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Johanna Herzfeldt

    Johanna Herzfeldt war eine deutsche Sinologin und Übersetzerin, die zahlreiche bedeutende Werke der chinesischen Literatur für Verlage in der DDR ins Deutsche übertrug. Ihre Arbeit eröffnete deutschsprachigen Lesern den Zugang zum reichen Erbe der chinesischen Literatur. Durch ihre Übersetzungen und sinologischen Forschungen trug Herzfeldt maßgeblich zu einem tieferen Verständnis der chinesischen Kultur im deutschsprachigen Raum bei.

    Morgenblüten - Abends gepflückt
    Das chinesische Dekameron
    • »Ihre Liebe reichte tiefer als das Meer, ihre Treue war dem Himmel näher als der höchste Berggipfel.« Märchenhaft und anmutig wird in den zehn Geschichten des Chinesischen Dekamerons von der Liebe, ihren Verstrickungen und Spielarten erzählt. Sie entführen in eine fremde Welt voller Andeutungen und Geheimnisse, die Mehrdad Zaeri in seinen exotisch anmutenden Illustrationen treffend aufnimmt und weiterspinnt. Die Erzählungen in diesem Band stammen aus der frühen Ming-Dynastie, einer Zeit, in der in Deutschland die Reformation begann. Sie handeln von dem alten Menschheitsthema Liebe, von der List liebender Paare, vom Lohn für opfervolle Treue, von der Strafe für die Herzlosen. Glück und Not, Treue und Verrat sind im menschlichen Miteinander universell, doch wird der Leser hier in eine entlegene Wirklichkeit entführt, und das Besondere im Allgemeinen gerät in den Blick. Wie alle Volksbücher, so appeliert auch dieses an die Herzen der Menschen. Dabei beschränkt sich das Chinesische Dekameron auf Andeutungen, die aber dem Leser viel Raum für die eigene Fantasie lassen. Der persisch-deutsche Künstler Mehrdad Zaeri hat dazu von leichter Hand Skizzen gefertigt und diese am Computer zu farbkräftigen Illustrationen ausgearbeitet. Mit seinem eindringlichen Stil trifft er den Ton der Erzählungen aufs Beste und hat eine Bilderwelt geschaffen, die das Buch zu einem bibliophilen Vergnügen macht.

      Das chinesische Dekameron
      5,0