Eine grandiose Parabel auf das heutige Italien und das eindringliche Porträt eines Mannes, der vieles verlieren muss, um zu sich selbst zu finden. Das Land ist abgeschottet: leere Straßen, streunende Hunde und bewaffnete Männer durchqueren die Felder. Lebensmittel, Benzin und Zigaretten sind knapp, Geschäfte und Banken schließen, Geld ist nicht mehr im Umlauf. Das Staatsfernsehen sendet unglaubwürdige Berichte, und viele fliehen. Nur Leonardo, 52, ein ehemaliger Universitätsprofessor, zögert. Sein Leben geriet aus den Fugen, nachdem er wegen einer Affäre mit einer Studentin die Universität verlassen musste. Zunächst will er die Realität nicht akzeptieren. Erst als er selbst angegriffen und ausgeraubt wird, bricht er mit seiner Tochter Lucia und seinem Sohn Alfonso zu Fuß auf. Auf dem Weg zur Grenze begegnen sie einem selbsternannten Herrscher, der die Jugend mit Drogen betäubt, und vor dem Leonardo mit nackten Füßen im Feuer tanzt. Verletzt und gezeichnet lernt er schließlich zu handeln und findet die Kraft, das Böse zu besiegen. Der Roman mündet in einen überraschenden politischen und persönlichen Neubeginn. Mit sprachlicher Dichte und existenzieller Atmosphäre erinnert er an McCarthys „Die Straße“. Kritiken loben die Rückkehr zu interessanter italienischer Literatur und bezeichnen das Werk als herausragend.
Davide Longo Bücher






Die jungen Bestien
Ein Krimi aus dem Piemont
Ein neuer Kriminalfall aus Piemont, in dem der schweigsame Bergkauz und heimliche Menschenkenner Corso Bramard ermittelt: Bei dem Bau einer Bahnschnellstrecke zwischen Mailand und Turin werden die Überreste von zwölf Leichen gefunden, und eine Spur führt in die Zeit des italienischen Terrorismus, der Brigate Rosse.Im Turiner Herbst 1977 hatten ein paar Jugendliche den Parteisitz der rechten MSI in Brand gesetzt. Dabei war ein Mann ums Leben gekommen, der sich nachts in den Räumen aufhielt. Wussten die Jugendlichen, dass ein Mensch im Gebäude war? War alles nur ein Spiel der jungen Leute, in jenen aufgeheizten Zeiten, oder wollten sie wirklich einen Mord begehen? Niemand kennt die Antwort, die Jugendlichen sind seitdem spurlos verschwunden.Fast vierzig Jahre später suchen zwei Kommissare und ihr ehemaliger Kollege Corso Bramard nach einer Verbindung zu jenem Fall. Die Drei geraten in einen schier unbezwingbaren Strudel aus italienischer omertà und Lüge. Und doch nähern sie sich beharrlich einer Wahrheit, die von der Politik unter den Teppich gekehrt wurde.
Freundschaft, Verrat - und ein mörderisches Geheimnis inmitten der Berge Piemonts In einem piemontesischen Tal wird ein Mann umgebracht: Cesare gilt als Hauptverdächtiger für den Mord an seinem Kumpanen Fausto, mit dem er jahrelang Flüchtlinge von Italien über die Berge nach Frankreich gebracht hat. Hat die Tat einen politischen Hintergrund? Und warum umgibt die Dorfbewohner eine explosive Stille? Welches Geheimnis hüten sie? Erst als eine Frau das Schweigen bricht, kommt es zu einer überraschenden Wendung, und Cesare, der Steingänger, der Wahrheit gefährlich nahe.
Der Fall Bramard
Ein Krimi aus dem Piemont
Ein außergewöhnlicher Kriminalfall im Piemont Corso Bramard lebt in einem Dorf am schönsten Wanderweg der Alpen. Doch auf den Bewohnern lasten unaufgeklärte Verbrechen. Bramard war als Kommissar einem Frauenmörder auf der Spur, kurz vor der Aufdeckung wurde seine eigene Frau zum Opfer, seine Tochter verschwand. Zwanzig Jahre später meldet sich der Mörder mit einem anonymen Brief zurück. Bramard nimmt die Herausforderung an. Er begibt sich auf die Suche nach dem Mann, der sein Leben beinahe zerstörte, setzt die einzelnen Erinnerungen der Talbewohner an die letzten zwei Jahrzehnte akribisch zusammen, bis es zu einer in jeder Hinsicht überraschenden Begegnung kommt.
Schlichte Wut
Ein Krimi aus dem Piemont
Die piemontesischen Commissari Bramard und Arcadipane stehen vor einem ungewöhnlichen Fall: Ein vorbestrafter Junge wird verdächtigt, in der Turiner U-Bahn eine kolumbianische Immigrantin niedergeschlagen zu haben. Es gibt Aufnahmen von Überwachungskameras, die ihn am Tatort zeigen. Alles spricht für ihn als Täter, nur Commissario Arcadipane wittert, dass hier etwas nicht stimmt. Er holt sich Rat bei seinem ehemaligen Kollegen Corso Bramard. Die beiden sind ein unschlagbares Team. Die Spur führt zu einem sinistren Online-Spiel, in dem jemand junge Menschen dazu bringt, verbotene Dinge zu tun. Schreckliche Dinge.
Ein atmosphärischer Kriminalroman, der zwischen einem einsamen piemontesischen Bergdorf und der lärmenden Kino- und Politikmetropole Rom «Longo ist einer der fabelhaftesten Schriftsteller Italiens.» Die Welt In einem verlassenen Alpendorf wird ein Filmproduzent und Bruder eines ehemaligen Democrazia-Cristiana-Politikers tot in seinem Jaguar aufgefunden. Seine Frau, eine frühere Schauspielerin, in die eine ganze Generation verliebt war, ist spurlos verschwunden. Für die Ermittlungen muss sich Commissario Arcadipane, eigentlich Turiner, in dem einsamen Bergdorf, das aus einer Handvoll Häuser besteht, niederlassen. Dort warten misstrauische Bewohner und ein Rätsel auf ihn, das ihm Kopfzerbrechen bereitet. Ein zu komplizierter Fall, um nicht seinen alten Freund und Mentor Corso Bramard um Hilfe zu bitten, sowie die ebenso undisziplinierte wie unverzichtbare Isa Mancini. Beide befinden sich gerade in einer schwierigen Phase ihres Lebens. Möchten sie gemeinsam die Wahrheit ans Licht bringen, wird es nötig sein, in alten Geheimnissen und neuen Machenschaften zu wühlen und ein komplexes Geflecht aus politischen Intrigen zu entwirren. Und am Samstag wird abgerechnet.«Viel mehr als ein Krimi, aber nie weniger. Davide Longo gehört zu den spannendsten italienischen Schriftstellern.» FAZ
Ein atmosphärischer Kriminalroman, der uns ins Italien der 80er Jahre entführt. Für Fans von Fred Vargas, Jean-Luc Bannalec und Gil Ribeiro.Wenn Commissario Arcadipane und Bramard gemeinsam ermitteln, wird es packend, komisch und einen Hauch philosophisch. In ihrem fünften Fall im Piemont jagen die beiden lange Zeit einer falschen Fährte hinterher, bis eine einsame Wanderung unverhoffte Erkenntnis bringt ...Eric Delarue, Geschäftsführer eines Stahlwerks, wird durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verletzt. Wer hat den Kunstsammler, Ehemann, Chef, der sich immer für die Belange seiner Angestellten eingesetzt hat, töten wollen?Die Spur führt Bramard und Arcadipane zu einem längst vergangenen Nach einer Sportveranstaltung verschwand ein Elfjähriger. Aber dies ist nur eine Fährte in einem komplexen Geflecht aus verbrecherischen Machenschaften.«Longo ist einer der fabelhaftesten Schriftsteller Italiens.» DIE WELT«Viel mehr als ein Krimi, aber nie weniger. Davide Longo gehört zu den spannendsten italienischen Schriftstellern.» FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG«Die Beobachtungsgabe dieses eine helle Freude.» CHRISTINE WESTERMANN«Davide Longo kann wirklich zauberhaft schreiben.» DEUTSCHLANDFUNK
Una rabbia semplice
- 328 Seiten
- 12 Lesestunden
Olivo Depero, sedici anni, salta da una comunità all'altra da quando ha perso i genitori in un terribile incidente. Ama i libri, odia i congiuntivi sbagliati, indossa vestiti sempre uguali e dice al massimo seicento parole al giorno, lo stretto indispensabile per comunicare con il mondo. Anche se il mondo non ha segreti, per Olivo, che con la sua intelligenza straordinaria memorizza, deduce, intuisce, vede cose che nessun altro vede. È per questa sua dote che una commissaria di polizia disperata pensa che lui sia l'ultima possibilità per ritrovare quattro adolescenti scomparsi. Un caso in cui c'è qualcosa di strano che Olivo non riesce a capire. Esattamente come piace a lui. Età di lettura: da 12 anni.



