Stefanie Sargnagel in ihrer Arbeit bietet introspektive und ironische Beobachtungen über das moderne Leben, wobei sie oft den Kontrast zwischen der Kunstwelt und dem Alltag beleuchtet. Ihr Schreiben zeichnet sich durch trockenen Witz und scharfe Beobachtungsgabe aus, die die Absurditäten und Peinlichkeiten aufdecken, die unsere Beziehungen und Selbstwahrnehmung prägen. Durch ihren unverwechselbaren Stil erforscht sie Themen wie Entfremdung, Identitätssuche und den Druck der Kreativität in der heutigen Gesellschaft. Ihre Texte bieten einen erfrischenden und kompromisslosen Einblick in das, was es bedeutet, im 21. Jahrhundert Mensch zu sein.
«Ich fühl mich, als hätte ich alle Gedanken auf einmal.»
Stefanie Sargnagel ist im Internet groß geworden, aber aufgewachsen ist sie auf der Straße. Sex, Drugs and Rock 'n' Roll werden in diesem beinahe klassischen Coming-of-Age-Roman zu Phlegma, Hasch und Schokobons. «Dicht» porträtiert die Rückseite Wiens, eine räudige Welt aus Beisl, Psychiatrie und Bruchbude, bevölkert von größtenteils überaus liebenswerten Antihelden: Das ist lustig, brutal, widerborstig, Literatur.
In 80 Tagen aus dem Bett - Sargnagel ist eine bemerkenswerte Stimme der deutschsprachigen Literatur, die ihren Ursprung im Internet hat. Sie ist die erste Autorin, die, abgesehen von Rainald Goetz, eine eigene Form gefunden hat, die als Literatur funktioniert und ein breites Publikum erreicht. Radikal subjektiv und weise beleuchtet sie Themen wie das einfache Leben, Feminismus, Aussichtslosigkeit und Depression. Obwohl sie sich oft wortkarg gibt, erzählt sie fesselnd und bricht Genregrenzen, was ihre Texte zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Oft sind ihre Werke komisch, manchmal tragisch, und sie erinnern an eine Mischung aus Christine Nöstlinger und Heinz Strunk.
Sargnagel reflektiert über ihre Rolle als Autorin und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Sie beschreibt, wie die Monetarisierung ihrer Kunst ihr inneres „Poesievögelchen“ schwächt, während sie sich mit der harten Realität des Lebens auseinandersetzt. Ihre Texte sind geprägt von einem Gefühl der Entfremdung und dem Wunsch nach einem Leben voller Phantasie, ohne die Belastungen des Arbeitsalltags. Sie sehnt sich nach einem Dasein, in dem sie die Welt ohne Verpflichtungen erkunden kann. Ihre alltäglichen Gedanken und Aufgaben werden in einem humorvollen, aber auch nachdenklichen Ton präsentiert, der die Leser zum Schmunzeln und Nachdenken anregt.
Lässig, derb und immer sehr alltagsweise schreibt Stefanie Sargnagel seit vielen Jahren über das einfache Leben. Mittlerweile hat die Wiener Autorin und Künstlerin mit ihren Büchern, Artikeln und Posts Kult-Status erreicht. Ungeachtet dessen nimmt sie in ihrer Kritik an jeglichem rechten Gedankengut kein Blatt vor den Mund, ätzt gegen die FPÖ, gegen Patriarchate, steht aktiv für die Flüchtlingshilfe ein. Die Wiener Zeitung lobte, wie sie inklusive Fäkalhumor und Versagensexhibitionismus die aktuelle Leistungsgesellschaft konterkariere. „Mein Lebensstil erschließt sich halt aus einer Mischung aus Unfähigkeit, Unentschlossenheit, Gleichgültigkeit und Verweigerung, ich bin die personifizierte Wohlstandsverwahrlosung“, schrieb sie in einem Vice-Artikel. „Hellsichtige Miniaturen.“ (Elisabeth Dietz, Bücher-Magazin) „Ihre Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und Adoleszenz-Raps treffen einen Nerv.“ (taz) „Man könnte vielleicht sogar sagen, dass sie mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch Abfall für alle die erste deutschsprachige Autorin ist, die im Netz die Form für sich gefunden hat, die passt, die nicht nervt, die als Literatur funktioniert.“ (Süddeutsche Zeitung)
Erzählungen aus dem Alltag einer Callcenter-Sklavin. Bei besagter Callcenter-Sklavin handelt es sich nicht um irgendwen, sondern um die seit einigen Monaten bereits von Feuilleton und Hipster- Blogs gleichermaßen gehypte, neue österreichischen Literatur- Sensation Stefanie Sargnagel. „Die Callcenter Monologe“ sind ihr Debüt-Werk, eine irrwitzige Mischung aus Tagebuch-Einträgen und Facebook-Roman.
Das neue Buch der österreichischen Bestsellerautorin („Dicht“). Stefanie Sargnagels Blick auf die USA ist so unverwechselbar wie ihr Schreiben: Sarkastisch, schonungslos ehrlich und doch voll Sympathie bringt sie uns das ländliche Amerika nahe und berichtet nebenbei herzerwärmend über die Lebensnotwendigkeit von Frauenfreundschaften. 2022 tauscht Stefanie Sargnagel widerstrebend das bequeme Wiener Sofa gegen ein Flugticket in die USA ein. In Iowa soll sie an einem College mitten im Nirgendwo Creative Writing unterrichten. In der Kleinstadt Grinnell mit ihren 8000 Einwohnern gibt es außer endlosen Maisfeldern: nichts. Mit von der Partie ist Musiklegende Christiane Rösinger, und gemeinsam machen die beiden sich auf, das Nichts zu erkunden. Sie finden übergewichtige freundliche Einheimische, traditionelle Geschlechterrollen, Riesensupermärkte, unglaubliche Würstchen und ein Glas voller eingelegter Truthahnmägen. Mit korrigierenden Fußnoten von Christiane Rösinger.
In Österreich und mit etwas Verspätung auch in Deutschland sorgte Stefanie Sargnagels Erstling „Binge Living“ für Furore. Die verrückten Erzählungen aus dem Alltag einer Callcenter-Sklavin wurden zum Überraschungsbestseller des österreichischen Buch-Weihnachtsgeschäfts 2013 und von Feuilleton und Hipster- Blogs gleichermaßen gehypet. Nun also das schwierige zweite Werk. Wobei schwierig ist hier eigentlich gar nichts; Sargnagel macht einfach ansatzlos da weiter wo sie mit „Binge Living“ aufgehört hat.