Bookbot

Meral Kureyshi

    Meral Kureyshi, geboren in Prizren im ehemaligen Jugoslawien, ist eine Autorin, deren Gedichte eine mühelose Qualität besitzen, als würde sie sie einatmen. Nach ihrem Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel gründete sie das Lyrikatelier in Bern, wo sie ihrer Leidenschaft für das geschriebene Wort nachgeht. Ihr Werk zeichnet sich durch eine einzigartige Stimme und ein tiefes Verständnis des menschlichen Geistes aus. Aus ihren Ursprüngen und Lebenserfahrungen schöpfend, bringt sie eine frische Perspektive in die Literatur ein.

    Elefanten im Garten
    Fünf Jahreszeiten
    • Sie hat ihren Master in Filmwissenschaften abgebrochen und arbeitet im Kunstmuseum als Aufseherin. Während ihr Arbeitskollege Nikola unter der Treppe schläft, beobachtet sie den Staub im Sonnenlicht, lauscht den Stimmen der Kunstvermittlerinnen, wartet, dass die Zeit vergeht. In der Stille werden ihre Gedanken laut, die weissen Wände füllen sich mit Erinnerungen, an Manuel, ihren Geliebten, den sie aufgegeben hat für Manuel, ihren Freund. Unentschlossen streift durch die Stadt, trifft den alten Paul, lässt sich treiben zwischen Resignation und Hoffnung, trauert um den verlassenen Geliebten, den verstorbenen Vater, vermisst die Mutter, die nicht anwesend ist.«Fünf Jahreszeiten» erzählt eine Episode aus dem Leben einer jungen Frau, in der nichts und alles möglich scheint und sich doch Entscheidungen aufdrängen – musikalisch, poetisch, mit leisen Tönen und von grosser Dringlichkeit.

      Fünf Jahreszeiten
      3,9
    • Elefanten im Garten

      • 140 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Als ihr Vater unerwartet stirbt, gerät die junge Erzählerin ins Schlingern. Ein Jahr lang lebt sie im Ungefähren, besucht wahllos Vorlesungen an der Universität, fährt Zug, sucht unvermittelt Orte ihres bisherigen Lebens auf, reist nach Prizren. Erinnerungen an ihre idyllische Kindheit in der osmanisch geprägten Stadt, die sie im Alter von zehn Jahren mit ihrer Familie verlassen musste, drängen machtvoll in ihre Schweizer Gegenwart. Aber die Welt ihrer Kindheit findet sie nicht wieder in Prizren, und auch sie selbst hat sich verändert. Sie sucht einen Platz in ihrem neuen Land, der neuen Sprache. Die Unselbständigkeit ihrer einsamen Mutter erträgt sie nur schlecht, und mit jedem neuen deutschen Wort wächst die Entfernung zu ihr. Während die Mutter sich zunehmend isoliert, versucht die Erzählerin dem Stillstand zu entkommen. 'Elefanten im Garten' ist ein wunderbarer Roman über ein von der Migration geprägtes Leben, über Herkunft und Entfremdung, Verlust und Beharren, aber auch über Neubeginn und Rettung – im Erzählen.

      Elefanten im Garten
      3,7