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Heinrich Wilhelm von Gerstenberg

    3. Januar 1737 – 1. November 1823

    Heinrich Wilhelm von Gerstenberg war einflussreicher deutscher Dichter und Kritiker, der zu einer Schlüsselfigur im Übergang der deutschen Literatur zur Sturm-und-Drang-Bewegung wurde. Seine frühen Werke zeigten Einflüsse der anakreontischen Schule und von Gleims Kriegsdichtung, doch bald wandte er sich epischen, von Klopstock inspirierten Bardenklängen zu. Gerstenbergs wahre literarische Meisterschaft lag jedoch in seinem kritischen Werk, insbesondere in seinen Briefen über Merkwürdigkeiten der Literatur, wo er erstmals die kritischen Prinzipien des Sturm und Drang und seine Begeisterung für Shakespeare klar formulierte. Obwohl er sich später der kantischen Philosophie zuwandte, liegt sein Vermächtnis in seiner Rolle bei der Gestaltung einer neuen literarischen Bewegung.

    Briefe über Merkwürdigkeiten der Litteratur
    Ugolino
    • 2022

      Freuen Sie sich! Wieder ein schönes Buch, das nicht nur durch seinen vortrefflichen Inhalt, sondern auch durch die originale Schreibart des Verfassers besticht. Goldene Äpfel in silbernen Schalen. Kennen Sie das Werk des Hrn. Prof. Abbt über den Verdienst? Eine Kritik dazu kann ich Ihnen nicht bieten, da ich dafür mehr Selbstüberwältigung aufbringen müsste, als ich je für eine solche Kritik verlangen könnte. Bei diesem Buch vergisst man alle anderen Absichten, außer dem, was der Verfasser selbst anregen oder festigen möchte. Man wird zum Freund des Mannes, dessen Gedanken aus der Quelle gesunder Vernunft und einem von Wahrheitseifer durchdrungenen Herzen stammen. „Nur ein richtiges Urteil“, sagt er in seiner Vorrede, „das diese Schrift lehrt; nur eine rechtschaffene Empfindung zum Wohlwollen, die sie erregt; nur eine Wallung des guten Herzens, die sie hervorbringt; nur ein Gefühl der inneren Stärke, zu dem sie verhilft, muss sie von dem Verwerfungsurteil eines ganz unnützen Buches befreien.“ Hoffentlich ist diese bescheidene Erwartung nicht die vollständige Geschichte der künftigen Wirkungen seines Buches. Ein Deutscher, der über ein so wichtiges Thema vortrefflich schreibt und richtig denkt, sollte die Aufmerksamkeit seiner Landsleute auf sich ziehen, auch ohne die Taschenspielerkünste paradoxen Denkens.

      Briefe über Merkwürdigkeiten der Litteratur
    • 1986

      Heinrich Wilhelm von Ugolino. Eine Tragödie in fünf Aufzügen Hamburg und Bremen (J. H. Cramer) 1768 (anonym). . Uraufführung am 22.6.1769 in Berlin. Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2018. Textgrundlage ist die Sturm und Drang. Dichtungen und theoretische Texte in zwei Bänden. Ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Heinz Nicolai, Mü Winkler, 1971. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Francisco Goya, Kerkerszene, um 1810. Gesetzt aus der Minion Pro, 11.5 pt.

      Ugolino