Diwan des Tamarit = Diván del Tamarit
- 104 Seiten
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Federico García Lorca ist einer der am tiefsten geschätzten und am meisten verehrten Dichter und Dramatiker Spaniens im 20. Jahrhundert. Sein Werk zeichnet sich durch kraftvolle Bilder, eindringliche Metaphern und eine tiefe Auseinandersetzung mit der andalusischen Kultur, Folklore und sozialen Ungerechtigkeit aus. Lorcas Lyrik und Drama erforschen Themen wie Liebe, Tod, Verlangen und Schicksal mit einzigartigem Lyrizismus und dramatischer Intensität, was seinen Status als Schlüsselfigur der spanischen Literatur festigt.







Tragikomödie von Don Cristóbal und Señá Rosita (Thomas Brovot); Mariana Pineda (Susanne Lange) · Dialoge (Thomas Brovot) · Die wunderbare Schustersfrau (Thomas Brovot); Don Perlimplín gibt sich im Garten der Liebe zu Belisa hin (Susanne Lange) · Reise zum Mond (Thomas Brovot) · Das Publikum (Rudolf Wittkopf) · Sobald fünf Jahre vergehen (Thomas Brovot) · Kleines Don- Cristóbal-Spiel (Thomas Brovot) · Bluthochzeit (Rudolf Wittkopf) · Yerma (Susanne Lange) · Doña Rosita oder Die Sprache der Blumen (Thomas Brovot) · Bernarda Albas Haus (Hans Magnus Enzensberger) · Komödie ohne Titel (Rudolf Wittkopf)
"Meine Damen und Herren, ich lasse den Vorhang nicht hochgehen, um das Publikum mit einem Wortspiel zu erheitern oder mit einem Panorama, in dem nichts passiert. Nein. Der Dichter wird euch heute abend nicht zu seiner Freude, sondern zu seinem Bedauern einen kleinen Zipfel der Wirklichkeit zeigen." §So beginnt die "Komödie ohne Titel", eines der letzten Dramen Lorcas, das er jedoch nicht mehr vollenden wollte. Es wurde erstmals 1978 gedruckt und 1989 in Madrid uraufgeführt. "Das Publikum", ein Stück von dem Lorca sagte, es sei nicht zum Aufführen gedacht, sondern es sei eine Dichtung zum Auspfeifen. Die Modernität der beiden Stücke ist verstörend. Lorca geht einen unerhörten Dialog mit dem Publikum ein, beschimpft es, stellt ihm unangenehme Fragen, will seine Anteilnahme. Protest und Poesie, das waren seine zentralen Anliegen. "Ich protestiere! Ich protestiere! Ich protestiere!" So sollte, sagte Lorca 1935, jeder Erwachsene an jedem Morgen aufschreien, "angesichts einer Welt voller Ungerechtigkeit und Elend". Lorca, ein Magier der Dichtkunst und Theatergenie dieses Jahrhunderts, fasziniert auch den heutigen Leser und Zuschauer mit diesen Stücken, die zugleich eine Herausforderung sind.
Bluthochzeit (1933) ist die frühste von Lorcas großen Frauentragödien: Sie alle handeln von der Unterdrückung der weiblichen Sexualität in einer von lebensfeindlichen Ehrbegriffen umstellten bäuerlich-archaischen Welt. Der Autor musste seine Kritik teuer bezahlen. Er wurde 1936, in der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs, von den Falangisten erschossen; seine Stücke durften jahrzehntelang nicht auf spanischen Bühnen gespielt werden.
Schulausgabe für das Niveau B2. Spanischer Originaltext mit Annotationen
Tras la muerte de su segundo marido, la viuda Bernarda Alba se encierra junto a sus cinco hijas solteras en su casa familiar y ordena un luto de ocho años durante los cuales nadie tendrá permitido salir. En el esplendor de su despótico autoritarismo y en perpetua enemistad con todo el pueblo, Bernarda hará todo lo posible para acallar la sed y reprimir el ansia de libertad que inunda el alma de sus hijas. (Buchdeckel verso).