Pier Paolo Pasolini war ein italienischer Dichter, Romanautor, Kritiker und Journalist, dessen Werk oft schockierende Bilder mit einer katholisch-marxistischen Perspektive verband, um die Leere der modernen Gesellschaft aufzudecken. Bekannt war er für seine leidenschaftliche Kritik am Kapitalismus und seinen Wunsch nach gesellschaftlichem Wandel, was ihm viele Feinde einbrachte. Seine Schriften, oft provokativ und mehrdeutig, spielten mit tabuisierten Themen und erforschten die dunkleren Seiten der menschlichen Existenz. Pasolinis Prosa ist geprägt von einem starken sozialen Gewissen und dem unermüdlichen Streben nach Wahrheit, egal wie unbequem sie sein mag.
Revealing that a beautiful and cultured European city has a dark and dangerous underbelly, this novel chronicles the violent lives of Rome's slum inhabitants. Born in a shantytown, Tommaso Puzzilli was once young and hopeful, but he soon succumbs to life on the streets, where he must resort to crime and prostitution simply to stay alive. Written by an author who ultimately suffered the same chilling fate as one of his characters, this fictional account offers a startling portrait of the very real tragedies of urban poverty.
Im Mittelpunkt dieses berühmtesten Romans Pasolinis steht das kurze, leidenschaftlich gelebte Leben eines Jungen aus den Slums der römischen Vorstädte. "Pasolinie schildert die Welt der streunenden Ragazzi, der Verlegenheits- und Berufskriminellen, der Dirnen, Stricher und entwurzelten Bauern aus der Sicht des Eingeweihten und Verbrüderten." (Süddeutsche Zeitung)
Jede dieser Geschichten ist eine zärtliche Liebeserklärung an die Stadt Rom und ihre Bewohner, besonders an die benachteiligten unter ihnen, die in den Vorstädten leben und ins Zentrum kommen, um – unter Anwendung aller möglichen faulen Tricks – etwas Geld zu verdienen: als Röstkastanienverkäufer, als Fischhändler, als Kofferträger. Und um sich zu vergnügen, einen Kopfsprung vom Ponte Sisto in den Tiber zu wagen, für 150 Lire Boot zu fahren oder auch nur mit dem Oberleitungsbus auf der Via del Mare, während die Zeit verglüht im kalten Funken des Leitungsdrahts oder zu Staub zerrinnt in der kargen Landschaft am Stadtrand. Pier Paolo Pasolini schreibt einen anderen Baedeker Roms, denjenigen seiner Bewohner, der grausam und gefährlich sein kann – und dann wieder mild, im weichen Licht des Abends auf der Tiberinsel und am Ufer von Trastevere. Der junge Dichter bemächtigt sich der Stadt, ihrer Armut und ihrer Schönheit. Er erzählt uns, wie alles zusammenkommt – Lebensängste und Zukunftsträume, Überlebenstaktiken und Dolce Vita. Mit einer Biographie Pasolinis und zahlreichen Rom-Fotos der 1950er Jahre.
Prólogo de Piero GelliTraducción de Fernando González GarcíaPoeta de las Cenizas es un texto autobiográfico brutal, descarnado, episódico, en el que vemos a Pasolini recorrer momentos importantes de su pasado, ganglios vitales de su el Friuli de Casarsa, la madre, la muerte del hermano, la relación con el padre, la fuga a Roma, las primeras publicaciones, los acontecimientos que el lector italiano de entonces conocía bien, o por estar diseminados en muchas obras, o por pertenecer a la crónica diaria. Además de ello, el autor explica su compleja relación con la poesía y el cine, reflexionando sobre obras tan fundamentales en la creación contemporánea como Teorema.Poeta de las cenizas se convierte así en un intenso retrato de Pasolini, de su voluntad de enfrentarse al poder en todas sus formas, y también en un largo poema de asombrosa modernidad.Cuando el 2 de noviembre de 1975 el cuerpo destrozado de Pasolini fue hallado en el hidropuerto de Ostia, al horror y al dolor por esa muerte, rápidamente convertida en simbólica por mitografías literarias y religiosas, le siguió una especie de sorpresa, de turbación, de vacío para todos los que, de distintas maneras y por motivos diferentes, habían recorrido su propia existencia cultural reflejándose en aquella presencia dominante, ineludible, en el escándalo con el que aparecía en el candelero y en el que inevitablemente moría.
Diese Texte über Rom aus den 50er und 60er Jahren – die hier zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt erscheinen – sind Pasolinis 8 berührende Liebeserklärungen an die »grande metropoli popolare« und ihr poetischer Abgesang. Pasolini erzählt von seiner Liebe zu dieser Stadt, die sich aber durch den aufziehenden »Zentralismus des Konsumismus« schon zu seinen Lebzeiten veränderte: eine Liebe mit unglücklichem Ausgang. Ein“Muss“ für alle Pasolini-Leser, das „Soll“ für all jene, die hinter Roms Gegenwartskulisse schauen wollen. Die Fotografien von Herbert List aus der Entstehungszeit der Texte geben dem Buch seine besondere Atmosphäre. Dorothea Diekmanns Nachwort berichtet von der unerfüllten Liebe Pasolinis zur Ewigen Stadt.
Pier Paolo Pasolinis erste Buchveröffentlichung war der Gedichtband Poesie a Casarsa von 1942, geschrieben in der Sprache des Städtchens Casarsa im Friaul. Pasolinis Liebe galt einer von ihm nie gesprochenen Muttersprache, einer Sprache des Begehrens nach einer anderen, eigenen, vor allem nicht väterlichen und nicht faschistischen Herkunft. Das Friulanische, den Dialekt seiner Mutter Susanna, hat der kaum Zwanzigjährige zu einer Kunstsprache erhoben, die das mütterliche Idiom den symbolischen Formen Pascolis und d'Annunzios anverwandelte. Diese ihm immer schon verlorene, nur durch philologische Rekonstruktion zugängliche Sprache eines anderen Ich greift Pasolini über dreißig Jahre später noch einmal auf. In seiner letzten Buchveröffentlichung zu Lebzeiten La nuova gioventù von 1975 wiederholt er seine frühesten Gedichte und erhebt dabei ihre Sprache zur Sprache des Paradieses, zur Sprache des Eros der «bessern Jugent», zur Sprache auch seines politischen Kampfes gegen den Übergang einer archaischen, agrarischen Ordnung in ein neues, globalisiertes System der Massenkultur. Die erste Übersetzung ins Deutsche macht die erstaunliche Struktur dieser Obsession sichtbar: Gedicht gegen Gedicht, cuárp dentro cuárp, leyp wider leyp.