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Jörg Schädlich

    Insolvenzverfahren über das Vermögen natürlicher Personen
    Die objektiven und subjektiven Voraussetzungen der Insolvenzantragspflicht (§ 15a Abs. 1 InsO)
    • Die bis 2008 spezifisch geregelte Insolvenzantragspflicht wurde durch das MoMiG in der Insolvenzordnung rechtsformneutral gestaltet. Das Problem der subjektiven Voraussetzungen bleibt ungelöst, insbesondere die Frage, ob die Kenntnis von Vertretungsorganmitgliedern über Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung Voraussetzung für die Antragspflicht ist. Diese Thematik hat erhebliche Auswirkungen auf die Haftung der Mitglieder und beeinflusst die Krisenberatung insolventer Unternehmen. Geschäftsleiter stehen vor Zielkonflikten: Eine vorzeitige Antragstellung kann Schadensersatzansprüche der Gesellschaft nach sich ziehen, während eine verspätete Antragstellung Ansprüche von Gläubigern zur Folge haben kann. Die unklare Rechtslage erschwert die Definition der Handlungsanforderungen an Mitglieder von haftungsbeschränkten Gesellschaften vor einer möglichen Insolvenz. Fragen zur zeitlichen Korrelation zwischen Insolvenzantragspflicht und der Dreiwochenfrist, zur Kenntnis von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung sowie zur Differenzierung zwischen diesen Begriffen sind zentral. Auch die Unterscheidung zwischen Auszahlungsverbot und allgemeiner Antragspflicht sowie Unterschiede nach Gesellschaftsformen spielen eine Rolle. Der Autor entwickelt subjektive Kriterien für die Insolvenzantragspflicht im Fahrlässigkeitsbereich und legt Maßstäbe für die rechtlichen Folgen dar.

      Die objektiven und subjektiven Voraussetzungen der Insolvenzantragspflicht (§ 15a Abs. 1 InsO)
    • Das Insolvenzverfahren über das Vermögen natürlicher Personen betrifft eine breite Palette von Schuldnern, von Verbrauchern mit einer einzigen Verbindlichkeit bis hin zu großen Einzelunternehmern mit zahlreichen Filialen und Mitarbeitern. Jährlich werden bundesweit über 100.000 neue Verfahren eröffnet. Die Insolvenzordnung, die vor etwa 15 Jahren in Kraft trat, ist weiterhin im Wandel. Seit dem 1.7.2014 gibt es eine neue Insolvenzrechtsform, die die Verfahren für Verbraucher an das Regelinsolvenzverfahren angleicht, den Zeitraum bis zur Restschuldbefreiung verkürzt und die Rechte der Gläubiger stärkt. Dieses Buch erläutert die wesentlichen Grundlagen des Insolvenzverfahrens für natürliche Personen anhand des typischen Ablaufs in verständlicher Weise. Es bietet besonders denjenigen, die nicht ausschließlich im Insolvenzrecht tätig sind, einen kompakten Zugang zu dieser komplexen Materie. Die Inhalte umfassen die formellen und materiellen Voraussetzungen des Verfahrensablaufs, die Wirkung der Verfahrenseröffnung, das Restschuldbefreiungsverfahren, die Verfahrenskostenstundung sowie die Grundzüge der Insolvenzanfechtung und des Insolvenzplans.

      Insolvenzverfahren über das Vermögen natürlicher Personen