Der promovierte Physiker und Bestsellerautor Paolo Giordano beschreibt seine Erfahrungen in Italien, aber was er sagt, gilt für alle: Die Normalität ist ausgesetzt, und wir wissen nicht, wie unser Leben in nächster Zukunft aussehen wird. Nutzen wir den Ausnahmezustand, um über unseren Lebensstil nachzudenken. Jetzt ist die Zeit der Anomalie. Und aus ihr erwächst die Chance für Veränderung. „Ich habe keine Angst davor, zu erkranken. Wovor dann? Vor all dem, was die Ansteckung ändern kann. Davor, zu entdecken, dass das Gerüst der Zivilisation, so wie ich sie kenne, ein Kartenhaus ist.“ Paolo Giordano
Paolo Giordano Bücher
Paolo Giordano (* 19. Dezember 1982 in Turin) ist ein italienischer Schriftsteller. Er besuchte die Scuola Holden von Alessandro Baricco. Sein erstes Buch Die Einsamkeit der Primzahlen war 2008 das meistverkaufte Buch Italiens. Es bekam 2008 den renommierten Premio Strega sowie den Premio Campiello für den Erstlingsroman.







"Tasmanien" ist ein Roman über Sehnsüchte und Verwundbarkeiten in unserer Gegenwart. Paolo, ein Journalist in Rom, sieht sich mit der Realität konfrontiert, niemals Vater zu werden. Sein Leben gerät aus den Fugen, während er sich mit globalen Themen auseinandersetzt. Doch er findet Trost an unerwarteten Orten.
Den Himmel stürmen
- 522 Seiten
- 19 Lesestunden
In dem Bestseller aus Italien porträtiert Paolo Giordano vier junge Leute auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Teresa kommt jede Sommerferien zu ihrer Großmutter nach Apulien. Eines Nachts beobachtet sie, wie drei Jungs, fast noch Kinder, heimlich in das Schwimmbad eindringen. Sie sind frei, voller Leidenschaft. Die nächsten zwanzig Jahre werden sie gemeinsam verbringen, einen Hof führen, dem Rhythmus der Natur angepasst, säen, ernten, zerstören, auf der fiebrigen Suche nach dem Feuer, das sie am Leben hält. Mit einer enormen Beobachtungsgabe schreibt Paolo Giordano über Beziehungen, über Menschen, die ihre Ideale leben. In ihrer Sehnsucht nach einer alternativen Welt sind sie zu allem bereit. Sie kennen keine Grenzen, sie wollen den Himmel stürmen.
Die Einsamkeit der Primzahlen
- 364 Seiten
- 13 Lesestunden
Ein einziger Tag in ihrer Kindheit hat das Leben von Alice und Mattia entscheidend geprägt. Alice verliert an diesem Tag ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem starren Vater. Mattia hingegen trägt die Schuld, seine Schwester in einem entscheidenden Moment nicht unterstützt zu haben, was ihn seitdem quält. Sieben Jahre später begegnen sich die beiden im Gymnasium und spüren sofort eine tiefe Anziehung. Jeder sieht in dem anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist die erste, der Mattia seinen Schmerz anvertraut, und sie vertraut ihm an, dass nur er das Tattoo entfernen soll, das ihre inneren Wunden verdeckt. Doch mit der Zeit wachsen die unbewussten Hindernisse zwischen ihnen. In klarer und poetischer Sprache erzählt Paolo Giordano von Alice und Mattia, die wie Primzahlzwillinge nahe beieinander stehen, aber dennoch durch eine kleine Distanz getrennt bleiben. Er beschreibt komplexe Seelenzustände so präzise, dass sie für den Leser greifbar und berührend werden. Giordano schafft unvergessliche Bilder für die verschlungenen Wege, auf denen die Dramen der Kindheit fortwirken. Seine Prosa verwandelt Schmerz in Trost und berührt tief. Der Autor wurde mit dem renommierten 'Premio Strega' ausgezeichnet und ist mit 26 Jahren der jüngste Gewinner in der Geschichte des Preises.
Nach seinem weltweiten Bestseller «Die Einsamkeit der Primzahlen» überrascht Paolo Giordano mit der Wahl des Sujets für seinen zweiten Roman: Es geht ums Erwachsenwerden, um die Jugend und deren unwiderrufliches Ende vor einem ganz besonderen Hintergrund - dem Krieg. Eine Truppe junger Soldaten, und auch eine Soldatin, brechen nach Afghanistan auf. Sie chatten und telefonieren mit ihren Freundinnen und Freunden zu Hause, sehnen sich nach dem Vertrauten und sind doch auf der Suche nach neuen Thrills. Sie treffen Entscheidungen, die sie ihr Leben lang nicht mehr loslassen werden. Und dann kommt der Moment, in dem sie aus ihren Sicherheitszonen herausmüssen: Sie begleiten afghanische Lastwagenfahrer durch ein von den Taliban kontrolliertes Tal. Von da an verändert sich alles. Nach dem Einsatz kehren sie zurück in eine ihnen fremd gewordene Welt. Wie können sie die, nach denen sie sich aus der Ferne sehnten, noch lieben? Ein Meisterwerk über das Entstehen von Gefühlen. Emotional. Existentiell. Eindringlich.
Nach seinem Weltbestseller «Die Einsamkeit der Primzahlen» widmet sich Paolo Giordano in einem kurzen, dichten Roman der Einsamkeit im Leben als Paar. Nora und ihr Mann leben mit ihrem kleinen Sohn in Turin. Sie ist Architektin, er Physiker, und im Alltag wird das Paar von der wunderbaren Babette unterstützt, die sich um das Kind kümmert, kocht und den Haushalt führt. Babette, die eigentlich Anna heißt, ist der ruhende Pol der Familie und wird in Anlehnung an Tania Blixens Novelle «Babettes Fest» so genannt. Doch eines Tages kann Babette nicht mehr kommen, da sie an Krebs erkrankt ist. Ihr Fehlen erschüttert das Ehepaar, das ohne ihren schützenden Blick den Halt verliert. Jeder zieht sich in sich selbst zurück, und sicher geglaubte Gefühle beginnen zu verschwinden. Giordano zeigt mit präziser Beobachtungsgabe, wie das Fehlen eines geliebten Menschen alles verändert und wie man die Erinnerung an ihn wachhalten kann. Er beschreibt meisterhaft, wie Bindungen entstehen und wie wir mit unseren Gefühlen umgehen, sie verlieren und wiederfinden. Giordano wendet die Viersäftelehre des griechischen Gelehrten Galenos auf seine Protagonisten an, wobei das Schwarz der Melancholie und das Silber der Fröhlichkeit sie prägen. Fragen zu den Farben der Gefühle und deren Wechselwirkungen im Paar werden aufgeworfen. Ein wunderschöner Liebesroman und ein würdevoller Trost für alle, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Super ET: Divorare il cielo
- 430 Seiten
- 16 Lesestunden
A dieci anni da La solitudine dei numeri primi, Paolo Giordano esplora la giovinezza e il passaggio all'età adulta. Teresa osserva tre ragazzi, Bern, Tommaso e Nicola, mentre fanno il bagno nudi in piscina. Per lei, appaiono liberi e selvaggi, ma suo padre li considera intrusi. Teresa si innamora di Bern, attratta dalla sua inquietudine e dalla sua ricerca di un ideale assoluto, che si tratti di religione, natura o famiglia. Questi ragazzi, privi di padri, formano un legame profondo, un gruppo di randagi in cerca di ciò che non hanno mai avuto. Il corpo diventa il loro veicolo per esprimere passioni e desideri, in un contesto di lotta e vulnerabilità. La campagna pugliese fa da sfondo a una storia che si snoda attraverso vent'anni, un amore e la cura della terra. Teresa si ritrova a coltivare quella terra rossa e a prendersi cura degli ulivi, simbolo di un ciclo esistenziale potente. L'amicizia maschile, la ribellione, il desiderio e la rivalità si intrecciano in un grande romanzo che esplora il bisogno di trasgressione e la ricerca di appartenenza. Al centro c'è una generazione viva e assetata di senso, divisa tra il passato e un futuro incerto, in cerca di un fuoco che li tenga accesi.
In viaggio contromano. The Leisure Seeker
- 282 Seiten
- 10 Lesestunden
“Diciamolo pure: mio marito e io non siamo di quelli che viaggiano per ‘espandere la mente’”. Proprio così, Ella e John sono due persone semplici. Nessuna vergogna a confessare che Disneyland, per loro, è una meta importante. Ci sono stati con i figli quando erano bambini. Ci vogliono tornare adesso che hanno ottant’anni, sono quasi bisnonni e sono pieni di acciacchi infernali. Hanno deciso di mollare la chemio, non drammatizzare sull’Alzheimer e regalarsi un grande viaggio: “Alla nostra età nessuno apprezza la leggerezza, proprio quando ce ne sarebbe più bisogno”. Attraversare l’America seguendo la storica Route 66: Illinois, Missouri, Oklahoma, Texas, New Mexico, California; una galoppata che sfiancherebbe chiunque. In barba a ogni cautela, a ogni divieto, decidono di fare del camper – un Leisure Seeker del 1978 – la propria casa ambulante. Lungo il percorso, ovviamente ne succedono di ogni. Più di una volta, i figli minacciano di farli braccare dalla polizia: “Dovremmo tornare a casa… perché? Più medicine? Più cure? Più dottori?” Un viaggio contromano il loro, fatto di cocktail vietati, hippie irriducibili, diapositive all’alba, malviventi messi in fuga e, perché no? anche un angolino di sesso. Un grande inno alla Strada: uno straordinario caleidoscopio in cui si mescolano ciò che si vede e ciò che accade; quello che è stato, quello che hanno amato, che ancora sognano...
La voce narrante di questa storia è un giovane professore universitario, un fisico, sposato da qualche anno con Nora, un'arredatrice d'interni e padre di un bambino, Emanuele. La storia parte con il racconto della difficile gravidanza di Nora per raccontare l'ingresso in questa giovane famiglia borghese della signora A., un'anziana governante. La signora A. resterà in famiglia anche dopo la nascita del bambino e per tutti gli anni della sua infanzia, partecipando come un testimone silenzioso eppure autorevole, al menage familiare



