Die mittelhochdeutsche Verserzahlung von Helmbrecht, dem 'verlorenen Sohn' des Meiers (Bauern) Helmbrecht, der gegen den Willen des Vaters seinen Stand verlasst, als Raubritter sein Unwesen treibt und dafur vom Richter durch Verstummelung bestraft, vom Vater verstossen und endlich den von Bauern aufgeknupft wird, liegt hier in neuer Auflage vor. Der Text, in Kurt Ruhs Revision der Ausgabe Friedrich Panzers als Standardausgabe dieses Werkes bewahrt, ist bis auf wenige Stellen unverandert, die Einleitung wurde an einigen Stellen erganzt, Bibliographie und Wort- und Sacherklarungen wurden auf den neuesten Stand gebracht."
Wernher der Gärtner Bücher




Wernher des Gärtners Helmbrecht in neuen Versen
Mit Respekt und einigen Freiheiten in ein anderes Jahrtausend gebracht
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Geschichte um den rücksichtslosen Aufsteiger Helmbrecht verbindet Spannung, Tragik und Humor und zeigt, dass Kunst zeitlos ist. Trotz ihres mittelalterlichen Ursprungs bleibt der Fall relevant und fesselnd, da er durch Fantasie und Kühnheit des Dichters lebendig wird. Diese Erzählung entführt die Leser in eine Welt voller Emotionen und Herausforderungen, die auch nach fast tausend Jahren noch faszinieren kann.
Helmbrecht
Wernher der Gärtner; Göttert, Karl-Heinz – Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur
Die böse Geschichte von Helmbrecht, dem bäuerlichen Parvenü, ist eine mittelalterliche Umkehrung des biblischen Gleichnisses vom verlorenen Sohn. Ein Bauernsohn will unbedingt Ritter werden, lässt sich vom Vater opulent ausstatten, gerät in die Raubritter-Schar eines Burgherren, die das Land terrorisiert. Bei einem wüsten Festgelage werden sie überwältigt und gehenkt – bis auf Helmbrecht, den man geblendet und verstümmelt als Vogelfreien zu seinem Vater zurückschickt. Der weist ihm nur die Tür und übergibt ihn seinen ehemaligen Opfern, den Bauern, die ihn aufknüpfen. Eine Erzählung voll grimmigem Witz, den die neue Übersetzung nicht glättet und abmildert.