Antonia lebt unglücklich verheiratet in Palermo, ihr kleiner Sohn, der einzige Hoffnungsschimmer, wird ihr entzogen. Als mit dem Tod der Nonna Familiendokumente in ihre Hände gelangen, verbringt sie ganze Tage und Nächte über alten Briefen, Zetteln und Fotos – und die Erinnerung spricht: Da war auf der einen Seite der jüdische Großvater, Kunstsammler, der in den Dreißigerjahren aus Wien geflohen ist, auf der anderen eine englische Familiendynastie in Sizilien. Die schwierige Kindheit und Jugend, zwischen Nassau auf den Bahamas, Kitzbühel und London. Der frühe Tod des Vaters. Die Mutter, die sich neu verheiratet und Antonia in Internaten oder bei der Großmutter in Genf deponiert. In Antonias Tagebuch wechseln aufkommende Erinnerungen mit Einträgen über ihren sizilianischen Alltag ab, der immer bedrückender wird. Bis sie schließlich den Mut fasst zu einem ungeheuerlichen Schritt. Gabriella Zalapìs Roman in Tagebuchform verknüpft eine atemberaubende kosmopolitische Familiengeschichte mit der Selbstbehauptung einer jungen Frau. Einfühlsame, fein abgestimmte Einträge und eingestreute Fotos machen die Veränderung greifbar.
Claudia Steinitz Bücher



Der Atlas der Globalisierung Teil I: Die Globalisierung und ihre Folgen -Globales Dorf -Globaler Markt -Hochgerüstete Welt -Technischer Fortschritt und soziale Verwerfungen -Gefährdete Umwelt -Demokratie und sozialer Fortschritt -Umkämpfte Welt Teil II: Schauplätze und Akteure -Hypermacht USA -Der amerikanische Kontinent -Die Europäische Union -Der Osten Europas -Russland und seine Märkte -Japan, der alte ferne Osten -China, das neue Reich der Mitte -Mittel- und Ostasien -Naher Osten und Nordafrika -Subsahara-Afrika --Verzeichnis der Autoren
24 Stunden im Leben einer empfindsamen Frau
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Eben noch waren sie ein liebendes Paar - im Glücksgefühl, füreinander bestimmt zu sein. Da sieht sie, wie ihr Geliebter nach dem Konzert zu einer anderen in die Kutsche steigt und in die Nacht davonfährt. Constance de Salms unsterblicher Briefroman über eine gefühlvolle Frau im Bann einer brennenden Eifersucht erschien erstmals 1824 und beschwört auf ergreifende Weise den Taumel der Liebe. »Mein Lieb, mein Engel, mein Leben, nichts als Aufruhr ist meine Seele, nichts als Verwirrung!« Sie weiß nicht, wie ihr geschieht, als ihr heimlicher Geliebter nach dem Konzert einer Dame etwas ins Ohr flüstert und anschließend zu dieser in die Kutsche steigt. Sie befürchtet das Schlimmste, voll brennender Eifersucht schreibt sie ihm einen Brief nach dem anderen und beschwört ihre einzigartigen Gefühle für ihn. Doch der junge Fürst antwortet nicht. Stattdessen beginnt ein hartnäckiger Verehrer, sie zu bedrängen …