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Marlies Krainz-Dürr

    Grenzen überschreiten in Bildung und Schule
    Studien zur Bildungsforschung und Bildungspolitik: Wie kommt Lernen in die Schule?
    • Studien zur Bildungsforschung und Bildungspolitik: Wie kommt Lernen in die Schule?

      Zur Lernfähigkeit der Schule als Organisation

      • 360 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Die zentrale Fragestellung der Arbeit ist, ob und auf welche Weise Schulen als Organisationen lernen können. Diese Fragestellung mag zunächst paradox anmuten, da Schule per Definiton als Einrichtung gedacht ist, in der Lernen stattfindet, doch ist das Referenzsystem dieses Lernens das Individuum und nicht das Kollektiv. Die Ausgangsthese ist, daß Schulen aufgrund ihrer besonderen Organisationsform Schwierigkeiten haben zu lernen. Das Buch gliedert sich in drei Teile: Auf eine organisationstheoretische Einleitung folgen drei Fallstudien, die Entwicklungsprojekte an höchst unterschiedlichen Schulen verfolgen und wiedergeben. Die Studien verstehen sich als qualitative Forschung mit Hilfe von Tiefeninterviews und teilnehmender Beobachtung sowie im Falle des dritten geschilderten Entwicklungsprojektes (das die Autorin über zwei Jahre beratend begleitet hat) als Aktionsforschung zweiter Ordnung. Das in den Studien gewonnene Datenmaterial wird im dritten Teil der Arbeit einer ausführlichen vergleichenden theoretischen Analyse unterzogen. Hier wird vor allem jenen Kooperations- und Organisationsthemen breite Aufmerksamkeit geschenkt, die Entwicklungen an Schulen strukturell erschweren. Die Arbeit schließt mit einigen Hypothesen über Erfolgsvoraussetzungen organisationalen Lernens. Sie können als „kritische“ Erfolgsfaktoren von Schulentwicklung gelesen werden.

      Studien zur Bildungsforschung und Bildungspolitik: Wie kommt Lernen in die Schule?
    • Wenn in Schule und Bildung Grenzen zu überschreiten sind, dann sind damit nicht nur sprachliche und geographische gemeint. Das Buch stellt auch andere Barrieren in Frage: soziale Ausgrenzungsmechanismen, die Vorstellung, wonach Lerngruppen möglichst homogen zu sein haben, die strikte Aufteilung des Stoffes nach Lerngegenständen, die Unterscheidung zwischen schulischer und außerschulischer Bildung, zwischen Behinderung und Nichtbehinderung. Differenzen sollen nicht nivelliert, sondern als Chance begriffen werden. Geographischer Ausgangspunkt ist der Raum Klagenfurt –Ljubljana – Trieste, in dem sich drei Kulturen begegnen. Thematisch befassen sich die wissenschaftlichen Beiträge u. a. mit Spracherwerb, interaktiven und interdisziplinären Lernstrategien, dem Umgang mit neuen Medien, der Aus- und Weiterbildung von LehrerInnen, strukturellen Fragen des Bildungswesens und Auswirkungen von Globalisierungsprozessen. Um die Vielsprachigkeit zum Ausdruck zu bringen, wurden alle Beiträge in den Originalsprachen belassen und mit einem englischen Abstract versehen.

      Grenzen überschreiten in Bildung und Schule