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Karl Ove Knausgård

    6. Dezember 1968

    Karl Ove Knausgård ist für seine eindringliche Auseinandersetzung mit dem Alltag und der menschlichen Psyche bekannt. Seine Schriften tauchen tief in persönliche Erfahrungen ein und erforschen komplexe Beziehungen und existenzielle Themen. Knausgårds Stil ist sowohl intim als auch episch und ermöglicht es den Lesern, eine tiefe Verbindung zu seinen Charakteren und ihren Welten aufzubauen. Sein autobiografisches Werk ist zu einem literarischen Phänomen geworden, das kulturübergreifend Anklang findet.

    Erfahrung und Erforschung. Literatur und ihre Welten
    Morgenstern-Serie - 3: Das dritte Königreich
    Im Frühling
    Leben
    Das dritte Königreich
    Träumen
    • 14 Jahre verbrachte Knausgård in Bergen, bevor er aus der norwegischen Küstenstadt regelrecht nach Stockholm floh, als ginge es ins Exil. Es waren Jahre, in denen er so unermüdlich wie erfolglos versuchte, Schriftsteller zu werden, in denen schließlich seine erste Ehe scheiterte, in denen sich Momente kurzer Glückgefühle mit jenen tiefster Selbstverachtung die Hand gaben, in denen sich Demütigungen und Höhenräusche ebenso schnell abwechselten wie selbstzerstörerische Alkoholexzesse und erste künstlerische Erfolge. Dabei hatte es am Anfang so gut ausgesehen, dieses Leben in Bergen. Dem jungen Knausgård schien die Welt offenzustehen, all seine Träume schienen sich zu erfüllen. Er hatte einen Studienplatz an der Akademie für Schreibkunst bekommen, endlich eine Freundin gefunden ...

      Träumen
      4,5
    • Leben

      Roman

      Der literarische Superstar aus Norwegen. Es ist eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung. Das Abitur hat er in der Tasche, die Eltern haben sich getrennt, die Begegnungen mit dem Vater sind spannungsgeladen, die ersten Schritte hinein in ein selbstbestimmtes Leben begleitet von Alkoholräuschen, die der junge Karl Ove in seiner Not immer öfter sucht, weil er diese mit einem Gefühl von Freiheit verbindet – verheißen sie ihm doch Befreiung von all den Komplexen, Unsicherheiten und Nöten, die ihn plagen und noch lange Jahre plagen werden. Lebenslust sieht anders aus. Unschlüssig, was er mit seinem Leben beginnen soll, beschließt Knausgård ein Jahr als Aushilfslehrer an eine Dorfschule nach Nord-Norwegen zu gehen.

      Leben
      4,4
    • Im Frühling

      • 256 Seiten
      • 9 Lesestunden

      „Ich habe gerade dieses Buch für dich beendet. Was im Sommer von vor drei Jahren passierte, und die Nachwehen davon, ist alles längst vorbei. Manchmal tut es weh zu leben, aber es gibt immer etwas, wofür es sich zu leben lohnt.“ Ein Tag im Frühling. Ein Tag zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Geprägt vom Anfang des Lebens, von Aufbruch und Licht, aber auch von Dunkelheit und Beschwernis. Ein Vater und seine neu geborene Tochter - auf dem Weg durch eine Landschaft voller Fülle, die das Schwere noch in sich birgt. Ein Roman, geschrieben wie ein einziger Liebesbrief an eine Tochter und an das Leben.

      Im Frühling
      4,3
    • In Norwegen herrscht eine drückende Sommerhitze, und die Tage ziehen sich endlos. Syvert, ein Bestatter, bemerkt, dass immer weniger Todesfälle gemeldet werden, was ihn beunruhigt. Gleichzeitig ist die neunzehnjährige Line in Valdemar, den charismatischen Frontmann einer legendären Band, verliebt und wird in eine geheimnisvolle, zugleich beängstigende Welt hineingezogen. Ihre Erfahrungen überschneiden sich mit denen des Polizisten Geir, der einen makabren Dreifachmord untersucht und eine ungewöhnliche Theorie entwickelt, über die er mit niemandem sprechen kann. Tove, eine fragile Künstlerin, scheint mehr zu verstehen als die anderen. Ihre Werke sind von den dunklen Strömungen aus Sexualität und Tod in den Volksmärchen inspiriert. Eines Tages hört sie eine Stimme, die sie herausfordert. Die Geschichte wird durch das plötzliche Erscheinen eines neuen Sterns am Himmel ausgelöst, unter dem die Menschen ihr Leben wie gewohnt führen, während sich die Welt um sie herum wandelt. Es geht um das Unbegreifliche, das große Drama des Lebens, betrachtet durch die Linse des Alltäglichen, und um die Konsequenzen, wenn dunkle Kräfte entfesselt werden.

      Morgenstern-Serie - 3: Das dritte Königreich
      4,3
    • Karl Ove Knausgård und Judith Schalansky hielten 2019 Vorlesungen an der Tübinger Poetik-Dozentur. Knausgård beschreibt seinen Schreibprozess, indem er sagt, dass er bereits zweihundert Seiten verfasst hat, ohne zu wissen, worum es in dem Buch geht, aber er hat eine klare Vorstellung, was es behandeln soll. Die Herausforderung für ihn als Schriftsteller besteht darin, die subjektive Welt des eigenen Ichs so darzustellen, dass sie für andere zugänglich und als Zugang zur Realität verständlich wird. Im Kontrast dazu steht Schalanskys Schreibstil, der durch intensive Recherche und die Verdichtung von Wissen geprägt ist. Sie thematisiert das Unsichtbare und Vergängliche und erstellt ein erzählerisches Verzeichnis von Dingen und dem Wissen, das im Laufe der Geschichte verloren ging. In ihrer Vorlesung äußert sie, dass die Vorstellung, das Leben in Literatur zu verwandeln, für sie absurd und lächerlich erscheint. Sie sieht Literatur nicht als etwas, das erfunden werden muss, sondern als etwas, das nicht zwingend auf eigenen Erfahrungen basiert. Diese Perspektive hat ihr geholfen, selbst zu schreiben, und sie betrachtet ihre Arbeit vor allem als Forschung.

      Erfahrung und Erforschung. Literatur und ihre Welten
      4,4
    • Über das Schreiben eines Romans - und die Verbindung zwischen Himmel und Erde, dem Alltäglichen und dem Fantastischen, dem Göttlichen und dem Teuflischen. Als Karl Ove Knausgård im Dezember 2019 seine zwei Vorlesungen zur Tübinger Poetik-Dozentur hielt, war sein neuer Roman »Der Morgenstern« noch im Entstehen - wie auch (noch unbemerkt) die Pandemie. Prophetisch und programmatisch mutet an, was er in seiner zweiten Vorlesung vorträgt: »Lawrence Durell sagte einmal, ein Kunstwerk zu erschaffen, heiße, sich ein Ziel zu setzen und anschließend im Schlaf dorthin zu wandeln. Das habe ich getan, ich habe mir zwei Ziele gesetzt und nun bin ich schlafend auf dem Weg in dieser Richtung. Bei meinem ersten Ziel geht es um ein Gefühl, das mich seit längerem umtreibt, dass die Zukunft nicht mehr existiert, weil die Jetztzeit uns in Formen vermittelt wird, die so fest sind und so auf Wiederholung basieren, dass das Zukunftsartige an der Zukunft, Ihre Unvorhersehbarkeit, verschwunden ist, ähnlich einem Fluss, der in eine Röhre verlegt wird. Bei meinem zweiten Ziel geht es darum, dass wir uns von der Natur abgewendet haben. Wie schreibt man darüber einen Roman?«

      Der Roman ist die Form des Teufels
      4,3
    • Der Wald und der Fluss

      Über Anselm Kiefer und seine Kunst

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Es gibt Menschen, die auf solche Weise bekannt sind, dass man niemals damit rechnet, ihnen zu begegnen, sie scheinen in einer anderen Welt zu existieren. Karl Ove Knausgård ist dem Künstler Anselm Kiefer an vielen Orten auf der Welt begegnet, unter anderem in Donaueschingen, seinem Geburtsort, und in dem gigantischen Atelier Kiefers in Paris, in dem er lebt und arbeitet. Er hat mit Kiefer über seine Kunst gesprochen, getrieben vom Wunsch und dem Bemühen, zu verstehen, was diese Kunst bei uns bewirkt, wenn wir sie betrachten, und woraus sie ihre Inspiration bezieht. Wie können Bilder ohne Menschen aufgeladen sein mit dem Menschlichen? Wie kann eine leere Landschaft aufgeladen sein mit Geschichte? Wie sieht sie eigentlich aus, die Beziehung zwischen der Kunst und dem Künstler? Und wer ist Anselm Kiefer? Ausstattung: vierfarbige Abbildungen

      Der Wald und der Fluss
      4,0
    • Kämpfen

      Roman

      • 1280 Seiten
      • 45 Lesestunden

      In „Kämpfen“, dem fulminanten Abschluss des sechsbändigen autobiographischen Projektes von Karl Ove Knausgård, findet sich alles, was schon die ersten fünf Bände zu einem Ereignis machte, und geht noch einmal weit darüber hinaus. Geschrieben nach dem sensationellen Erfolg der Vorgängerbände in Norwegen, dem darauf folgenden Skandal auf Grund der Preisgabe von vermeintlich Intimem, radikalisiert Knausgård seine schonungslose Methode noch einmal und treibt sie bis zu einer äußersten Schmerzgrenze. Ein künstlerischer Triumph, ein Vordringen zum Kern des Menschlichen zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

      Kämpfen
      4,2
    • Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit

      Roman

      • 1056 Seiten
      • 37 Lesestunden

      Ist das menschliche Leben wirklich das Zentrum der Welt? In diesem neuen Roman von Karl Ove Knausgård, der in Verbindung zu seinem letzten Werk steht, werden grundlegende Fragen über das Leben und seine Bedeutung aufgeworfen. Die Geschichte beginnt 1986 im Süden Norwegens, als der junge Syvert Løyning nach seinem Militärdienst zu seiner Mutter und seinem Bruder zurückkehrt. Während in Tschernobyl ein Atomreaktor explodiert und Norwegen von einer Regierungskrise erschüttert wird, fühlt sich Syvert verloren und fragt sich, was die Zukunft für ihn bereithält. Eine nächtliche Vision von seinem toten Vater weckt in ihm das Gefühl, dass dieser ihm eine wichtige Botschaft übermitteln möchte. Verwirrt durchforstet Syvert die Hinterlassenschaften seines Vaters und entdeckt ein verborgenes Leben, das bis in die Sowjetunion reicht. Dies führt zu Alevtina, einer russischen Wissenschaftlerin, die Jahre später mit ihrem Sohn nach Samara reist, um den achtzigsten Geburtstag ihres Vaters zu feiern, ohne zu ahnen, dass sie bald Besuch aus Norwegen erhalten wird. Ihre alte Freundin Vasilisa, eine Lyrikerin, schreibt über den Glauben an ein ewiges Leben und verknüpft damit die verschiedenen Lebensstränge der Charaktere.

      Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit
      4,1