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Christoph Stötzl

    Morgens um sechs bei Haubentaucher & Co.
    • 2014

      Er hat bedeutende Beiträge zur Wissenschaft geleistet, herausragende Ausstellungen organisiert und bedeutende Museen gegründet und geleitet. Auch die politische Verantwortung scheute er nicht, was für Kulturmenschen ungewöhnlich ist. Zudem leitete er Zeitungsredaktionen und produzierte Sendungen für Funk und Fernsehen. Trotz seines beeindruckenden Spektrums an Tätigkeiten ist die Vorstellung, ihn als Mann der Macht in sterilen Konferenzzimmern zu sehen, irreführend. Stattdessen zeichnet ihn eine vorurteilslose Beweglichkeit, ein ironisches Verhältnis zu Rollenmustern und eine wache, heitere Neugierde aus. 2009/10 schlüpfte er in die Rolle eines Kolumnisten, der ein Jahr lang täglich von seinen Erlebnissen und Gedanken bei Streifzügen durch Berlin berichtete. Das Spektrum seiner Erlebnisse ist erstaunlich: Er besuchte Baumärkte, Parteitage, Kleingartenkolonien und sogar eine Reptilienmesse. Er sprach mit Bettlern und Kanzlern, beobachtete Katzen und erforschte die Geschichten herrenloser Schuhe. Oft brach er früh auf, um das Gesicht der Welt am Morgen zu entdecken. Seine Texte, die er Flanierstücke nennt, erinnern an die alte Feuilletonkultur, die der spielerischen Beobachtung und deren geistvoller Formulierung Wert beimaß. Stölzl teilt die überraschendsten Geschichten des Lebens mit, jenseits gängiger Meinungen. Mit nur 2500 Zeichen pro Text bietet er ein Fest an Prägnanz, Scharfsinn und rascher Auffassung, in dem auch Poesie

      Morgens um sechs bei Haubentaucher & Co.