Gerhard Ulrich Bücher






Emma Woodhouse, eigenwillig, selbstsicher, jung und sehr schön, gehört zu den großen Frauengestalten der Weltliteratur. Scheinbar nur um die andern bemüht, beschließt sie, etwas mehr Schwung in das Liebesleben ihrer Freunde zu bringen. Doch ihre Bemühungen schlagen fehl und führen zu den seltsamsten Verwicklungen. Erst am Ende gelingt die Wendung zum Guten und auch Emma findet ihr Glück in der Liebe. Jane Austens letzter Roman besticht bis heute durch seine glanzvolle Sprache, die Schärfe und den wunderbaren Witz der Dialoge.
Der Stuttgarter Theologe Gustav Schwab (1792 – 1850) wurde durch das Buch der schönsten Geschichten und Sagen und durch die »Sagen des klassischen Altertums« weit über den Umkreis seiner schwäbischen Heimat hinaus bekannt. Er war ein Gönner und Förderer junger Dichter, stand mit Chamisso, Uhland, Kerner, aber auch mit Goethe und Tieck in Verbindung. Das Überragende seiner Sammlung besteht darin, daß er es vermochte, die gesamte antike Mythologie und Sagenwelt zu einem einheitlichen Ganzen zu verweben. Schwab hat die verschiedensten Quellen zusammengetragen und es ist ihm gelungen, aus Stoffen unterschiedlicher Herkunft eine gerundete und einprägsame Darstellung zu schaffen, die in dieser Art einzig ist. Schwabs Sammlung der griechischen Sagen hat seit ihrem ersten Erscheinen das Wissen über griechische Mythologie bereichert und unser Bild der Antike maßgeblich geprägt. Die »Sagen des klassischen Altertums« bieten noch immer einen einzigartigen Zugang zur Welt der Antike.
Immensee und andere Novellen
- 79 Seiten
- 3 Lesestunden
Neben »Immensee«, womit der Dichter seinen Ruhm begründete, enthält der Band vier weitere frühe Novellen Storms: »Marthe und ihre Uhr«, »Im Saal«, »Im Sonnenschein« und »Späte Rosen«.
Die Leiden des jungen Werthers
- 218 Seiten
- 8 Lesestunden
Zu dieser Textausgabe ist folgendes Unterrichtsmodell erschienen: Schöningh, Bestell-Nr.: 022365
Effi Briest
Roman
Der Roman „Effi Briest“ erschien 1894/95 in der „Deutschen Rundschau“ und basiert auf einer Ehetragödie aus den 1880er-Jahren, die Fontane mit fiktiven Charakteren verknüpft. Die Geschichte beginnt mit der Verlobung von Effi, der Tochter von Briest, und Baron von Innstetten, einem Freund der Familie. Obwohl Effi Innstetten nicht liebt, folgt sie ihm nach Kessin, wo sie oft allein gelassen wird und sich langweilt. Ihre Beziehung bleibt trotz eines gemeinsamen Kindes distanziert, und Effi beginnt eine leidenschaftslose Affäre mit dem Bezirkskommandanten Crampas. Als sie nach Berlin ziehen, endet die Beziehung zu Crampas ohne Schwierigkeiten. Doch als Innstetten Briefe findet, die das Verhältnis offenbaren, kommt es zu einem Duell mit Crampas, das Innstetten gewinnt. Er lässt sich von Effi scheiden und behält das Kind. Bei einer zufälligen Begegnung mit ihrer mittlerweile entfremdeten Tochter erleidet Effi einen Zusammenbruch und stirbt bei ihren Eltern. Thomas Mann beschreibt den Roman als „modernstes Werk, das am deutlichsten über die bürgerlich realistische Epoche hinaus in die Zukunft weist“.



