Bookbot

Peter-André Alt

    16. Juni 1960

    Peter-André Alt ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Professor für moderne deutsche Literatur. Seine Forschung konzentriert sich auf die Frühe Neuzeit, die Weimarer Klassik und moderne Autoren. Er widmet sich der Analyse literarischer Werke und legt dabei Wert auf stilistische und thematische Aspekte. Seine Arbeit bietet tiefe Einblicke in die Entwicklung der deutschen Literatur.

    Schiller
    Kafka und der Film
    "Jemand musste Josef K. verleumdet haben ..."
    Aufklärung
    Schiller. Bd.1. Leben, Werk, Zeit. Eine Biographie
    Ästhetik des Bösen
    • Ästhetik des Bösen

      • 714 Seiten
      • 25 Lesestunden

      Das Böse zieht seit der Romantik die Literatur in seinen Bann und wird als ästhetisches Phänomen jenseits moralischer Werte inszeniert. Peter-André Alt untersucht, wie unmoralische Literatur das Böse sichtbar macht und eine andere Geschichte des Schönen erzählt, die die dunkle Seite der europäischen Moderne beleuchtet. Literatur, als einzigartige Kunstform, bringt das Böse in imaginären Szenarien und Figuren zur Anschauung. In mythologischen Figuren und schaurigen Gestalten des Aberglaubens wird es körperlich greifbar; in psychologischen Novellen und Fallgeschichten erhält es emotionale Tiefe; im Drama entfaltet es die unausweichliche Kraft einer verhängnisvollen Dynamik. Erst seit der Romantik befreit sich die Literatur von moralischen Zwängen und entdeckt die ästhetischen Reize des Bösen in Verbrechen, Triebabgründen und Gewalt. Alt analysiert die verschiedenen literarischen Genres und Formen, in denen moderne Texte ihre Faszination für das Böse kultivieren. Von Goethe über E. T. A. Hoffmann, Shelley, Baudelaire, Huysmans, Wilde, George, Kafka bis hin zu Jünger, Genet, Kertész und Littell wird eine Phänomenologie des Bösen erforscht, die bis heute moralische Kontroversen aufwirft.

      Ästhetik des Bösen
      5,0
    • Peter-Andre Alts zweibändige Schiller-Biographie bietet eine wissenschaftlich fundierte Darstellung des Lebens und Werkes des deutschen Klassikers im Kontext der Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts. Sie beleuchtet Schillers Freundschaften, literarische Konflikte und seine Leidenschaft für die Literatur.

      Schiller. Bd.1. Leben, Werk, Zeit. Eine Biographie
      4,7
    • Aufklärung

      • 348 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Literatur von 1730 bis 1780. Der Band bietet eine umfassende Einführung in die Literatur der deutschen Aufklärung. Er analysiert die dichtungstheoretische Entwicklung und gibt einen Überblick über die poetischen Gattungen von Gottsched bis Lessing. Dabei behandelt er die bedeutendsten Werke und Autoren der Epoche im Zusammenhang mit den ideen-, sozial- und mentalitätsgeschichtlichen Strömungen dieser Zeit.

      Aufklärung
      4,6
    • Der erste Satz ist bekanntlich der schwierigste - und der wichtigste. Er muss den Leser verführen und verrät meist mehr, als wir bei der ersten Lektüre wahrnehmen. Manchmal enthält er im Kern schon die ganze folgende Geschichte. Peter-André Alts lustvoller Streifzug durch die Weltliteratur führt an großen Texten von der Antike bis zur Gegenwart vor, wie deren Anfänge jenen Pakt mit dem Leser schließen, der die erste Neugier in andauernde Leselust verwandelt. "Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen." "Jemand musste Josef K. verleumdet haben..." Manche erste Sätze der Weltliteratur sind so berühmt geworden, dass man sie kennt, auch wenn man das Werk nie gelesen hat. Die Anfänge von Romanen und Erzählungen gewinnen uns, indem sie überraschen oder überwältigen, schmeicheln, erschrecken, verlocken oder erregen. Sie können Spannung erzeugen, Stimmungen hervorrufen, die Protagonisten zum Leben erwecken oder ihre Leser an Ort und Zeit des Geschehens entführen. In vielstimmigen Tonlagen - ironisch, pathetisch, bekenntnishaft oder dunkel - leiten sie in die folgende Geschichte ein. Peter-André Alts funkelnd-luzider Essay über die Poesie des Anfangs zeigt das an 249 Beispielen von Homer bis Peter Handke, von Tolstoi bis Paul Auster. Sein Buch bietet Literaturgeschichte in a nutshell und ist selbst eine große Verführung zum Lesen.

      "Jemand musste Josef K. verleumdet haben ..."
      4,5
    • Kafka und der Film

      Über kinematographisches Erzählen

      • 237 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Daß Franz Kafka ein passionierter Kinogänger war, dokumentieren seine Briefe und Tagebücher. Bisher hat man jedoch übersehen, wie stark auch seine literarische Arbeit durch die Wahrnehmungs- und Darstellungsformen des Films bestimmt wurde. Peter-André Alt zeigt verschiedene Formen von Kafkas kinematographischem Erzählen, die in den Techniken der Bildverknüpfung, der Verwendung konkreter Motive, den Sehperspektiven, der Körpersprache der Figuren und den dramaturgischen Mustern seiner Geschichten zutage treten. So erschließt sich ein verblüffendes Panorama literarischer Ausdrucksformen, in denen Kafka die Bewegungsfolgen und Kameraeinstellungen, die Stoffe und die Mythen des frühen Kinos adaptiert. Der Autor präsentiert zahlreiche Funde, die es erlauben, Kafka neu zu lesen. Zu ihnen gehört auch die Identifizierung des realen Vorbildes für das Schloß, das sein letzter Roman beschreibt; von ihm führt eine bisher unbekannte Spur zu , einem der berühmtesten Stummfilme der Kinogeschichte

      Kafka und der Film
      4,0
    • Tragödie der Aufklärung

      • 350 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Das Buch verfolgt die wichtigsten Stationen in der Geschichte des deutschen Trauerspiels von Gottsched bis Schiller. Es untersucht die Wirkungsansprüche der aufgeklärten Tragödienpoetik, beschriebt anhand exemplarischer Interpretationen den tiefgreifenden Umbruch im Übergang vom klassizistisch-heroischen Drama zum bürgerlichen Trauerspiel und bietet einen Ausblick auf die Entwicklung der Tragödie nach 1800. Vermittelt werden auf diese Weise grundlegende Einsichten in eine der wichtigsten Phasen der deutschen Literaturgeschichte, ohne deren Kenntnis sich auch der Wandel des Dramas im 19. und 20. Jahrhundert nicht angemessenen analysieren läßt.

      Tragödie der Aufklärung
      4,0
    • Franz Kafka gilt als einer der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, dessen Werk das Dunkle und Mehrdeutige verkörpert und als Muster der ästhetischen Moderne angesehen wird. Diese Biographie verknüpft Kafkas Leben und literarische Schaffen mit den kulturellen Strömungen zwischen 1880 und 1920. Kafkas künstlerische Individualität wird im Kontext europäisch-jüdischer Traditionen neu interpretiert, als Ausdruck eines ewigen Sohnes, der sich inmitten aller Überlieferungen sieht. Er betrachtete Leben und Schreiben als Einheit, die seine Identität prägte, wobei sein fragiler Selbstentwurf eng mit den Höhen und Tiefen seines literarischen Schaffens verbunden war. Peter-André Alts Biographie verbindet die Lebensgeschichte mit tiefgehenden Interpretationen von Kafkas Werk und dessen psychologischen Grundlagen. Sie beleuchtet Kafkas Rolle als Zeitbeobachter und untersucht seine Beziehungen zur Prager deutschen Literatur, zur europäischen Moderne, Psychoanalyse, Zionismus, Philosophie sowie zur jüdischen Geistestradition. Der Autor wird als Flaneur, Einsamer, Reisender, Ängstlicher, Asket und Liebender präsentiert. Kafkas Vita wird nicht als Quelle, sondern als Spiegel seiner literarischen Arbeit verstanden, wodurch die Welt seiner Erzählungen und Romane in den Linien seines Lebensentwurfs eine fesselnde und unheimliche Konsequenz erhält.

      Franz Kafka : der ewige Sohn : eine Biographie
      4,2
    • Friedrich Schiller ist ein moderner Klassiker. Das Buch von Peter-André Alt führt in Schillers literarische und geistige Welt ein. Es präsentiert den Dramatiker und Theaterkenner, den Lyriker und Erzähler, den Historiker und Philosophen. Schiller wird auf diese Weise als Zeitgenosse aller Epochen sichtbar - als Autor, dessen Texte immer wieder neu gelesen und gedeutet werden können.

      Friedrich Schiller
      3,7
    • Sigmund Freud

      Der Arzt der Moderne

      • 1036 Seiten
      • 37 Lesestunden

      Kaum jemand hat ein ganzes Zeitalter durch sein Denken so tiefgreifend verändert wie Sigmund Freud. Nach Freud träumen und lieben, denken und phantasieren wir anders. Diese grandiose Biographie schildert Freuds Leben und die Entwicklung der Psychoanalyse als großen Roman des Geistes. Wien im sinkenden 19. Jahrhundert: Eine bessere Kulisse für die Seelenleiden des modernen Menschen, für seine Existenzlügen und zerbrechenden Selbstbilder, als die prachtvoll morbide Hauptstadt des k. u. k.-Reiches ist kaum vorstellbar. Hier arbeitet der Nervenarzt Sigmund Freud an seinen bahnbrechenden Theorien zu Sexualität und Neurose, Traum und Unbewusstem, Familie und Gesellschaft, Märchen und Mythos. Peter-André Alt erzählt, gestützt auf unveröffentlichtes Material, von der Bewegung der Psychoanalyse, ihrem Siegeszug und ihren Niederlagen, und er portraitiert Freud als selbstkritischen Dogmatiker und wissenschaftlichen Eroberer, als jüdischen Atheisten und leidenschaftlichen Familienvater, als eminent gebildeten Leser und großen Schriftsteller, nicht zuletzt als einen Zerrissenen, der die Nöte der Seele, von denen die Psychoanalyse befreien sollte, selbst aus dunkler Erfahrung kannte.

      Sigmund Freud
      3,0