Die kritische Auseinandersetzung mit der Sammlungsgeschichte des Kunstmuseums Basel beleuchtet einen entscheidenden Moment, als 1937 im Rahmen der nationalsozialistischen Kulturpolitik tausende Werke moderner Kunst als „entartet“ diffamiert und aus deutschen Museen entfernt wurden. Werke, die das NS-Regime als „international verwertbar“ einstuft, wurden kurz vor dem Zweiten Weltkrieg gegen Devisen ins Ausland verkauft. Der damalige Museumsdirektor Georg Schmidt erwarb 1939 das Gemälde „Tierschicksale“ von Franz Marc sowie 20 weitere bedeutende Werke der Klassischen Moderne für Basel. Der Katalog dokumentiert die Geschehnisse, beginnend mit den Beschlagnahmungen in deutschen Museen, und erläutert die historischen Zusammenhänge. Die Akteure der Institutionen und des Handels werden vorgestellt, während der kulturpolitische Gewaltakt des NS-Regimes offengelegt wird, der die Moderne in „verwertbare“ und der Vernichtung oder dem Vergessen preisgegebene Kunst spaltete. Beiträge zur Auktion der Galerie Fischer in Luzern, zum Vorgehen Georg Schmidts und zur Einordnung der Ankäufe in die Basler Sammlungsgeschichte heben spezifische Schweizer Aspekte hervor. Das Kunstmuseum Basel gilt als die älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt.
Kunstmuseum Basel Reihenfolge der Bücher




- 2022
- 2013
Jakob Christoph Miville 1786–1836
Ein Basler Landschaftsmaler zwischen Rom und St. Petersburg
- 336 Seiten
- 12 Lesestunden
Jakob Christoph Miville (1786–1836) was an artist based in Basel, but he produced drawings and paintings around the world. A sojourn in Rome and travels to the Alps influenced his early heroic landscapes, but it was not until he went to Russia (1809–17) that he discovered his own sense of nature. The vast landscapes he found in the Crimea and the Caucasus inspired his development as a Romantic landscape painter. The extensive material he brought back to his hometown also formed the foundation for his paintings in Switzerland. In collaboration with the Stiftung für Kunst des 19. Jahrhunderts in Olten, the Kunstmuseum Basel has produced the first extensive volume devoted to Miville and his immediate artistic environment; the book assembles drawings and paintings from both Swiss and Russian collections. Exhibition Kunstmuseum Basel November 16, 2013–February 16, 2014
- 2010
Nach einer erfolgreichen Karriere als Werbegrafiker entschloss sich Andy Warhol (1928–1987) in den frühen 1960er-Jahren zur freien künstlerischen Tätigkeit. Sein Fokus blieb dabei die Welt des Konsums und der Massenindustrie. Die Publikation beleuchtet die entscheidenden Anfangsjahre des Malers und Zeichners Andy Warhol von 1961 bis 1964. In dieser Zeit ersetzte Warhol schrittweise eine individuelle Bildsprache durch bereits mediatisiertes und damit kollektives Bildmaterial sowie mechanische Bildverfahren. Grundlegende Kategorien der Moderne wurden damit infrage gestellt. Die Publikation veranschaulicht diesen Prozess anhand zahlreicher Beispiele wie den berühmten Campbell’s Soup Cans und Dollar Bills sowie den Star-Serien von Elvis und Liz, den Death & Disaster-Bildern oder der Flowers-Serie von 1964. Durch die Konzentration auf das zeichnerische und malerische Werk der frühen Jahre wird die weitreichende kunsthistorische Bedeutung dieses Œuvre sichtbar. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-2651-1) Ausstellung: Kunstmuseum Basel 5.9.2010–23.1.201
- 2001