Der 1786 erschienene Roman Le rideau levé, ou l'éducation de Laure ist eines der freizügigsten erotischen Bücher der Aufklärung. Er ist mehr als ein wollüstiges Sittengemälde: er ist ein Aufruf zum zwanglosen Zusammenleben und zur Toleranz, erfindungsreich und offen in der Darstellung sexueller Handlungen. Die phantastische Kombinatorik von Liebesspielen vermeidet jeden koketten Seitenblick auf die Moral; sie ruft nicht, wie es bei einschlägigen Werken dieser Zeit üblich war, in deren Namen heuchlerisch zur Abkehr von den dargestellten Lastern auf, sondern plädiert für sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung.
Honoré Gabriel Riqueti, comte de Mirabeau Bücher
9. März 1749 – 2. April 1791
Dieser Autor war eine führende Figur in der frühen Phase der Französischen Revolution. Trotz eines durch Skandale beschädigten Rufs stieg er zu höchster politischer Bedeutung auf. Als gefeierter Redner setzte er sich für eine konstitutionelle Monarchie nach britischem Vorbild ein. Sein Tod wurde als heldenhaft gefeiert, doch spätere Enthüllungen über seine Bezahlung durch den König führten zu seiner posthum gestellten Schande, was bis heute Debatten über seine Rolle auslöst.






Der Blick hinter den Vorhang, oder, Lauras Erziehung
- 175 Seiten
- 7 Lesestunden
Hic und Hec oder die Stufenleiter der Wollust
- 797 Seiten
- 28 Lesestunden
Der Band entführt in das Frankreich des galanten Zeitalters und beschreibt das Leben eines jungen Mädchens von der ersten Begegnung mit Erotik bis hin zu ausschweifenden Orgien, kurz vor der Französischen Revolution.



