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Alfred Neumann

    Dieser deutsche Autor taucht durch vielfältige literarische Formen, von Romanen und Kurzgeschichten bis hin zu Gedichten und Theaterstücken, in die Tiefen der menschlichen Psyche ein. Seine Werke, bekannt für ihre scharfsinnigen Einblicke in die menschliche Verfassung, wurden während des Dritten Reiches verboten, was ihren unkonventionellen Geist unterstreicht. Nach seiner Übersiedlung nach Los Angeles engagierte er sich auch in der Filmarbeit, adaptierte klassische Erzählungen und schrieb Drehbücher, wodurch er seinen künstlerischen Horizont erweiterte. Seine Fähigkeit, literarische Themen auf die Leinwand zu übertragen, zeigt die Vielseitigkeit seines kreativen Geistes und hinterlässt ein Erbe, das in zeitlosen Auseinandersetzungen mit menschlicher Erfahrung verwurzelt ist.

    Alfred Neumann
    Die Brüder
    Der Patriot. König Haber
    Der Teufel.
    König Haber
    Vindobona
    Es waren ihrer sechs
    • Bereits vor seinem Erscheinen in Deutschland wurde Alfred Neumanns internationaler Erfolgsroman ES WAREN IHRER SECHS – der zunächst 1944 auf Englisch publiziert worden war – zum Skandal. Inge Scholl, die Schwester von Sophie und Hans Scholl, wendete sich mit einem Brandbrief an die Presse. Und zahlreiche Rezensenten warfen Neumann vor, dass er aus dem Exil heraus einen fiktionalen Roman verfasst habe, der die Ereignisse falsch wiedergebe und der »zauberhaft unschuldsvollen Jugend der Weißen Rose« (Hans Joachim Wiegand) nicht gerecht werde. Denn längst ging es um mehr, als um die Kritik an einem Roman: Die Erinnerung an die Weiße Rose war zu einer Frage nationaler Selbstvergewisserung geworden. Jetzt lässt sich dieser sprachlich virtuose Roman wieder entdecken und seine Rezeptionsgeschichte nachvollziehen. Die Handlung des Romans setzt mit den Verhaftungen ein und schildert die Verhöre, den Prozess und schließlich den Tag der Hinrichtung der Widerständler. In Rückblenden werden die Lebensgeschichten der handelnden Roman-Figuren geschildert und warum sie den Weg in den Widerstand wählten. Neumanns Helden sind ambivalente, innerlich durchaus zerrissene Charaktere mit brüchigen Biografien. Und gerade das lässt seine Protagonisten für den heutigen Leser so authentisch und lebendig wirken.

      Es waren ihrer sechs
      4,5
    • König Haber

      • 93 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Haber macht Karriere im Dienste seines Fürsten und verliebt sich in die dessen Gemahlin. Auf der Höhe seines Erfolges wird er wohl vom Fürstenhaus geschätzt, jedoch von den Adelscliquen und dem Volk gehaßt. Als die Fürstin von ihm schwanger wird, glaubt er, in dem Kind, das man dem regierenden Gemal unterschiebt, das Ziel seines Machtsrebens erreicht zu haben, indessen er wird enttäuscht. Der Rest ist Tragik.

      König Haber
      4,0
    • Der Teufel.

      • 314 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Im Mittelpunkt der Geschichte steht die komplexe Beziehung zwischen dem König von Frankreich und seinem gefürchteten Berater, Oliver, der als "Teufel" bekannt ist. Oliver hat sich mit seinem schaurigen Ruf arrangiert, der ihm sowohl schadet als auch nützt. Die Erzählung beleuchtet Themen wie Macht, Angst und die Ambivalenz von Namen und Identität. Jean de Beaune, ein Charakter, der von Oliver beeindruckt und eingeschüchtert ist, stellt die moralischen Implikationen dieser Beziehung in Frage und zeigt, wie der Umgang mit der eigenen Identität die Wahrnehmung anderer beeinflussen kann.

      Der Teufel.
      4,0
    • Der Held

      • 296 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Die Begegnung zwischen Hoff und dem Beamten am Amtsschreibtisch ist von einer tiefen Entfremdung geprägt. Hoff wirkt energiegeladen und anmaßend, während der Beamte, geprägt von jahrelanger Inquisition, sich nicht bemüht, eine Verbindung herzustellen oder seine vorgefasste Meinung zu ändern. Die Spannung zwischen Macht und Ohnmacht sowie die Unfähigkeit zur Kommunikation stehen im Mittelpunkt dieser Szene. Der Neusatz folgt der Originalausgabe von 1930 und bietet einen Einblick in die psychologischen Dynamiken von Macht und Angst.

      Der Held