Andre David Winter Bücher





1973 kommt der elfjährige Jan Hansen einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Es führt ihn zurück ins Jahr 1907, als sein Urgrossvater auf Usedom in einer Winternacht ertrank. Im selben Jahr schifft sich der siebzehnjährige Pankraz Linder aus Emmensee nach Buenos Aires ein. Zwei Ereignisse, die schicksalhaft am Anfang dieses grossen Familien- und Zeitromans stehen.
Es sah nicht gut aus, als Gaston Chevalier an jenem 16. Juni 1929 um fünf Uhr morgens in Paris zur Welt kam. Rundum nur Armut, Dreck und Missgunst. Der Vater war wie immer abwesend, die Mutter musste so rasch wie möglich zurück an ihren Arbeitsplatz als Näherin. Dass Gaston nur störte, störte ihn am wenigsten. Denn eines lernte er rasch: sich anzupassen und, wenn es nicht mehr ging, abzuhauen. Aufgewachsen im Pariser Quartier Montparnasse, tingelte er bald schon mit seinem Vater als Gaukler durch die Provinzen Frankreichs. In der Fremdenlegion suchte er zu vergessen, im Kloster die Reinigung, um schließlich auf der Suche nach seiner Liebe nach Paris zurückzukehren.André David Winter gelingt es, das Leben dieses als Verlierer geborenen Lebenskünstlers eindrücklich nachzuzeichnen. Er erzählt in starken Bildern und einer ebenso kraftvollen wie eindringlichen Sprache.
Isabelle Silva, Inhaberin einer Pariser Kunstgalerie, bildet mit ihrem Großvater Julien ein unschlagbares Team, wenn es darum geht, verschollene Gemälde aufzuspüren. Sie ist sich sicher, dass das Bild »Die schöne Unbekannte« nur eine Fälschung sein kann – bis es gestohlen wird. Die Spuren des Bildes und seines geheimnisumwitterten Sujets führen über Wien, Paris und Barcelona bis nach Venedig, wo Liebe und Gefahr zugleich warten. Und wo Isabelle Silva an der Auflösung des Rätsels zu scheitern droht ...
Immer heim: Ungekürzte Ausgabe
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Ein Leben lang hat Joseph Bitzi auf dem Hof der Mugglis gearbeitet, zuerst beim Vater Muggli, danach beim Sohn. Eine Wahl hatte er nie. Auch nicht, als der Jungbauer beschloss, ihn ins Heim zu bringen. Doch Bitzi hält nichts von einem ruhigen Lebensabend. Er hat eine Vision und einen Plan: Das Heim soll ein Daheim werden für die Menschen, die hier leben, hier soll ein Ort entstehen, der den Bewohnerinnen und Bewohnern vertraut ist. Bitzi hat gelernt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Das bekommt der junge Heimleiter zu spüren, der nur noch tatenlos zuschauen kann, wie der Knecht handelt. Dass die Leute im Heim - und zwar sowohl Bewohnerinnen und Bewohner wie Angestellte - zufriedener sind, kann auch er nicht leugnen. André David Winter zeichnet in seinem Roman das Porträt eines Knechtes, wie es sie heute kaum mehr gibt, und erweist sich einmal mehr als einfühlsamer Beobachter. „Immer heim“ stellt die Frage, ob Heimweh zu Alters- und Pflegeheimen gehören muss oder ob diese auch anders funktionieren könnten, wenn versucht würde, die Sprache der alten Menschen, auch der dementen, besser zu verstehen.