Partizipative Forschung und Gender
Emanzipatorische Forschungsansätze weiterdenken
- 175 Seiten
- 7 Lesestunden
Nicht über Menschen forschen, sondern mit ihnen – das ist die Grundidee partizipativer Forschung. Der vermeintlich 'neutrale' Forschungsstandpunkt wird zugunsten eines gemeinsamen und parteilichen Forschens aufgegeben, um emanzipatorische Veränderungen in Geschlechter- und Lebensverhältnissen zu erreichen. Der Band bietet eine Einführung in feministisch-partizipative (Aktions)-Forschung und versammelt ausgewählte Forschungsprojekte aus dem deutschsprachigen und angelsächsischen Raum. Der thematische Fokus liegt auf Geschlechterverhältnissen in Kontexten wie Sexarbeit, Strafvollzug, Gewalt, Traumaarbeit, Trans*Community und Gesundheitsförderung. Methodische Ansätze wie communitybasierte Forschung, betroffenenkontrollierte Forschung, Participative Action Research, Ästhetische Forschung und Mixed-Methods-Forschung werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer spezifisch partizipativen Qualität reflektiert. Beiträge thematisieren unter anderem Photovoice-Projekte mit Frauen, partizipative Forschung mit jungen Trans*-Menschen, kontextualisierte Traumaarbeit und die Methodik partizipativer Bedarfserhebungen zur Gesundheitsförderung nicht-heterosexueller Frauen. Der Band regt dazu an, emanzipatorische Forschungsansätze weiterzudenken und die Qualität partizipativer Prozesse zu hinterfragen.
