Die Unfähigkeit zu trauern
- 426 Seiten
- 15 Lesestunden
Grundlegende psychoanalytische Studie (von 1967) zum Prozess der Verleugnung und Verdrängung unserer Vergangenheit in der Bundesrepublik.
Margarete Mitscherlich war eine bahnbrechende Psychoanalytikerin und Autorin, deren Werk sich tiefgehend mit den psychologischen Auswirkungen des Nachkriegstraumas und gesellschaftlichen Umbrüchen befasste. Ihre Schriften, oft provokativ und zum Nachdenken anregend, untersuchten Themen wie Kollektivschuld, die Rolle der Frau in der Gesellschaft und die Herausforderungen der Emanzipation. Mitscherlich war bekannt für ihren analytischen Ansatz und ihr Bestreben, komplexe menschliche Emotionen und deren Einfluss auf das kollektive Bewusstsein zu verstehen. Ihre Beiträge hallen bis heute nach und bieten tiefe Einblicke in bleibende Aspekte menschlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Entwicklung.






Grundlegende psychoanalytische Studie (von 1967) zum Prozess der Verleugnung und Verdrängung unserer Vergangenheit in der Bundesrepublik.
eine psychoanalytische Untersuchung zur Aggression der Geschlechter
Das Buch behandelt die Problematik der Idealisierung von Vorbildern aus der kollektiven Psychose Hitlerdeutschlands. Aus dem Inhalt: Probleme der Idealisierung - Idealismus und Terror - Sexualität und Unterdrückung der Frau - Konflikt - Narzisstische Neurose, Grundstörung und Trauma - Wiederholungszwang oder Neubeginn - Psychoanalytische Bemerkungen zu Karl Kraus und Franz Kafka.
Margarete Mitscherlich ist zweifellos eine der prägendsten Psychoanalytikerinnen ihrer Generation. Anhand ihres eigenen Lebensweges verdeutlicht sie das Verhältnis zwischen Leben, Lebenssinn und Lebenswerk. Die Beziehung zu ihrer Mutter begreift sie als wegweisend für ihre persönliche Entwicklung und ihr berufliches Schaffen, gelangte sie doch erst durch die Aufarbeitung dieser komplexen Beziehung selbst zur Beschäftigung mit der Psychologie. Mitscherlich analysiert die Bedeutung ihrer deutsch-dänischen Herkunft sowie den Einfluss der NS-Diktatur auf ihr privates Leben und ihren beruflichen Werdegang. Unermüdlich und uneitel verfolgt sie ihre Erinnerungsarbeit, durchleuchtet dabei ihr eigenes Leben mit den Mitteln der Psychoanalyse.