Bookbot

Cesare Pavese

    9. September 1908 – 27. August 1950

    Cesare Paveses Werk, hauptsächlich Kurzgeschichten und Novellen, ist tief in der Erforschung der heiligen Orte der Kindheit und der Suche nach dem Selbst verwurzelt. Unter der faschistischen Herrschaft, die ihm eine unmittelbare Veröffentlichung verwehrte, wurde er durch seine bedeutenden Übersetzungen amerikanischer Literatur zu einer Schlüsselfigur, die diese in Italien bekannt machte. Paveses Schreiben ist von einer tiefen Auseinandersetzung mit Mythos, Symbol und Archetyp durchdrungen, die sich oft in poetisch gestalteten Dialogen manifestiert, die sich mit der menschlichen Verfassung befassen. Seine Erzählungen, die sich durch eine Mischung aus Trostlosigkeit und Mitgefühl auszeichnen, stellen überzeugend Individuen dar, die mit ihrer Vergangenheit und ihrem Platz in der Welt ringen, was seinen Status als bedeutende Stimme der italienischen Literatur festigt.

    Cesare Pavese
    Großes Feuer
    Das Handwerk des Lebens
    Der Teufel auf den Hügeln
    Die Turiner Romane
    Erzählungen
    Die Nacht von San Rocco
    • Die Erzählungen des großen italienischen Schriftstellers Cesare Pavese aus den Jahren 1936 bis 1938: Geschichten, die vom Rausch der Jugend und der Liebe handeln, von Glück und Einsamkeit, von Krieg und Verbannung, von Leidenschaften und unstillbarer Sehnsucht.

      Die Nacht von San Rocco
      5,0
    • Hier wie in seinen anderen Schriften variiert Pavese immer wieder seine Themen: Glück und Einsamkeit, Krieg und Verbannung, Sehnsucht und Leidenschaft. Am Ende geht es immer um die Vergeblichkeit, Liebe oder Geborgenheit zu erlangen oder gar zu bewahren.

      Erzählungen
      5,0
    • Die Turiner Romane

      • 367 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Nur wenige Monate vor seinem Freitod wurde Cesare Pavese mit dem Premio Strega ausgezeichnet für die Trilogie Turiner Romane. In ihnen beschreibt er seine Heimat, das Piemont, und das Leben in den vierziger Jahren in und um Turin. Der erste der drei Romane, »Der schöne Sommer«, dokumentiert gerade in der Neuübersetzung durch Maja Pflug besonders eindrücklich die moderne Sprachgewalt Paveses, der ein altes Topos aufgreift: die emotionale Verstrickung zwischen einem Modell, der jungen Gina, und dem Maler, in den sie sich verliebt. Pavese hat sich in diesem Roman - wie auch in »Die einsamen Frauen« - mit ungeheurer poetischer Eindringlichkeit in eine Frau versetzt. In »Der Teufel auf den Hügeln« hingegen steht ein junger Mann im Mittelpunkt: In archaischer Landschaft gewinnt seine Sinnsuche durch den Selbstmord einer jungen Frau eine tragische Wendung.

      Die Turiner Romane
      4,5
    • Obwohl Silvia Giovanni vor ein paar Monaten verlassen hat, bittet sie ihn, nach Süditalien mitzukommen. Ein dringendes Telegramm ihrer Familie hat sie erreicht. Im Dorf blickt man zu Boden, als man Silvia nach so langer Zeit wiedererkennt. Als junges Mädchen ist sie von dort abgehauen, jetzt ringt in diesem alten Zuhause der zehnjährige Giustino mit dem Tod. Die Worte der Mutter und des Stiefvaters bei Tisch, die mehr verbergen als erkennen lassen, kann Giovanni nicht deuten. Auch Silvias Störrigkeit verwirrt ihn. Erst als er nachts allein in dem dunklen Zimmer sitzt, überkommt ihn eine Ahnung, dass vor zehn Jahren etwas passiert sein muss, das nicht wiedergutzumachen ist. Mit dem literarischen Abenteuer eines vierhändig geschriebenen Romans sorgten Cesare Pavese und Bianca Garufi bei seinem Erscheinen 1959 in Italien für großes Aufsehen. Die wechselnde Erzählperspektive legt Schicht für Schicht nicht nur die Missverständnisse zwischen den beiden Liebenden offen, sondern auch Unerhörtes. Denn der im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannte Roman überrascht nicht nur formal: Großes Feuer erzählt von der Vergewaltigung eines jungen Mädchens, der eisernen Verschwiegenheit und den Verstrickungen einer Familie - von einer Fatalität, die an griechische Tragödien erinnert. 1946 verfasst, war der Roman seiner Zeit weit voraus und ist nun in Neuübersetzung zu entdecken.

      Großes Feuer
      4,0
    • Die Erzählungen des großen italienischen Schriftstellers aus den Jahren 1940 bis 1946.

      Die Wiese der Toten
      3,0
    • Der Strand

      • 128 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Der 1942 erschienene Roman La spiaggia ist ein noch heute zeitlos erscheinendes Porträt des italienischen Sommers am Meer. Schwimmen, Plaudern, Rauchen, Spazierengehen, Autofahren, Tanzen sind virtuos gestaltete Motive, die schließlich in den leicht melancholisch grundierten Abschied von der Unverbindlichkeit der Jugend münden. Paveses Ich-Erzähler beobachtet aus der Distanz und lässt nebenbei die Kindheitsmythen von ligurischem Meer und piemontesischer Hügellandschaft anklingen. Vor dem Hintergrund der schwankenden Stimmungen einer Clique junger Frauen und Männer entsteht so ein wunderbar vitaler Reigen von Emotionen, wie sie für das italienische Strandleben charakteristisch sind.

      Der Strand
      3,0