Zehn Jahre ist es her, dass George Verney sich in das Kaff Highwood verkrochen hat, nur noch für die Lokalzeitung schreibt und kein Glas Alkohol mehr anrührt. Da reißt ihn ein Anruf aus dem Schlaf: Er soll eine Leiche identifizieren. Sein Freund Charlie, den er seit den wilden Tagen von Brisbane nicht mehr gesehen hat, seit dem großen Korruptionsprozess, der die Regierung stürzte und in den sie alle verwickelt waren - Charlie ist auf grausamste Weise zu Tode gekommen. Charlie wollte zu ihm. Musste er deshalb sterben? Wer kann ein Interesse haben, einen heruntergekommenen Alkoholiker so spektakulär hinzurichten? Die Vergangenheit holt George ein, die Trinkgelage und riskanten Geschäfte, die heimliche Liebe zu Maybellene, Charlies Frau. Er muss nach Brisbane zurück, um zu verstehen, zu klären, was er all die Jahre so erfolgreich verdrängt hat. Sie sind alle noch da, in neuen Rollen: Marvin, der charismatische Politiker, die zwielichtigen Barbesitzer und korrupten Polizisten, der große Lindsay, der im Hintergrund immer noch die Strippen zieht, und schließlich Maybellene … Beschattet von der Polizei, die den Mord aufklären will, macht sich George auf eine hochgefährliche Spurensuche, auf den Wegen einer alten Schuld und einer großen Liebe. Mit nie nachlassender Spannung erzählt Andrew McGahan von einer Höllenfahrt in die Vergangenheit, ins Innerste eines korrupten politischen Systems.
Andrew McGahan Bücher
10. Oktober 1966 – 1. Februar 2019
Andrew McGahan war ein australischer Romanautor, der für seine scharfsinnigen Erkundungen der australischen Gesellschaft und Identität gefeiert wurde. Sein frühes Werk ist bemerkenswert mit der literarischen Bewegung des Grunge Lit verbunden, die sich durch ihre rohe und ungeschönte Darstellung des zeitgenössischen Lebens auszeichnet. McGahans Prosa befasst sich mit der Komplexität menschlicher Beziehungen und dem sozialen Gefüge, oft mit einem scharfen Blick für die Unterströmungen der australischen Erfahrung. Seine Romane bieten eine kraftvolle Linse, durch die die sich entwicklende Kulturlandschaft der Nation verstanden werden kann.

