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Yasmina Khadra

    10. Januar 1955

    Yasmina Khadra, das Pseudonym des algerischen Autors Mohammed Moulessehouls, ist bekannt für seine scharfsinnigen Darstellungen von Gewalt und kulturellen Konflikten. Basierend auf seinen Erfahrungen als Armeeoffizier und während des algerischen Bürgerkriegs taucht Khadra tief in die Komplexität der menschlichen Psyche und gesellschaftlicher Umwälzungen ein. Er zielt darauf ab, Stereotypen abzubauen und westlichen Lesern durch authentische Perspektiven ein tieferes Verständnis von Themen wie religiösem Fanatismus zu vermitteln. Seine Fähigkeit, interkulturelle Spannungen darzustellen und die Motivationen von Charakteren zu verstehen, hat ihn als eine Stimme etabliert, die Grenzen überschreitet und Empathie fördert.

    Yasmina Khadra
    Die Engel sterben an unseren Wunden
    Nacht über Algier
    Die Algier-Romane
    Doppelweiß. Kriminalroman. Kommissar Llob aus Algier
    Der Schreiber von Koléa
    Die Schuld des Tages an die Nacht
    • Die Schuld des Tages an die Nacht

      • 413 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Nach einem halben Jahrhundert trifft Jonas noch einmal die Freunde aus Jugendtagen. Er blickt zurück auf sein Leben und die bewegte Geschichte seiner Heimat Algerien. Unter dem arabischen Namen Younes wird er auf der Nachtseite des Schicksals geboren, als Jonas wächst er im europäischen Viertel der Küstenstadt Rio Salado auf. Dort begegnet er der schönen Französin Émilie - sie wird die große Liebe seines Lebens. Die Sehnsucht dieser beiden Menschen spiegelt über Jahrzehnte hinweg das dramatische Verhältnis von Orient und Okzident, zweier Welten, die einander so viel Leid zufügen und dennoch so verzweifelt um Versöhnung ringen. Dass sie möglich ist, zeigt Yasmina Khadras großer Roman auf unvergleichlich poetische Weise. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel!

      Die Schuld des Tages an die Nacht
      4,3
    • Der Schreiber von Koléa

      Roman meines Lebens

      Als hoher Offizier der algerischen Armee veröffentlichte Mohammed Moulessehoul seine ersten Romane wegen der strengen Zensurbestimmungen unter weiblichem Pseudonym: Hommage an die Courage der algerischen Frauen in finsterer Zeit. Erst nachdem er im Jahr 2000 mit seiner Familie nach Frankreich geht, kann er das Geheimnis um seine Identität lüften. Yasmina Khadra zählt heute zu den wichtigsten literarischen Stimmen der arabischen Welt und ist einer der erfolgreichsten Autoren Europas. `Der Schreiber von Koléa´ ist sein persönlichstes Buch, sein bestes, sagen viele. In ausdrucksstarker, bildhafter Prosa, mit Tempo und analytischer Schärfe schlägt er sich mit seiner Feder einen Weg durch den algerischen Dschungel und erzählt von einer Jugend in Nordafrika. Der junge Mohammed will Schriftsteller werden. Sein Vater zwingt ihn zu einer Karriere beim Militär. Mohammed flüchtet in die Welt der Literatur. Heimlich beginnt er zu schreiben. Eine folgenschwere Entscheidung, denn die Bürgerkriegsarmee duldet keine Schriftsteller! – Diese leidenschaftliche Stimme geht zu Herzen.

      Der Schreiber von Koléa
      4,0
    • Kommissar Llob ermittelt nach dem Mord an dem Diplomaten Ben Ouda und deckt ein illegales Finanzimperium auf. Dabei trifft er auf Kriegsgewinnler und kleine Gauner, während er selbst in großer Gefahr schwebt. Yasmina Khadra beleuchtet die Selbstzerstörung der algerischen Gesellschaft und thematisiert Korruption, Verbrechen und Terror.

      Doppelweiß. Kriminalroman. Kommissar Llob aus Algier
      3,9
    • Kommissar Brahim Llob aus Algier, humorvoll, sarkastisch und dabei absolut integer, scheint auf verlorenem Posten zu stehen. Das Leben in Algier wird geprägt von bürgerkriegsähnlichen Zuständen: Korruption, Machtkämpfe und religiöser Fanatismus regieren den Alltag. Doch Llob zögert nicht, die Drahtzieher in den höchsten Kreisen zu suchen. Khadra lässt in intensiven Bildern das vom Terror verwüstete Algerien entstehen – es ist zugleich eine Liebeserklärung an sein Land. Mit entlarvender Hellsichtigkeit inszeniert er das Drama der algerischen Gegenwart als Tragödie in drei Akten. »Herbst der Chimären«, der letzte Teil der Trilogie, wurde 2002 mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet.

      Die Algier-Romane
      3,9
    • Nacht über Algier

      • 402 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Aus Rache schiebt der betrogene Haj Thobane dem jungen Assistenten des Kommissars Llob einen Mord in die Schuhe. Dieser stürzt sich in gefährliche private Ermittlungen und kommt kaltblütigen Verbrechern auf die Spur.

      Nacht über Algier
      3,8
    • Die Engel sterben an unseren Wunden

      • 384 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Im ländlichen Algerien zwischen den Weltkriegen wächst der junge Muslim Turambo in extremer Armut auf, getrieben von nur einer Sehnsucht: Er will in Freiheit und Würde leben - wie die französischen Kolonialherren . Wenige Jahre später genießt er als gefeierter Boxchampion den ersehnten Ruhm, lernt das mondäne Stadtleben, den Luxus und die Liebe kennen. Doch die glanzvolle Karriere fordert einen hohen Preis, und das Glück ist nur von kurzer Dauer. Eindrucksvoll erzählt Yasmina Khadra die tragische Geschichte eines jungen Mannes, der von einem besseren Leben träumt - in einem zerrissenen Land, in dem Korruption und soziale Gegensätze unüberwindbar scheinen.

      Die Engel sterben an unseren Wunden
      4,0
    • Erneut legt Yasmina Khadra einen packenden Thriller über die Logik des Terrorismus vor. In der Folge einer mitleidlosen Razzia des US-Militärs wird ein junger unbeteiligter Iraker tief gedemütigt und muss seine Familie und sein Heimatdorf verlassen. Er beschließt, sein Leben der Aufgabe zu widmen, den Westen tödlich zu treffen. Plastisch und einfühlsam erzählt Yasmina Khadra vom Leben der Menschen in einer ausweglosen Spirale aus zerstörter Ehre und Hass in einem zerbrochenen Land.

      Die Sirenen von Bagdad
      3,9
    • Amin Jaafari ist ein hoch angesehener Arzt in Tel Aviv - und ein arabischer Israeli. Umso rascher gerät er unter Verdacht, als die Polizei herausfindet, dass seine Frau in Tel Aviv als Selbstmordattentäterin ein Restaurant sprengte. Jaafari kann es nicht fassen, dass er von dem Plan seiner Frau nichts wusste. Er reist nach Bethlehem und Dschenin, in die Zentren des palästinensischen Widerstandes. Unbeirrt versucht Jaafari, die Verantwortlichen zu finden, die seine Frau zu einer „Schwarzen Witwe“ gemacht und sein Leben zerstört haben.

      Die Attentäterin
      3,9
    • Die Lämmer des Herrn

      • 213 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Yasmina Khadra schreibt über die Tragödie unserer Zeit Ghachimat ist ein friedliches Dorf am Fuße des Tlemcen-Gebirges. Ein Dorf wie jedes andere: Man liebt sich, man haßt sich, man intrigiert. Algier ist weit, und die politischen Unruhen, die sich dort abspielen, berühren die Leute in Ghachimat zunächst nicht sonderlich. Drei Freunde, der Polizist Allal, der Lehrer Kada und der arbeitslose Jafer werben um dasselbe Mädchen, Sarah, die Tochter des Bürgermeisters. Als Allal Sarah schließlich heiratet, bittet der frustrierte Kada den ortsansässigen Imam, ihn als Freiwilligen zu den Mudjaheddin nach Afghanistan zu entsenden. Nach Jahr und Tag kehrt er als glühender Fundamentalist zurück und wird zum neuen Emir gewählt. Das Dorf polarisiert sich, der Islamismus zieht immer mehr Enttäuschte in seinen Bann, spaltet Familien und Freundschaften. Kada eröffnet den Feldzug gegen die Vertreter der Staatsmacht im Dorf, gegen ihre Sympathisanten. Das Morden beginnt. Und damit eine Tragödie, die eindringlich und schonungslos die Entmenschlichung unter einem religösen Terror-Regime schildert

      Die Lämmer des Herrn
      3,3
    • Wovon die Wölfe träumen

      • 336 Seiten
      • 12 Lesestunden

      „Ich habe meinen ersten Mann am Mittwoch, dem 12. Januar 1994, morgens um 7 Uhr 35 getötet. Er war Anwalt.“ Nafa Walid, der Sohn eines kleinen Eisenbahners aus der Kasbah von Algier, träumt davon, Schauspieler zu werden. Doch dieser Traum zerbricht, und er wird Chauffeur bei der einflussreichen Familie Raja in einer luxuriösen Villa. Als ein junges Mädchen im Bett des Raja-Sohnes an einer Überdosis Heroin stirbt, zwingt dieser Nafa, das Mädchen zu verscharren, nachdem ihr Gesicht entstellt wurde. Dieses traumatische Erlebnis stürzt Nafa in Verzweiflung, und er sucht Trost in der Religion. Ein fanatischer Islamist führt ihn zum Imam. Nafa möchte den Raja-Sohn des Mordes anklagen, erkennt jedoch, dass er gegen die mächtige Familie keine Chance hat. Resigniert willigt er schließlich ein, für die Fundamentalisten zu arbeiten. Was folgt, ist ein langsamer, stufenloser Abstieg in die Hölle. „Erschreckend, fesselnd, lehrreich.“ FAZ „Wenn es Hoffnung auf ein Ende der Gewalt gibt, dann vielleicht durch Bücher wie dieses.“ Brigitte „Der Westen ist eindrücklich gewarnt: Die islamistische Gewalt kennt keine Grenzen.“ Saarbrücker Zeitung „Kein Film, kein Zeitungsartikel kann uns ein Land so dramatisch nahebringen.“ Elke Heidenreich

      Wovon die Wölfe träumen
      3,8