Klaus Mann Bücher
Klaus Mann, Sohn von Thomas Mann, erlangte posthume Berühmtheit durch seinen Roman 'Mephisto', der für erheblichen Wirbel sorgte. Angesichts des NS-Regimes musste Mann in den 1930er Jahren aus Deutschland fliehen und setzte sich in seinen Werken mit Themen wie Identität, künstlerische Integrität und moralische Kompromisse angesichts repressiver politischer Kräfte auseinander. Sein Schreiben zeichnet sich durch scharfen psychologischen Einblick in seine Charaktere und ein ausgeprägtes Gespür für dramatische Spannung aus. Manns literarisches Erbe liegt in seiner unerschrockenen Auseinandersetzung mit der Rolle des Künstlers in einer turbulenten Gesellschaft.






Maskenscherz
Die frühen Erzählungen
Mephisto
- 344 Seiten
- 13 Lesestunden
Geboren am 18.11.1906 in München als ältester Sohn von Thomas und Katja Mann, begann Klaus Mann bereits mit 15 Jahren zu schreiben. Er gründete ein Theaterensemble mit seiner Schwester Erika und anderen und unternahm 1929 eine Weltreise. In der Emigration, die ihn durch Amsterdam, Zürich, Prag, Paris und schließlich in die USA führte, wurde er zu einer zentralen Figur der internationalen antifaschistischen Publizistik. Er gab die Zeitschriften „Die Sammlung“ und „Decision“ heraus und kehrte als US-Korrespondent nach Deutschland zurück. 1949 nahm er sich aus persönlichen und politischen Gründen das Leben, nachdem er in einem pessimistischen Essay zur Besinnung aufgerufen hatte. Mann distanzierte sich früh von den Gefühlen seiner Eltern-Generation und thematisierte die Lebenskrise der „Jungen“ in seiner stilistisch reifen Kindernovelle sowie in seiner Autobiographie. Seine bedeutendsten Romane, darunter „Symphonie Pathétique“, „Mephisto“ und „Der Vulkan“, entstanden im Exil. In seiner Autobiographie „Der Wendepunkt“ erreicht seine Diktion eine reife Sachlichkeit. Klaus Mann sprach für eine Generation, die in den 20er Jahren geprägt wurde und zwischen den Fronten einer zerrissenen Nachkriegswelt an der Machtlosigkeit des Geistes litt. Michael Töteberg, geboren 1951 in Hamburg, war langjähriger Leiter der Medienagentur im Rowohlt Verlag.
Speed. Eie Erzählungen aus dem Exil
- 248 Seiten
- 9 Lesestunden
"Dieser Band ist die erste vollständige Sammlung von Klaus Manns Erzählungen aus dem Exil, von denen viele bisher ungedruckt waren. Die Geschichten, entstanden zwischen 1933 und 1943, handeln von Außenseitern und Ausgestoßenen, von Einsamen und Selbstmördern. Sie spiegeln das Elend des Lebens in der Emigration. In der Titel-Erzählung «Speed» werden Erfahrungen mit den künstlichen Paradiesen der Rauschgifte beschrieben. Der Band enthält auch Klaus Manns berühmte Novelle um den Tod des Bayern-Königs Ludwig II., «Vergittertes Fenster»."--Page 4 de la couverture
German
Symphonie pathétique
- 281 Seiten
- 10 Lesestunden
Mit einem Nachwort v. Gregor-Dellin, Martin 281 S.
Im Herbst 1927 brachen Erika und Klaus Mann zu einer gemeinsamen Weltreise auf. Über ein Dreivierteljahr lang fuhren sie durch die USA, besuchten Hawaii, Japan, Korea und die Sowjetunion. Sie trafen Prominente von Greta Garbo bis Emil Jannings, und sie entdeckten viel Unbekanntes. Nach ihrer Rückkehr schrieben die Geschwister über ihre Erlebnisse einen anekdotenreichen, launigen Bericht. In der vorliegenden Ausgabe dieses einzigartigen Dokuments sind auch die 35 Fotos aus der Erstausgabe von 1929 wieder enthalten, und Uwe Naumann berichtet in seinem Nachwort über unbekannte Hintergründe der ungewöhnlichen Reise.
Was nicht im Baedeker steht. Man möchte losfahren, wie es Erika und Klaus Mann taten, um durch Nizza zu schlendern, im Hotel Negresco Tee zu trinken, die Auslagen der Avenue des Phocéens zu betrachten und in netten kleinen Lokalen Spezialitäten zu essen oder in Monte Carlo ein bißchen dem Spiel und den seltsamen Menschen zuzuschauen, im Felsenbad Edenroc von Cap d’Antibes zu baden, die italienische Grenze zu überschreiten, ein wenig in San Remo zu bleiben, in Rapallo den Garten der Villa zu betrachten, in der Gerhart Hauptmann viele Winter verbrachte... (Aus einer zeitgenössischen Rezension, 1931)
Alexander
- 181 Seiten
- 7 Lesestunden
Klaus Mann hat mit seinem ersten Roman das Kolossalgemälde, das die Nachwelt von Alexander von Mazedonien entworfen hat, von seinen schaurig martialischen Schnörkeln befreit. Er beschreibt Leben und Tod eines Besessenen, der, vom Überschwang seiner Ideen fortgerissen, in seinen Siegen schon die Niederlagen spürt, an seinen Freunden schuldig wird und immer mehr der Einsamkeit verfällt.



