Ein Tag unter der Erde mit der Bergarbeiterin Selima. Nach einem Verkehrsunfall lernt Behka in der Tierarztpraxis Muharem kennen. Als Mozart verkleidet verticken Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien in Wien Konzertkarten. Ein Wasserrohrbruch wird zum Anlass, in die Lebensgeschichte der Urgroßmutter Hanifa einzutauchen. Und was ist während der Belagerung Sarajevos mit den Tieren im Zoo passiert? Die Geschichten sind Frauen und Queers, Migrant*innen und Arbeiter*innen, älteren, einsamen oder psychisch kranken Menschen gewidmet. Und ganz besonders Tieren. Ihre Perspektive und Verletzlichkeit macht die Unmenschlichkeit, in der wir leben, schmerzlich bewusst. Nach dem ersten, 2020 auf Deutsch erschienenen Erzählband Nennt mich Esteban weitet Lejla Kalamujić die Palette ihrer Figuren und Schauplätze aus. Was die Bücher jedoch verbindet, ist ihre empathische und humorvolle Art zu erzählen.
Lejla Kalamijic Bücher
Diese Autorin taucht mit feinsinniger psychologischer Einsicht in tiefgreifende menschliche Emotionen und zwischenmenschliche Dynamiken ein. Ihr Schreiben zeichnet sich durch einen lyrischen und poetischen Stil aus, der die Leser in das Innenleben ihrer Charaktere eintauchen lässt. Durch sorgfältig gestaltete Erzählungen erforscht sie die Komplexität der menschlichen Psyche sowie universelle Themen wie Sehnsucht und Verlust. Ihr Werk lädt zur Kontemplation über das Leben und unseren Platz darin ein.
