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Kurt-Peter Gertz

    GOTT in der modernen Kunst
    MARIA in der modernen Kunst
    Für einen Augenblick verweilt das universale Licht
    Mit Mack durchs Kirchenjahr
    • Mit Mack durchs Kirchenjahr

      • 96 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Die Kapelle im ehemaligen Collegium Marianum in Neuss wurde in den 80er Jahren von Heinz Mack gestaltet, einem renommierten Künstler und Mitbegründer der ZERO-Gruppe, bekannt für seine spektakulären Environments. Mack, ein philosophisch gebildeter Künstler, setzte sich intensiv mit Licht und Schönheit auseinander und trat in einen Dialog mit zeitgenössischen Künstlern. Unterstützt von Monsignore Johannes Börsch als theologischen Berater, schuf Mack nicht nur den Raum, sondern auch alle Einzelobjekte, was zu einem Gesamtkunstwerk führte, das seine einzigartige Handschrift trägt. Macks Verständnis von Schönheit wird in seinem Zitat deutlich: "Für mich ist die Schönheit in der Kunst die eigentliche conditio sine qua non, der höchste Anspruch, der nie ganz erfüllt, aber erstrebt werden kann." Dieses Gesamtkunstwerk wurde vielseitig rezipiert, und ein eigener Verein fördert seine Besonderheiten. Kurt-Peter Gertz verbindet in seiner Publikation Kunst und Theologie, indem er durch das Kirchenjahr führt und monatliche Festtage mit entsprechenden Kunstwerken verknüpft. Er beleuchtet sowohl den theologischen Hintergrund als auch Macks Intention, ohne den Künstler kirchlich zu vereinnahmen. Gertz’ Texte aus Predigten und Meditationen bieten vielfältige Informationen und ermöglichen dem Leser, eigene Zugänge zu diesem Kunstwerk zu finden.

      Mit Mack durchs Kirchenjahr
    • Für einen Augenblick verweilt das universale Licht

      Die 10 Fenster von Heinz Mack im ehemaligen Collegianum Marianum Neuss

      Das Erzbischöfliche Collegium Marianum in Neuss wurde in den 1980er Jahren umfassend saniert, wobei die Gestaltung der Hauskapelle den Abschluss und Höhepunkt bildete. Diese Kapelle ist das Herzstück des Hauses, da die Bewohner, die aus verschiedenen Regionen Deutschlands stammen, an Neusser Schulen die Hochschulreife erlangen wollten, um einen geistlichen Beruf zu ergreifen. Der damalige Kölner Künstlerseelsorger Dr. Friedhelm Hofmann, ein ehemaliger Schüler des Marianum, schlug vor, den Zero-Künstler Heinz Mack mit der Neugestaltung der Kapelle zu beauftragen. Nach intensiven Gesprächen über Theologie und Ikonographie, etwa zur Darstellung von Adam und Eva, wurde die neu gestaltete Kapelle am 8. Mai 1988 feierlich eingeweiht. Der Nullpunkt (Zero) in der Kunst ist das Licht, das im christlichen Glauben Gott selbst repräsentiert. Diese "Lichtwerdung" wird in den fünf Schöpfungsfenstern der Kapelle veranschaulicht, die von der Erschaffung der Urelemente bis zur Erschaffung des Menschen reichen.

      Für einen Augenblick verweilt das universale Licht
    • In diesem Bild- und Textband werden 30 Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern der Moderne präsentiert, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Gott auseinandersetzen: ästhetisch (Rodin), grotesk (Kubin), expressiv (Caspar), bibelgemäß (Rohlfs), konzentriert (Kirchner), monströs (Pechstein), heroisch (Barlach), symbolisch (Campendonk), parodistisch (Klee), kalligraphisch (Grieshaber), mythisch (Nolde), autobiographisch (Beckmann), mystisch (Molzahn), phantastisch (Fuchs), innovativ (Teuwen), kontrastierend (Chagall), ironisch (Magritte), evolutiv (Dalí), dämonisch (Baselitz), assoziativ (Nevelson), doppeldeutig (Naschberger), lichtvoll (Mack). Obwohl das Lexikon der christlichen Ikonographie feststellt, dass das Bild des Gottvaters in der Kunst des 20. Jahrhunderts verschwunden ist, sind Darstellungen Gottes in den letzten 100 Jahren selten. Aus 30 Bildbeispielen werden 20 ausführlich behandelt, 10 in kürzeren Analysen vorgestellt. Die Auswahl basiert auf den Stichworten Gott, Schöpfer oder Vater in den Titeln der Künstler oder auf Bibeltexten, die eine Verbindung zum Thema Gott schaffen, wie Schöpfung oder Apokalypse. Zudem wird die Dreifaltigkeits-Symbolik in einigen Werken deutlich, während bei Magritte ein traditionelles Gottesbild erkennbar ist. Eine Ausnahme bildet Noldes „Der große Gärtner“, das ein religiöses Weltprinzip andeutet.

      GOTT in der modernen Kunst