So etwas passiert doch nicht!
- 255 Seiten
- 9 Lesestunden
So etwas passiert doch nicht! - Thriller - bk1284; Rowohlt Verlag; Janwillem van de Wetering; pocket_book; 1989







So etwas passiert doch nicht! - Thriller - bk1284; Rowohlt Verlag; Janwillem van de Wetering; pocket_book; 1989
Der Meister deutet auf ein Stück Kork, das vorbeischwimmt; es hat im Feuer gelegen und ist halb verkohlt. «Jenes Stückchen Kork ist deine Persönlichkeit», erklärt der Meister. «Bei jeder Drehung, bei jeder Veränderung der Umstände, bei jedem Konflikt, bei jeder Niederlage, bei jedem Sieg bröckelt etwas davon ab.» Du siehst den Kork an. Stücke lösen sich und verschwinden. Der Kork wird kleiner. «Er wird kleiner», antwortest du nervös. «Immer kleiner.» Die ruhige Stimme des Meisters ist ganz nahe. Er spricht englisch, du kannst ihn gut verstehen. «Bis nichts mehr davon übrig ist», sagt der Meister.
Detektiv Eugen Eule und sein Hund Fjodor suchen den verschwundenen Meisterfloh aus dem Flohzirkus. Eugen hat eine geniale Idee und nutzt den Floh in Fjodors Fell als Lockvogel. Eine witzige Detektivgeschichte mit frechen Bildern.
Leider war es Mord - Stories - bk2025; Rowohlt Verlag; Janwillem van de Wetering; pocket_book; 1996
In diesem Kurzroman, der in Rotterdam kurz vor dem Zweiten Weltkrieg spielt, fragt sich Johan, ob er seinen besten Freund Henri umgebracht hat oder ob es ein Unfall war. Sie hatten vorher Nietzsches Ideen zur Moral diskutiert, amerikanischen Jazz von Schwarzen im Rotlicht-Viertel gehört und, wie so oft seit ihrer Kindheit, gebackene Seezunge im eleganten Hafenrestaurant Meuse Club gegessen. Henri, dessen Ausbildung von Johans Vater bezahlt worden war, hatte von seiner Bonner nazifreundlichen Verwandtschaft eine Sammlung > entartete Kunst< bekommen; Johan sollte ihm helfen, sie an reiche Rotterdamer Juden zu verkaufen. Und bei ihm zu Hause hängt ein surrealistisches Gemälde, das eine gebackene Seezunge zeigt. AUTOR: Janwillem van de Wetering, geboren 1931 in Rotterdam, studierte nach einer Zeit in Südafrika Philosophie in London. In Amsterdam arbeitete er als Polizist. Nach einem Aufenthalt in Japan lebte er in Südamerika und Australien und kehrte mit 35 Jahren nach Holland zurück. Janwillem van de Wetering hat Bücher über Zen geschrieben und zahlreiche Kriminalromane verfaßt. Seine Arbeiten sind in über einem Dutzend Sprachen übersetzt. Er lebt in Maine/USA.
Totgesagte leben länger. Diese Erfahrung muss auch Henk van Franken machen, als er sich im Krankenhaus die Nase richten lässt und prompt Komplikationen auftreten. Kaum hat er sich gefangen, muss er die nächste Hiobsbotschaft Krebs. Doch die Diagnose hat kein Arzt gestellt, sondern ein leibhaftiger Dschinn. Baba Ganesch heißt der Geist aus der Flasche, der seinem Meister auch den Spiegel vor die Seele hält. Und die ist bei Henk so zerfressen wie seine inneren Organe. Der Habgier im letzten Stadium.
Janwillem van de Wetering, geboren am 12. Februar 1931 in Rotterdam als Sohn eines wohlhabenden Gewürzkaufmanns, lebte von 1952 bis 1957 in Südafrika, wo er als Chemikalienhändler, Immobilienmakler und Mitglied einer Motorradgang tätig war. 1958 studierte er kurz Philosophie in London und verfasste einen ersten Roman in St. Ives, Cornwall. Im selben Jahr verbrachte er 18 Monate im zen-buddhistischen Kloster Daitoku-ji in Kyoto, wo er unter Zen-Meister Oda Sesso meditierte. Ab 1960 arbeitete er als Großhändler in Kolumbien und Peru und später in Australien mit seiner zweiten Frau Juanita. 1966 kehrte er nach Amsterdam zurück, übernahm die Firma seines Vaters und setzte seine Zen-Studien fort, während er auch als Aushilfspolizist arbeitete und die Prüfungen zum Sergeant und Lieutenant ablegte. In Amerika setzte er seine spirituelle Suche bei Zen-Meister Walter Nowick und dem tibetischen Lehrer Chögyam Trungpa Rinpoche fort. 1974 begann er mit seiner Krimireihe um die Polizeibeamten Grijpstra, de Gier und den namenlosen Commissaris, die in Amsterdam sowie in Amerika und Japan spielt. 1975 zog er mit seiner Frau nach Amerika, wo er als Schriftsteller, Skulpturenkünstler und Übersetzer lebte. Sein Werk erschien in 23 Sprachen. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Grand Prix de la Littérature Policière. Van de Wetering verstarb am 4. Juli 2008.