Wie wird weniger genug?
Suffizienz als Strategie für eine nachhaltige Stadtentwicklung
Viele Städte stehen vor der Herausforderung, dass der Wohnraumbedarf steigt und die Kosten für das Wohnen zunehmen. Gewerbe und Handel benötigen zusätzlich Raum, insbesondere am Stadtrand. Jährlich werden mehr und größere Autos zugelassen, was zusätzlichen Bedarf an Verkehrs- und Parkflächen schafft. Kommunen reagieren auf diese Anforderungen oft mit Wachstum, indem sie Brachen oder Ackerland in Siedlungsfläche umwandeln. Doch dieses Wachstum kollidiert häufig mit Nachhaltigkeitszielen, wie der Reduktion von Emissionen und dem schonenden Umgang mit Ressourcen. Die Frage ist, wie man weniger Ressourcen verbrauchen kann, um die Stadt für alle Menschen bezahlbar, lebenswert und alltagstauglich zu gestalten. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Suffizienz setzt auf Verhaltensänderung anstelle von Wachstum. Suffizienz in der Stadtentwicklung bedeutet, die Infrastruktur so zu gestalten, dass ressourcenarmes Leben erleichtert wird. Dies fördert den öffentlichen Wohlstand und schränkt den privaten Luxus ein. Konkrete Ansätze sind funktionsgemischte Quartiere, die Stadt der kurzen Wege und gemeinschaftliches Wohnen sowie die Innen- vor Außenentwicklung. Die Publikation zeigt anhand zahlreicher Praxisbeispiele, wie suffizienzorientierte Stadtentwicklung gelingen kann, ohne die Grenzen der Suffizienz in einer wachstumsorientierten Gesellschaft zu ignorieren. Sie ist das Ergebnis eines transdisziplinären Forschungsprojekts von Wissenschaf
