nach Russland
- 132 Seiten
- 5 Lesestunden
Lemberg, Moskau, Astrachan - in der Zeit zwischen den Kriegen erkundet Joseph Roth Osteuropa. Mit meisterhaften Reportagen fängt er den Alltag der jungen Sowjetunion ein und stösst dabei auf Probleme, die uns heute noch bewegen
Der gesamte Joseph Roth – neu gestaltet als KiWi-Paperback! »Joseph Roth – einer der besten deutschen Erzähler. Andere hatten im Leben größeren Ruhm. Sein Ruhm wird länger dauern.« Hermann Kesten»Jede Seite, jede Zeile ist wie die Strophe eines Gedichts, gehämmert mit dem genauesten Bewusstsein für Rhythmus und Melodik.« Stefan Zweig
Geboren als Moses Joseph Roth (geb. 2. September 1894 in Brody, Ostgalizien, Österreich-Ungarn; gest. 27. Mai 1939 in Paris, österreichischer Schriftsteller und Journalist, prominenter Chronist seiner Zeit.
Das Hotel Savoy mit seiner prunkvollen Fassade scheint den Ersten Weltkrieg unbeschadet überstanden zu haben. Doch wer am livrierten Portier vorbei durch seine Eingangstür tritt, trifft im Inneren auf die bunten Existenzen einer durcheinandergeratenen Zeit: Soldaten, Millionäre, Bankrotteure, Variété-Tänzerinnen und Devisenschieber. Gabriel Dan, nach fünf Jahren Krieg und Gefangenschaft zurückgekehrt und einquartiert im 6. Stock des Hotels, gerät auch im Frieden zwischen die Fronten.
Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht
- 167 Seiten
- 6 Lesestunden
Die Joseph-Roth-Titel unserer Paperback-Reihe jetzt neu gestaltet: Beichte eines Mörders, erzählt in einer NachtJoseph Roth, einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, erlangte Weltruhm mit seinen Romanen Hiob und Radetzkymarsch. Von der Vielfalt, dem Reichtum und der Kraft seines Erzählens zeugt auch: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht, geschrieben im französischen Exil, ist eine Parabel auf die Macht des Bösen. Eine ganze Nacht hindurch lauschen die Gäste des russischen Emigrantenlokals ›Tari-Bari‹ in Paris der Lebensbeichte Semjon Golubtschiks, der sich selbst einen Mörder nennt.
Roman eines einfachen Mannes. Der Leidensweg des des jüdisch-orthodoxen Bibellehrers Mendel Singer. Schon im Titel spricht Joseph Roth sein dramatisches Thema an: die alttestamentarische Geschichte von Hiob, den von Gott geprüften Dulder. Im Roman ist es Mendel Singer, der in Ostgalizien ein bescheidenes Dasein als Lehrer fristet, bis ihn die Schicksalsschläge treffen: Der älteste Sohn muss und will zum russischen Militär, der zweite desertiert nach Amerika, die einzige Tochter lässt sich mit Kosaken ein und der jüngste Sohn scheint unheilbar behindert. Und dieser Jüngste muss zurückgelassen werden, als die Eltern mit der Tochter nach Amerika fliehen, wo der emigrierte Sohn Sam ihnen ein behagliches Leben bereiten will. Doch wieder schlägt der strafende Jehova zu. Beide Söhne fallen im I. Weltkrieg, die Mutter stirbt darüber und die Tochter endet im Wahnsinn. Als auch Mendel Singer zu verzweifeln droht und sich von Gott abwendet, geschieht das Wunder der Heilung: Aus dem behinderten Sohn ist ein begnadeter Komponist und Dirigent geworden, der nun seinen Vater zu sich nimmt. Diedramatische Saga einer ostjüdischen Familie und Joseph Roths berühmtester Roman, entstanden 1930.
Die letzten Tage Napoleons in Frankreich und die Schlacht bei Waterloo sind geprägt von Desaster. Die Geschichte der korsischen Wäscherin Angelina Pietri wird erzählt, die für ihre Verehrung des Kaisers mit dem Leben bezahlt. Nach dem Tod ihres Sohnes Pascal wird Angelina von einer aufgebrachten Menge in Paris getötet, während Napoleon nach St. Helena flieht.
Joseph Roth: Rechts und links. "Roman" Edition Holzinger. Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2015 Vollstandiger, durchgesehener Neusatz bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Erstdruck: Gustav Kiepenheuer, Berlin 1929. Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger Reihengestaltung: Viktor Harvion Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt. "
"Voller Poesie, in brennenden Farben und unvergeßlichen Bildern beschwört Joseph Roth in der Geschichte vom Eichmeister, der aus Liebe schuldig wird, die Welt des sterbenden k.u.k.-Österreich herauf. Den Untergang eines redlichen Mannes in einem Reich der Schmuggler, Händler und Deserteure erzählt er mit dem scharfen Verstand des Psychologen und der einlullenden, verzauberten Spannung des Märchenerzählers". (Hermann Kesten)
Das Spinnennetz
Roman
Joseph Roths Erstling Im Mittelpunkt steht Leutnant Lohse, ein enttäuschter Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg. In Berlin gerät er in die Umtriebe rechtsradikaler Organisationen und Geheimbünde, in die politischen Kämpfe jener Jahre zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, Bürgertum und Proletariat. In verschiedenen Rollen arbeitet er für eine geheime Organisation, deren Zentrale in München ist und die Verbindungen unterhält zu Ludendorff und Hitler. Mit hellsichtigem Scharfblick erkennt Roth die faschistische Gefahr in der Gestalt eines Theodor Lohse, die exemplarisch ist für die enttäuschten, der sicheren Führung beraubten, im Grunde lebensuntüchtigen und feigen Mitläufer seiner Generation. Unverkennbar zeigt sich schon in diesem Roman die Handschrift Roths in der visionären Sicht seiner Darstellung, in der Leidenschaft seiner zeitkritischen Haltung als Skeptiker und Revolutionär, in seinem moralischen Rigorismus.(less)
Die Joseph-Roth-Titel unserer Paperback-Reihe jetzt neu gestaltet: Die Geschichte von der 1002. Nacht Joseph Roth, einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, erlangte Weltruhm mit seinen Romanen Hiob und Radetzkymarsch. Von der Vielfalt, dem Reichtum und der Kraft seines Erzählens zeugt auch 'Die Geschichte von der 1002. Nacht'. Es wird erzählt, wie Mizzi Schinagl im Wien des 19. Jahrhunderts für eine Nacht die Geliebte des Schahs von Persien wird und dafür büßt.
Joseph Roth Romane 2
- 514 Seiten
- 18 Lesestunden
Werke. 6, Romane und Erzählungen 1936-1940
- 1078 Seiten
- 38 Lesestunden
Stationschef Fallmerayer / Die Büste des Kaisers / Triumph der Schönheit (Großdruck)
Drei Novellen
- 88 Seiten
- 4 Lesestunden
In dieser Sammlung von drei Novellen thematisiert Joseph Roth die menschliche Existenz und den Einfluss der Geschichte auf das Individuum. "Stationschef Fallmerayer" beleuchtet die Einsamkeit und den Verlust von Identität, während "Die Büste des Kaisers" die Vergänglichkeit von Macht und Ruhm reflektiert. "Triumph der Schönheit" thematisiert die Suche nach Schönheit in einer von Verfall geprägten Welt. Roths prägnante Erzählweise und tiefgründige Charakterstudien bieten einen eindrucksvollen Einblick in die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Gesellschaft.
Der Roman thematisiert die existenzielle Suche nach Identität und Heimat in einer von Krieg und Verzweiflung geprägten Welt. Protagonist ist ein jüdischer Flüchtling, der durch Europa reist und dabei die Zerrissenheit seiner Herkunft und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft spürt. Roth schildert eindringlich die inneren Konflikte und die gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit, während der Charakter mit Verlust und Entfremdung kämpft. Die Erzählung verbindet persönliche Schicksale mit historischen Ereignissen und bietet einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche.
Die Erzählung entfaltet sich in einer einzigen Nacht und thematisiert die innere Zerrissenheit eines Mörders, der seine Taten reflektiert. Joseph Roth verwebt psychologische Tiefe mit existenziellen Fragen, während er die moralischen Abgründe seines Protagonisten erkundet. Die neu bearbeitete Berliner Ausgabe von 2023 bietet den Text in lesefreundlichem Großdruck und präsentiert eine eindrucksvolle Umschlagabbildung von Paul Cézanne, die den melancholischen Ton des Romans unterstreicht.
April. Die Geschichte einer Liebe
- 32 Seiten
- 2 Lesestunden
"April. Die Geschichte einer Liebe" von Joseph Roth erzählt von einem Reisenden, der in einem kleinen Städtchen nach der Liebe sucht. Er verliebt sich in zwei sehr unterschiedliche Frauen, flüchtet jedoch vor beiden und strebt nach einem neuen Ziel: New York. Das Werk ist ein modernes Märchen über den Traum von einem anderen Leben.
Geschichte vom heiligen Trinker
und andere Erzählungen
Der Pariser Obdachlose Andreas erhält Geld von einem Geistlichen und genießt vorübergehend Essen und Hygiene. Doch er ist entschlossen, die Schulden zurückzuzahlen, auch wenn das Leben oft dazwischenkommt. Eine Geschichte über Ehrlichkeit und die Herausforderungen im Umgang mit Geld.
Die Geschichte von der 1002. Nacht (Großdruck)
- 212 Seiten
- 8 Lesestunden
Joseph Roths "Die Geschichte von der 1002. Nacht" ist ein Roman in lesefreundlichem Großdruck. Die 2023 erschienene Berliner Ausgabe bietet einen durchgesehenen Neusatz, bearbeitet von Theodor Borken. Der Roman, erstmals 1939 veröffentlicht, wird von einem Kunstwerk von Konstantin Makovsky geschmückt.
Joseph Roth: Hiob. Vollständige Neuausgabe
- 121 Seiten
- 5 Lesestunden
"Ich bin allein, und ich will allein sein. Alle Jahre habe ich Gott geliebt, und er hat mich gehaßt. Alle Jahre hab' ich ihn gefürchtet, jetzt kann er mir nichts mehr machen. Alle Pfeile aus seinem Köcher haben mich schon getroffen. Er kann mich nur noch töten. Aber dazu ist er zu grausam. Ich werde leben, leben, leben." (Zitat S. 92 in diesem Buch) Mendel Singer, ein "ganz alltäglicher Mann", lebt als Lehrer in einfachen Verhältnissen. Doch wie dem biblischen Hiob ereilen ihn härteste Schicksalschläge, und er beginnt an seiner Frömmigkeit und an Gott zu zweifeln. Joseph Roth schrieb diesen Roman, als er selbst in aller Härte vom Schicksal getroffen wurde: Seine Frau Friederike litt an einer psychischen Erkrankung. Ihr Zustand verschlechterte sich zunehmend, bis sie als unheilbar galt. Roth konnte nicht akzeptieren, dass seine geliebte Frau "dem Wahnsinn verfallen" war, zumal Wahnsinn im galizischen Judentum als "Strafe Gottes" interpretiert wurde. Roths Frau wurde in eine Nervenheilanstalt gebracht, rechtlich entmündigt und 1940 im Rahmen der "Aktion T4" von den Nazis ermordet. Mit "Hiob" verarbeitete Roth seinen Schicksalschlag. Er zählt bis heute zu den meistgelesenen Romanen des Autors. Joseph Roth. Hiob. Roman eines einfachen Mannes. Erstdruck: Kiepenheuer Verlag, Berlin 1930. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt dem Erstdruck. Gebundene Ausgabe mit Lesebändchen. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
In Form einer drei Generationen umspannenden Familiengeschichte beschreibt Roth den Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie. Der Titel des Romans bezieht sich auf den gleichnamigen Marsch von Johann Strauß aus dem Jahr 1848, der sich symbolhaft durch die Handlung zieht. Auf die Handlung von Radetzkymarsch verweist auch Roths 1938 erschienener Roman Die Kapuzinergruft.
German
Kiwi Lesebuch - die 50er Jahre
- 351 Seiten
- 13 Lesestunden
Romane und Erzählungen
- 1179 Seiten
- 42 Lesestunden
Der in Brody geborene Journalist und Autor Joseph Roth wurde in den 1920er Jahren in Berlin berühmt. Er schrieb prägnante Romane über die Gefahren des Nationalsozialismus und das alte Österreich. Sein bekanntester Roman „Radetzkymarsch“ thematisiert den Aufstieg und Fall einer Familie über drei Generationen. Nach dem Krieg erlebten seine Werke eine Renaissance.


































































