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Michel Foucault

    15. Oktober 1926 – 25. Juni 1984

    Michel Foucault war ein französischer Philosoph und Ideenhistoriker, dessen Werk sich auf kritische Studien sozialer Institutionen und Machtsysteme konzentrierte. Er untersuchte die Beziehung zwischen Wissen und Macht und analysierte Diskurse, die unser Verständnis von Medizin, Psychiatrie und dem Gefängnissystem prägen. Seine von Nietzsche beeinflusste Methodik versuchte, die historischen Wurzeln unserer modernen Denksysteme aufzudecken. Foucaults Einfluss auf akademische Kreise ist bis heute tiefgreifend.

    Michel Foucault
    Raymond Roussel
    Die Macht der Psychiatrie
    Geschichte der Gouvernementalität 2
    Die Strafgesellschaft
    Subjektivität und Wahrheit
    Der Mut zur Wahrheit
    • Der Mut zur Wahrheit

      Die Regierung des Selbst und der anderen II. Vorlesungen am Collège de France 1983/84

      • 478 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Die Vorlesung aus Michel Foucaults letztem Lebensjahr konfrontiert Sokrates mit den Kynikern, die strahlende Gründergestalt der abendländischen Philosophie mit den selbsternannten Underdogs des Denkens. Die Kyniker stellen sich in die von Sokrates begründete Tradition eines Mutes, der »Wut, Ärger, Rache und sogar Gerichtsverhandlungen riskiert, um die Menschen gegen ihren Willen dazu zu bringen, sich um sich selbst, um ihre Seele und die Wahrheit zu kümmern«. Diese Prüfung seiner selbst und der anderen war für die kommenden Technologien des Selbst von entscheidender Bedeutung.

      Der Mut zur Wahrheit
      4,7
    • Michel Foucaults Vorlesungen am Collège de France aus den Jahren 1980 und 1981 markieren einen Wendepunkt in seinem Werk und leiten über zu seinen beiden letzten großen Werken Der Gebrauch der Lüste und Die Sorge um sich. Die antike Lebenskunst und Ethik tritt nun ganz in den Fokus der Analyse, mit dem Ziel einer Genealogie der Sexualmoral der Gegenwart. »Was geschah während des 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung am Übergang von einer paganen zu einer christlichen Moral?«, so Foucaults Ausgangsfrage. Durch eine minutiöse Untersuchung antiker medizinischer Schriften und Abhandlungen über die Ehe, die Liebe sowie die Deutung erotischer Träume legt er ein Verhältnis des Selbst zu seinen Lüsten frei, das der christlichen Angst vor der Fleischeslust und der Konstruktion einer modernen Sexualwissenschaft vorausging. Schon im griechischen Denken beginnt sich eine Einteilung der Geschlechter nach Aktivität und Passivität zu etablieren, und bereits im Stoizismus des römischen Kaiserreichs entwickelt sich ein Modell der Ehe, das auf lebenslanger Treue basiert, sowie eine Disqualifikation der Homosexualität, jedoch integriert in eine umfassende Lebenskunst. Erst das Christentum transformiert diese Formen der Subjektivität und Sexualität zu Objekten des Wissens und einer Moral, die uns bis heute prägt. Ein bahnbrechendes Werk über die Quellen unseres modernen Selbst.

      Subjektivität und Wahrheit
      4,6
    • Die Strafgesellschaft

      Vorlesungen am Collège de France 1972–1973

      • 444 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Michel Foucaults in den Jahren 1972 und 1973 gehaltene große Vorlesungen Die Strafgesellschaft untersuchen die Beziehungen zwischen Recht und Wahrheit und wie beide sich verbunden haben, um zur Entstehung eines neuen Strafregimes beizutragen, das unsere Gesellschaften bis heute bestimmt. Sie sollten der Vorbereitung von Foucaults wirkmächtigem Buch Überwachen und Strafen dienen, entfalten aber eine ganz eigene Dynamik, die über eine Genealogie des Gefängnissystems hinausgeht und die gesamte kapitalistische Gesellschaft in den Blick nimmt als eine spezifische Organisation vielfältiger Regelverstöße. Foucault arbeitet sich durch ein zuvor für die klassische politische Ökonomie unerschlossenes historisches Material: den Diskurs der englischen Quäker und Dissenter, ihre Philanthropie und ihre Moralisierung der Arbeitszeit, die den modernen Strafvollzug hervorbringen. Im Zuge einer Kritik an Hobbes liefert Foucault vor diesem Hintergrund eine Analyse des Bürgerkriegs, den er nicht als einen Krieg aller gegen alle begreift, sondern als eine allgemeine Matrix der Funktionsweise von Strategien der Strafe, deren Ziel weniger der Kriminelle als der innere Feind ist. Die Strafgesellschaft kann als bahnbrechende Analyse der Entstehung der modernen Gesellschaft zweifellos zu den großen Werken über die Geschichte des Kapitalismus gerechnet werden.

      Die Strafgesellschaft
      4,5
    • Geschichte der Gouvernementalität 2

      • 517 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Diese Vorlesungen Michel Foucaults am Collège de France stehen am Anfang eines der wirkmächtigsten Konzepte der modernen Sozialwissenschaften und Politischen Philosophie – der »Gouvernementalität«. Foucaults zweibändige Geschichte der Gouvernementalität entwickelt diesen Begriff und seine theoretischen Implikationen anhand einer materialreichen Analyse der Genese des modernen Liberalismus und seines Schattens: der Biomacht. Während der erste Band den Akzent auf die Beziehungen zwischen der Regierungskunst, der Normalisierung und der Subjektivierung legt, konzentriert sich Die Geburt der Biopolitik auf den Neoliberalismus und die komplexen Relationen, die er mit dem Staat unterhält. Hinter allen historischen, soziologischen, politischen und ökonomischen Untersuchungen steht aber das, was für Foucault das eigentliche Interesse des Philosophen ausmacht: die »Politik der Wahrheit«.

      Geschichte der Gouvernementalität 2
      4,4
    • Die Macht der Psychiatrie

      Vorlesungen am Collège de France 1973–1974

      • 595 Seiten
      • 21 Lesestunden

      In Die Macht der Psychiatrie präsentiert Michel Foucault eine Genealogie der modernen Psychiatrie und der spezifischen Wissensformen, die sie hervorgebracht hat. Man kann, so seine These, den Erkenntnissen der Psychiatrie über den Wahnsinn nur dann Rechnung tragen, wenn man sie ausgehend von den Dispositiven und Wissenstechniken analysiert, die die Behandlung der Kranken bestimmen. Foucaults brillante Untersuchung konzentriert sich vor allem auf die Frühzeit der Psychiatrie von Pinel bis Charcot und schließt mit einer Betrachtung der »Depsychiatrisierung« des Wahnsinns in den Neurowissenschaften und der Psychoanalyse, die über die Bewegung der Antipsychiatrie bis in die Gegenwart wirkt.

      Die Macht der Psychiatrie
      4,5
    • Raymond Roussel

      • 191 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Erarbeitung von Kategorien und Beschreibungsmitteln, die in der Lage sind, den in der Moderne gewandelten Status literarischer Texte zu erfassen. Am Beispiel Roussel schlägt Foucault als zentralen Begriff dafür den des »double« vor, ein Begriff, der auch für die poststrukturale Ästhetik von besonderer Bedeutung ist, Mit Raymond Roussel wird dem deutschen Publikum somit nicht allein das Werk eines der Bedeutendsten Philosophen unserer zeit vorgestellt, sondern darüber hinaus ein Beitrag zur aktuellen Diskussion geleistet, die im Rahmen des Poststrukturalismus geführt wird.

      Raymond Roussel
      4,7
    • Die Hauptwerke

      • 1686 Seiten
      • 60 Lesestunden

      Michel Foucault, Philosoph und Historiker, politischer Aktivist und Professor am Collège de France, verband die Arbeit im Archiv mit unmittelbarem politischem Engagement und verstand es wie kein zweiter, die historisch-philosophische Analyse unserer Kultur für eine kritische Diagnose der Gegenwart fruchtbar zu machen. Seine Analysen der neuzeitlichen Ordnungen der Sexualität und des Wissens, der modernen Biomacht und der Gouvernementalität haben das theoretische Terrain abgesteckt, auf dem die aktuellen Debatten um eine Neubestimmung der condition humaine geführt werden. Vor allem seine diskurs- und machttheoretischen Schriften haben eine ganze Generation von Intellektuellen geprägt. Der Band versammelt die einschlägigen Hauptschriften Foucaults, die nach wie vor den Königsweg zu seinem Denken darstellen: Die Ordnung der Dinge, Archäologie des Wissens, Überwachen und Strafen und die drei Bände der Studien über Sexualität und Wahrheit: Der Wille zum Wissen, Der Gebrauch der Lüste und Die Sorge um sich.

      Die Hauptwerke
      4,5
    • Geschichte der Gouvernementalität 1

      • 600 Seiten
      • 21 Lesestunden

      Diese Vorlesungen Michel Foucaults am Collège de France stehen am Anfang eines der wirkmächtigsten Konzepte der modernen Sozialwissenschaften und Politischen Philosophie – der »Gouvernementalität«. Foucaults zweibändige Geschichte der Gouvernementalität entwickelt diesen Begriff und seine theoretischen Implikationen anhand einer materialreichen Analyse der Genese des modernen Liberalismus und seines Schattens: der Biomacht. Während der erste Band den Akzent auf die Beziehungen zwischen der Regierungskunst, der Normalisierung und der Subjektivierung legt, konzentriert sich Die Geburt der Biopolitik auf den Neoliberalismus und die komplexen Relationen, die er mit dem Staat unterhält. Hinter allen historischen, soziologischen, politischen und ökonomischen Untersuchungen steht aber das, was für Foucault das eigentliche Interesse des Philosophen ausmacht: die »Politik der Wahrheit«.

      Geschichte der Gouvernementalität 1
      4,3
    • In Verteidigung der Gesellschaft

      Vorlesungen am Collège de France 1975/1976

      Neben der großen vierbändigen Ausgabe der Dits et Ecrits erscheint gegenwärtig eine umfangreiche Ausgabe der Vorlesungen Foucaults am Collège de France. In diesen Vorlesungen ist ein neuer Foucault zu entdecken: Neben der pointierten mündlichen Präsentation des Gegenstands, die seinen Denkweg verdeutlicht, findet sich immer das Bemühen um Aktualisierung, um eine Analyse der Gegenwart. Die Edition der Vorlesung aus dem Jahr 1975/76 In Verteidigung der Gesellschaft, mit der diese Edition begann, folgt Manuskripten und Tonbandmitschnitten. Foucault geht hier der Frage nach, inwieweit Machtverhältnisse nach dem Modell des Krieges analysiert werden können. Seine im doppelten Wortsinn polemischen Ausführungen lassen sich in der Frage zusammenfassen, ob, in Umkehrung von Clausewitz, die Politik die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln sei.

      In Verteidigung der Gesellschaft
      4,3
    • Die Anormalen

      Vorlesungen am Collège de France 1974/1975

      • 476 Seiten
      • 17 Lesestunden

      In dieser Vorlesung am Collège de France, die thematisch in engem Zusammenhang mit Überwachen und Strafen steht, beschäftigt sich Foucault mit Personengruppen, die gesellschaftlich als anormal stigmatisiert worden sind. Dazu zählen, in der Reihenfolge ihres historischen Auftretens, die Monstren wie z. B. Hermaphroditen oder siamesische Zwillinge, die Korrektionsbedürftigen wie z. B. Straftäter und schließlich die Onanisten. An ihnen untersucht er das Auftauchen von Normalisierungstechniken zusammen mit den neu entstehenden Machtformen. Die Art und Weise, wie sie sich ausgebildet und installiert haben, ohne sich jemals auf eine einzige Institution zu stützen, und das Spiel, das sie zwischen den verschiedenen Institutionen betreiben, haben, so Foucault, unsere Gesellschaft bis heute zutiefst geprägt.

      Die Anormalen
      4,3
    • Im Jahre 1973 hat Michel Foucault an der Katholischen Universität in Rio de Janeiro drei Vorträge gehalten, in denen er seiner Idee einer neuen, einer anderen Geschichte der Wahrheit nachging. Ausgehend von den juristischen Praktiken und der Art, wie man über Schuld und Verantwortung unter den Menschen urteilte, untersucht Foucault, wie die Gesellschaft Typen von Subjektivität definiert hat, Formen von Wissen, und damit auch die Beziehung zwischen dem Mensch und der Wahrheit. In brillanten Analysen des König Ödipus von Sophokles, methodologischen Reflexionen ausgehend von Nietzsche und historischem Material aus seinen Forschungen zum Gefängnis entfaltet Foucault eine Geschichte der Wahrheit, die ganz anders ist als jene, welche die herkömmliche Wissenschaftsgeschichte gerne erzählt.

      Die Wahrheit und die juristischen Formen
      4,5
    • Der Diskurs der Philosophie

      Bisher unbekannt und unveröffentlicht | Foucaults Geschichte der Philosophie von Decartes bis zum 20. Jahrhundert

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Was ist Philosophie? Und welche Rolle spielt sie in der Gegenwartsgesellschaft? Zwischen Juli und Oktober 1966, einige Monate nachdem er durch das Erscheinen von Die Ordnung der Dinge schlagartig zum neuen Star der Philosophie aufgestiegen war, gab Michel Foucault in einem sorgfältig durchkomponierten Manuskript seine Antwort auf diese bis heute viel diskutierten Fragen. Im Gegensatz zu denjenigen, die entweder das Wesen der Philosophie enthüllen oder sie gleich für tot erklären wollen, begreift Foucault sie als einen Diskurs, dessen Ökonomie im Vergleich mit anderen Diskursen – wissenschaftlichen, literarischen, alltäglichen, religiösen – herausgearbeitet werden muss.Der Diskurs der Philosophie schlägt somit eine neue Art und Weise der Philosophiegeschichtsschreibung vor, die von der reinen Kommentierung der großen Denker wegführt. Nietzsche nimmt allerdings einen besonderen Platz ein, da er eine neue Epoche einleitet, in der die Philosophie zur Gegenwartsdiagnose wird: Von nun an ist es ihre Aufgabe, einer Gesellschaft zu erklären, was ihr Zeitalter ausmacht. Nirgendwo hat Michel Foucault die Ambitionen seines intellektuellen Programms so deutlich gemacht wie in diesem Werk, das fast 60 Jahre nach seiner Niederschrift nun erstmals veröffentlicht wird. Eine kleine Sensation!

      Der Diskurs der Philosophie
      4,3
    • Der Mensch ist ein Erfahrungstier

      Gespräch mit Ducio Trombadori

      • 144 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Michel Foucault führte dieses Gespräch Ende 1978, bald nach dem Erscheinen von Der Wille zum Wissen. Wie ein roter Faden zieht sich durch diese Unterredungen der Begriff der »Erfahrung« und ihre Bedeutung für das Individuum. Eine Erfahrung ist etwas, in der das Subjekt nicht dasselbe bleibt, aus der es als ein anderes hervorgeht. In der Offenheit für Erfahrungen entsteht ein anderes Verständnis des Subjekts - eines Subjekts, das den Verlust seiner Identität in »Grenzerfahrungen« geradezu sucht.

      Der Mensch ist ein Erfahrungstier
      4,3
    • Die Geständnisse des Fleisches

      • 556 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Dreieinhalb Jahrzehnte nach dem Tod des Autors erscheint der vierte und letzte Band von Sexualität und Wahrheit - Michel Foucaults grossangelegter Geschichte der Sexualität und Meilenstein philosophischer Forschung im 20. Jahrhundert. Die Geständnisse des Fleisches , von Foucault noch auf dem Sterbebett vollendet, schliesst an die legendären Vorgängerbände an und zeugt einmal mehr von der Ausnahmestellung dieses Denkers. Im Mittelpunkt stehen die ethischen Diskussionen der Kirchenväter über das Geschlechtsleben in den ersten frühchristlichen Jahrhunderten. Foucault liest die Predigten und Abhandlungen von Clemens von Alexandria, Gregor von Nyssa, Johannes Chrysostomos, Johannes Cassianus oder Augustinus von Hippo als Dokumente einer Sorge um das Seelenheil - als Zeugnisse der Herausbildung einer neuen Moral und Selbsterfahrung, die das Abendland fortan prägen sollten. Insbesondere die Jungfräulichkeit und die Ehe stehen dabei im Fokus der Auseinandersetzungen, die bei Augustinus in eine bis in unsere Gegenwart wirkende Ökonomie der Begierde münden: in eine konstitutive Pflicht des Subjekts zur stetigen Problematisierung des Verhältnisses von Freiheit und Natur, von Vernunft und Begehren

      Die Geständnisse des Fleisches
      4,3
    • Ästhetik der Existenz

      Schriften zur Lebenskunst

      • 346 Seiten
      • 13 Lesestunden

      In der letzten Phase seines Schaffens hat sich Michel Foucault mit Passion und Akribie dem Studium antiker Texte gewidmet und die klassischen Modelle einer lebenspraktischen »Sorge um sich« und »Ästhetik der Existenz« der historischen Vergessenheit entrissen. In den kleinen Texten und Interviews derselben Zeit, die der Auswahlband versammelt, unternimmt Foucault den riskanten und faszinierenden Versuch einer Aktualisierung dieser antiken Denkfiguren. Die alles entscheidende Frage für Foucault ist dabei: Kann es heute eine Lebensform geben, die nicht vom Wissen und von der Norm bestimmt wird, sondern die ein Experiment ist und das Leben als Kunst versteht?

      Ästhetik der Existenz
      4,0
    • Diskurs und Wahrheit

      Die Problematisierung der Parrhesia. Berkeley-Vorlesungen 1983

      6 Vorlesungen, die 1983 in Berkeley gehalten wurden: Wer ist in der Lage, die Wahrheit zu sagen? Mit welchen Folgen und mit welcher Beziehung zur Macht? Parrhesia bedeutet, freimütig und aufrichtig die Wahrheit zu sagen, und ist zuallererst eine Praktik, der es um die Übereinstimmung zwischen Denken und Leben geht.

      Diskurs und Wahrheit
      4,0
    • Überwachen und Strafen

      Die Geburt des Gefängnisses

      • 396 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Marter, Bestrafung, Disziplin, Gefängnis – das sind die vier großen Themen in Michel Foucaults erfolgreichem und fesselndem Buch über die Geburt des Gefängnisses, mit dem er eine schonungslose Inventur der Entwicklung der Gefängnis- und Bestrafungsstrukturen seit Mitte des 19. Jahrhunderts vornimmt und die modernen Gesellschaften als »Disziplinargesellschaften« ausmacht.

      Überwachen und Strafen
      4,3
    • Über den Willen zum Wissen

      • 394 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Der Wille zum Wissen, die Sorge des Subjekts um sich selbst und die Selbsttechnologien erscheinen als zentrale Themen in Michel Foucaults Spätwerk. Überraschend ist jedoch die Entdeckung, dass bereits seine ersten Vorlesungen am Collège de France aus den Jahren 1970 und 1971 diese Fragen aufgreifen. Die übliche Dreiteilung seiner Werkphasen in eine frühe "Archäologie des Wissens", eine mittlere "Genealogie der Disziplinargesellschaft" und schließlich eine späte Geschichte der "Selbsttechnologien" und "Gouvernementalität" erweist sich als fragwürdig. Die Vorlesungen zeigen bereits deutliche Spuren der späteren Gedanken zu Selbsttechnologien, während auch Motive der Archäologie des Wissens und der sich entwickelnden Genealogie der Disziplinargesellschaft erkennbar sind. Foucault beschäftigt sich vor allem mit der Frage, wie eine Geschichte der Wahrheit oder der Diskurse über Wahrheit zu schreiben ist. Er beginnt in der griechischen Antike und verfolgt das Thema bis zu Nietzsche, einem für sein Werk wichtigen Autor. In der Frage nach der Wahrheit und ihrer Geschichte scheinen alle Motive seines Œuvres bereits Anfang der 1970er Jahre zusammenzulaufen. Ein bemerkenswertes Dokument, das nicht nur für Foucault-Kenner, sondern auch für Interessierte von Bedeutung ist.

      Über den Willen zum Wissen
      4,2
    • Schriften zur Medientheorie

      • 334 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Michel Foucault war Philosoph und Historiker, Begründer einer bestimmten Spielart der Diskursanalyse, aber kein Medienwissenschaftler. Nie empfahl er seine Schriften als "Rezepte" für irgendeine Denkweise oder gar Fachdisziplin, sondern nannte sie lieber "Werkzeuge" und sogar "Träume". Darin kommt eine von Foucault kultivierte "experimentelle Haltung" zum Ausdruck, die sowohl für seine großen Abhandlungen als auch für seine Essays, Vorträge und Gelegenheitsäußerungen zu Malerei und Photographie, zur Musik und zum Kino, zur Ordnung des Diskurses und zum Rauschen der Informationstechnologien prägend war. Der Band versammelt erstmals all jene (kürzeren) Texte, in denen Foucault die Entstehung und den Wandel der heutigen Medienkultur beleuchtet.

      Schriften zur Medientheorie
      4,0
    • Hermeneutik des Subjekts

      Vorlesungen am Collège de France 1981/82

      • 694 Seiten
      • 25 Lesestunden

      Michel Foucaults Vorlesung »Hermeneutik des Subjekts«, die er 1981/82 am Collège de France hielt, war ein so umstrittenes wie einflußreiches Ereignis. Foucault bestimmte hier die historischen wie theoretischen Voraussetzungen eines seiner wirkmächtigsten Konzepte: der Sorge um sich. Der Entwurf einer Ästhetik der Existenz gewinnt in Foucaults subtiler Interpretation klassischer antiker Texte seine Konturen. Seine Lektüre kanonischer Texte von Platon, Mark Aurel, Epikur und Seneca zielt dabei auf eine neue Theorie des Subjekts, die sich nicht auf eine historische Rekonstruktion beschränkt, sondern versucht, eine andere – historische – Perspektive auf die Konstitution des modernen Subjekts zu gewinnen: auf die Art und Weise, wie wir uns als Subjekte zu uns selbst verhalten. Dadurch eröffnet sich zugleich eine neue Sicht auf die politischen Kämpfe der Gegenwart, die sich nun als ein Aufbegehren gegen das Verschwinden der Identität begreifen lassen.

      Hermeneutik des Subjekts
      4,2
    • Foucault

      • 576 Seiten
      • 21 Lesestunden
      Foucault
      3,5
    • Dispositive der Macht

      Über Sexualität, Wissen und Wahrheit

      • 232 Seiten
      • 9 Lesestunden

      „Verweigere den alten Kategorien des Negativen (Gesetz, Grenze, Kastration, Mangel, Lücke), die das westliche Denken so lange als eine Form der Macht und einen Zugang zur Realität geheiligt hat, jede Gefolgschaft! Gib dem den Vorzug, was positiv ist und multipel, der Differenz vor der Uniformität, den mobilen Dispositiven vor den Systemen! Glaube daran, daß das Produktive nicht seßhaft ist, sondern nomadisch!“

      Dispositive der Macht
      3,5
    • Von der Subversion des Wissens

      • 148 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Es gehört zu den charakteristischen und faszinierenden Zügen des französischen Philosophen Michel Foucault, daß seine intellektuelle Biographie sich aus allen essentiellen geistigen Strömungen der Moderne speist: Psychoanalyse, Phänomenologie, Strukturalismus, die Philosophien Nietzsches und Heideggers. Alle diese Entwürfe, angereichert durch medizinische und literarische Erfahrung, hat er in höchst produktiver Weise benutzt und zugleich überschritten - sie wirken fort in der Vielfalt der von seinem Werk ausgehenden Anregungen und Provokationen. Von der Subversion des Wissens vereinigt Dokumente einerseits zu Foucaults Bildungsweg bis zum Ende der sechziger Jahre, andererseits zu seiner nach dem Pariser Mai vollzogenen Wendung zur Politik. Die drei Gespräche - mit Paolo Caruso, Gilles Deleuze und mit Pariser Studenten - belegen eindrucksvoll, wie Foucault, der Theoretiker der 'Ausgrenzung', sich mit ausgrenzenden Institutionen konkret befaßte - mit Gefängnissen, Schulen, psychiatrischen Anstalten. Drei Aufsätze, die sich auf Bataille, Blanchot und Nietzsche beziehen, erkunden den Zusammenhang von Macht und Wissen und die Möglichkeit eines 'anderen', subversiven Wissens. Der Band enthält im Anhang eine bis 1986 reichende Bibliographie der Schriften Foucaults und deren deutschen Übersetzungen.

      Von der Subversion des Wissens
      4,0
    • Psychologie und Geisteskrankheit ist sowohl im Hinblick auf Foucaults eigene Forschungen als auch im Rahmen der strukturalen Theo­rie eine programmatische Schrift, eine Art Modell: der Autor expliziert Wissenschaft in Kategorien menschlicher Existenz, psychische Krankheit und psychologische Analyse als Moment der Geschichte des Individuums und der Gesellschaft. Ausgehend von klinischen Befunden und dem Zusammenhang zwischen psychischen und organischen Prozessen, definiert er die »psychologische Dimension« des Bewußtseins und die »allgemeinen Strukturen« der Geisteskrankheiten, in denen sich bestimmte Merkmale der Geschichte des Menschen und seiner Freiheit reproduzieren.

      Psychologie und Geisteskrankheit
      4,2
    • Die Ordnung der Dinge

      Eine Archäologie der Humanwissenschaften

      »Dieses Buch muss als eine vergleichende Studie gelesen werden. Was ich wollte, war, eine bestimmte Zahl von Elementen nebeneinander zu zeigen – das Wissen von den Lebewesen, das Wissen von den Gesetzen der Sprache und das Wissen der ökonomischen Fakten – und sie mit dem philosophischen Diskurs ihrer Zeit in Verbindung zu setzen für einen Zeitraum, der sich vom siebzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert erstreckt.« (Foucault)

      Die Ordnung der Dinge
      4,2
    • Archäologie des Wissens

      • 300 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Die Archäologie des Wissens stellt Fragen wie: Wie soll man die verschiedenen Begriffe spezifizieren, mit denen man die Diskontinuität in der Geschichte zu be greifen versucht (Schwelle, Bruch, Einschnitt,Wechsel, Tranformation)? Nach welchen Kriterien soll man die Einheiten isolieren, mit denen man es zu tun hat? Was ist eine Wissenschaft? Was ist ein Werk? Was ist eine Theorie? Was ist ein Begriff? Was ist ein Text? Welches ist das angemessene Niveau der Formalisierung, welches das der strukturalen Analyse, welches das der Kausalitätsbestimmungen?

      Archäologie des Wissens
      4,2
    • „Erst in der Rückschau wird deutlich, inwiefern es sich bei Foucaults Vortrag aus dem Jahr 1978 um ein Wegkreuz gehandelt hat. Foucaults Frage nach der Kritik ist eine verschobene Urszene, die über das frühere Werk Rechenschaft ablegt - und die Fäden, die das Spätwerk webt, im noch unverknüpften Zustand zeigt.“ (Armin Adam, SZ)

      Was ist Kritik?
      4,1
    • Die Regierung der Lebenden

      Vorlesungen am Collège de France 1979-1980

      • 500 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Die Vorlesungen, die Michel Foucault in den Jahren 1979 und 1980 am Collège de France gehalten hat, haben in seinem Werk eine Scharnierfunktion. Nach der Untersuchung der politischen Wahrheitsregime, die im Zentrum der großen Vorlesungen zur Gouvernementalität standen, treten hier nun die ethischen Wahrheitsregime, die Selbsttechnologien, ganz in den Fokus von Foucaults Forschungen. Ein Thema, das ihn bis zu seinem Tod beschäftigt hat. Wie kommt es, so Foucaults zentrale Frage, dass in der christlich-abendländischen Kultur von den Menschen nicht mehr nur Akte des Gehorsams und der Unterwerfung, sondern auch »Akte der Wahrheit«, des Wahrsprechens über sich selbst, über ihre Fehler, Wünsche und den Zustand ihrer Seele, verlangt werden? Zur Beantwortung dieser Frage unterzieht Foucault zunächst Sophokles' König Ödipus einer neuen Lektüre, wendet sich aber dann dem Urchristentum und dessen Praktiken der Taufe, Gewissensprüfung und Buße zu. In diesen Ritualen wird eine pastorale Ökonomie sichtbar, die um das öffentliche Geständnis kreist. Im Gegensatz zu dieser Ethik der Reinigung war die antike, heidnische Moral noch durch eine »Kunst der Existenz« bestimmt, wie sich in einem abschließenden Vergleich zeigt. Mit Die Regierung der Lebenden liegen nun Foucaults erste Untersuchungen zu diesen Fragen der Ethik und Ästhetik der Existenz vor, die den fulminanten Auftakt zu seinem Spätwerk bilden.

      Die Regierung der Lebenden
      4,1
    • »Im vorliegenden Band möchte ich einige allgemeine Züge hervorheben, die die Art und Weise charakterisieren, in der das sexuelle Verhalten vom klassischen griechischen Denken als Bereich moralischer Einschätzung und moralischer Optionen reflektiert worden ist. Ich gehe von dem seinerzeit gängigen Begriff des ›Gebrauchs der Lüste‹ aus, um die Subjektivierungsweisen, auf die er sich bezieht, herauszuarbeiten. Indem ich jeweils von einer Praktik ausgehe, die in der griechischen Kultur ihre Existenz, ihren Status und ihre Regeln hatte (gesunde Lebensführung, Hauswesen, Liebeswerben), werde ich analysieren, wie das medizinische und philosophische Denken diesen ›Gebrauch der Lüste‹ ausgearbeitet und einzelne Themen des Sittenstrenge formuliert hat, die auf vier großen Erfahrungsachsen wiederkehren sollten: Verhältnis zum Körper, Verhältnis zur Gattin, Verhältnis zu den Knaben und Verhältnis zur Wahrheit.« Michel Foucault

      Sexualität und Wahrheit 2
      4,1
    • Wahnsinn und Gesellschaft

      • 561 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Michel Foucault erzählt die Geschichte des Wahnsinns vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Er erzählt zugleich die Geschichte seines Gegenspielers, der Vernunft, denn er sieht die beiden als Paar, das sich nicht trennen läßt. Der Wahn ist für ihn weniger eine Krankheit als eine andere Art von Erkenntnis, eine Gegenvernunft, die ihre eigene Sprache hat oder besser: ihr eigenes Schweigen.

      Wahnsinn und Gesellschaft
      4,1
    • Die Sorge um sich

      • 315 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Warum ist das sexuelle Verhalten, warum sind die dazugehörigen Betätigungen und Genüsse Gegenstand moralischer Sorge und Beunruhigung? Wieso diese ethische Sorge, die – jedenfalls zu gewissen Zeiten, in gewissen Gesellschaften oder in gewissen Gruppen – wichtiger erscheint als die moralische Aufmerksamkeit, die man auf andere wesentliche Bereiche im individuellen oder kollektiven Leben verwendet, etwa das Ernährungsverhalten oder die Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten?

      Die Sorge um sich
      4,1
    • Sexualität und Wahrheit

      • 189 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Foucaults Hauptinteresse richtet sich auf die Erforschung der >polymorphen Techniken der Macht<: in welchen Formen, durch welche Kanäle, mittels welcher Diskurse schafft es die Macht, bis in die winzigsten und individuellsten Verhaltensweisen vorzudringen; auf welchen Wegen erreicht sie die seltenen und unscheinbaren Formen der Lust, und auf welche Weise durchdringt und kontrolliert sie die alltägliche Lust?

      Sexualität und Wahrheit
      4,1
    • Mikrophysik der Macht

      Über Strafjustiz, Psychiatrie und Medizin

      • 117 Seiten
      • 5 Lesestunden

      „Wenn die Gespräche Foucaults integraler Bestandteil seines Werkes sind, so deshalb, weil sie die historische Problemstellung jedes seiner Bücher auf die Konstruktion des aktuellen Problems (Wahnsinn, Bestrafung oder Sexualität) hin verlängern.“

      Mikrophysik der Macht
      2,0
    • Das Leben der infamen Menschen

      • 75 Seiten
      • 3 Lesestunden

      1977 ist der Text französisch erschienen, geschrieben als Vorwort für eine Sammlung von Dokumenten zur Geschichte der Internierung im Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Buch kam nicht zustande, geblieben ist dieser großartige Text. „Das Leben der infamen Menschen ist ein Meisterwerk.“ (Gilles Deleuze)

      Das Leben der infamen Menschen
      4,0
    • Eindringlich beschreibt der Philosoph Michel Foucault Diego Velázquez‘ berühmtes Bild Las Meninas (»Die Hoffräulein«) von 1656: Ein Bild, das der Kunstgeschichte Rätsel aufgab. Auf den ersten Blick porträtiert es die kleine Prinzessin Margarete von Spanien in kostbarem weißem Brokat, umgeben von ihrem Hofstaat. Doch auf linker Seite mit erhobenem Pinsel und vor seiner Staffelei erkennt der aufmerksame Betrachtende den Maler selbst. Portraitiert das Bild also genaugenommen den Akt des Portraitierens? Wieso aber schaut der Maler so konzentriert zu den Betrachtenden und nicht auf die Leinwand vor ihm? Und das Bild auf dieser Leinwand würde, aus dessen Blickwinkel, doch ein ganz anderes werden, als das, was wir von ihm gemalt wissen… Diego Velázquez malt also nicht das, was er hier sähe, sondern das, was die Betrachter sehen – die ganz hinten im Spiegel zu entdecken sind, der König und die Königin. Maler, König, Zuschauer: eine Verschmelzung, eine Hybris, ein Verwirrspiel der Blicke, das Michel Foucault zu entwirren sucht. Zunächst als Anfangskapitel der 1966 erschienenen Ordnung der Dinge verfasst, wird Foucaults Beschreibung von Velázquez‘ Las Meninas eine Grundsatzschrift des Philosophen: Eindrücklich wird die Dynamik zwischen Betrachtenden und Betrachteten, Subjekt und Objekt, Maler und Modell aufgeschlüsselt und dabei der für Foucaults Denken so zentrale Begriff der Repräsentation eingeführt.

      Die Hoffräulein
      3,0
    • Die Frage nach der Macht durchzieht nicht nur wie ein roter Faden das Werk Michel Foucaults, sondern war auch Anlaß zu höchst kontroversen Diskussionen, die keineswegs abgeschlossen sind – im Gegenteil: Foucaults Konzepte, wie etwa die Biomacht, die Gouvernementalität, aber auch die Ästhetik der Existenz oder die Disziplinarmacht, geben aktuellen Debatten in der Philosophie und Soziologie, aber auch der Politik- und Geschichtswissenschaft entscheidende Impulse. Dieser Band versammelt die wichtigsten Texte Foucaults und bietet somit einen umfassenden Überblick über einen der zentralen Bereiche der Theoriebildung der letzten Jahrzehnte. In seinem Nachwort erschließt Thomas Lemke sowohl den historischen als auch den systematischen Kontext von Foucaults Machttheorie.

      Analytik der Macht
      4,0
    • Schriften zur Literatur

      • 176 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Michel Foucaults Begriff der „Literatur“ ist schillernd und hat zu den vielfältigsten Fortsetzungen angeregt: In den sechziger Jahren verfaßte Foucault eine Reihe von literaturtheoretischen und -kritischen Arbeiten, die sich einer spezifischen Poetik der Moderne widmen, in der sich „Literatur“ im emphatischen Wortsinn durch die sich verdoppelnde Selbstbezüglichkeit der Sprache auszeichnet: ihre Autoreferentialität. Ihnen steht in den siebziger Jahren eine nüchterne Diskursanalyse der institutionellen Sakralisierungsmechanismen gegenüber, „durch den ein nicht-literarischer Diskurs, ein vernachlässigter, so rasch vergessen wie ausgesprochen, in das literarische Feld eintritt“, während in den achtziger Jahren das Schreiben zu einem wichtigen Moment in Foucaults Genealogie von Selbstverhältnissen wird. Die bislang vollständigste deutschsprachige Auswahl von Martin Stingelin stellt in neuen übersetzungen das ganze Spektrum von Michel Foucaults höchst wirkmächtigen Artikeln vor, die einen entscheidenden Einfluß auf die Literaturtheorie der Gegenwart hatten.

      Schriften zur Literatur
      3,6
    • Die Geburt der Klinik

      Eine Archäologie des ärztlichen Blicks

      • 218 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Dieses Buch, so schrieb Foucault im Nachwort, ist ein Versuch, in dem so verworenen, so wenig und so schlecht strukturierten Bereich der Ideengeschichte zu einer Methode zu gelangen. Diese Methode, die Foucault als eine Archäologie der Humanwissenschaften begriff, operiert hier auf scheinbar schmaler historischer Basis: die Geschichte der Medizin an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Es ist dies nicht nur die Epoche der Aufklärung und der Französischen Revolution, sondern auch eines dramatischen Wandels des menschlichen Selbstbildes, der zuallererst in der Medizin zu greifbaren Konsequenzen führt. Die Neuorganisation des Spitalwesens, die Entstehung der modernen Klinik und ihre Abkoppelung von den ärztlichen Praxen, die systematische Untersuchung von Leichnamen und die daraus resultierende pathologische Anatomie, die Entschleierung des Körperinnenraums und die neuen ärztlichen Fachsprachen - all dies entziffert Foucault als Anzeichen eines grundlegend neuen, rationalen Umgangs mit Krankheit und Tod. Die Krankheit ist nicht mehr das Unheil schlechthin, sondern ein endliches, körperliches Netz von Symptomen, das der ärztliche Blick leidenschaftslos freilegt. Der Tod ist nicht mehr metaphysischer Abgrund, sondern eine dem Körper inhärente Möglichkeit. Indem so die Medizin dem Menschen einen Spiegel radikaler Endlichkeit andauernd vorhält, rückt sie an einen zentralen Ort im System der Humanwissenschaften.

      Die Geburt der Klinik
      4,0
    • Die Ordnung des Diskurses

      • 53 Seiten
      • 2 Lesestunden

      In der Antrittsvorlesung, die der 1984 verstorbene Philosoph und Historiker anläßlich seiner Berufung an das Coll ge de France am 2. Dezember 1970 gehalten hat, ist das geschichtsphilosophische Programm, aus dem sich seine späteren großen Werke speisen sollten, in den Grundzügen bereits entworfen. Sie ist ein Schlüsseltext der modernen Ideengeschichte. In einer subtilen Analyse der literarischen und wissenschaftlichen Institutionen und Mechanismen, die das Geschriebene und Gesprochene einschränken, kontrollieren und determinieren, entwickelt Foucault hier den theoretischen "Diskurs", der ihn nachmals berühmt gemacht und mit dem er die Grenzen zwischen Historiographie, Literaturwissenschaft, Philosophie und Rhetorik überschritten hat. Ralf Konersmann zeichnet in einem ebenso scharfsichtigen wie kenntnisreichen Essay die Fahndungsmethoden des Foucaultschen Denkens und die Gründe für dessen andauernde fächerübergreifende Wirkung nach.

      Die Ordnung des Diskurses
      4,0
    • Einführung in Kants Anthropologie

      • 141 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Als Gilles Deleuze in den achtziger Jahren bemerkte, Foucault sei letztlich »Kantianer«, wirkte das noch wie eine bewußt forcierte Übertreibung, die eine zu wenig beachtete Seite des Autors ins Licht rücken sollte. In der Folge trat dann immer deutlicher zutage, welche große Bedeutung Kants kritischer Philosophie für Foucaults gesamtes philosophisches Unternehmen zukommt. Sein letzter Vorlesungszyklus am Collège de France beginnt mit einer eingehenden Lektüre von »Was ist Aufklärung?«; und damit schließt sich ein Kreis, der Ende der fünfziger Jahre mit der Übersetzung von Kants Anthropologie in pragmatischer Hinsicht begann. Die ausführliche Einleitung, mit der Foucault seine Übersetzung versehen hatte, war lange Zeit nur im Archiv zugänglich und nur einer kleinen Zahl von Spezialisten bekannt. Nun liegt der Text endlich in einer sorgfältig edierten Fassung vor. Er zeigt, daß Foucault die Kunst der geduldigen, klarsichtigen und gleichsam unerschrockenen Lektüre nicht erst in seinen späten Auslegungen antiker Texte beherrschte. Seine Einführung in Kants Anthropologie legt nicht nur den Grund für die berühmten Analysen des anthropologischen Zirkels in der Ordnung der Dinge; sie markiert mit der Frage nach dem Verhältnis von Anthropologie und Kritik auch den entscheidenden Punkt, an dem Foucault Kants Denken aufnimmt.

      Einführung in Kants Anthropologie
      3,6
    • „Wenn die Gespräche Foucaults integraler Bestandteil seines Werkes sind, so deshalb, weil sie die historische Problemstellung jedes seiner Bücher auf die Konstruktion des aktuellen Problems (Wahnsinn, Bestrafung oder Sexualität) hin verlängern.“ (G. Deleuze, 1986)

      Mikrophysik der Macht. Internationale Marxistische Diskussion 61
    • Das Erscheinen des ersten Bandes von Michel Foucaults »Schriften« wurde weithin als Ereignis wahrgenommen. Mit der in weiten Teilen erstmaligen Übersetzung aller Aufsätze, Interviews und kleineren Arbeiten Foucaults liegt nun derjenige Teil von Michel Foucaults Werk vor, der ihn zu Lebzeiten zum Klassiker und zum >enfant terribleÜberwachen und Strafen< mündet, profilieren sich die Genealogie als theoretischer Fokus und die Neubestimmung einer Theorie der Macht als wirkmächtige Kritik an der philosophischen, psychoanalytischen und politischen Tradition. Foucaults Entwurf einer Disziplinarmacht als höchst provokative Verbindung einer Theorie der Genealogie, der Norm, der Subjektivität, der Institutionen, der Macht, der Politik und des Rechts hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf das gesamte Feld der Geistes- und Sozialwissenschaften. Eine Vielzahl der Beiträge ist dem politischen Engagement Foucaults gewidmet: Foucault als luzider Kritiker des politischen Systems, das ist eine der Entdeckungen, die dieser Band bereithält.

      Dits et Ecrits. Schriften 2. 1970-1975
    • Was geschieht heute? Was geschieht jetzt? Und was ist dieses ›Jetzt‹, innerhalb dessen wir die einen und die anderen sind und das den Zeitpunkt bestimmt, an dem ich schreibe? Michel Foucault

      Schriften in vier Bänden - Dits et Ecrits 4
    • Der dritte Band der großangelegten Edition der Dits et Ecrits , die sämtliche zu Lebzeiten Foucaults publizierten Aufsätze, Interviews und kleineren Beiträge enthält, bietet eine Vielzahl von Texten, die um die wirkmächtigen Konzepte der Biopolitik und der Gouvernementalität kreisen. Kern dieser theoretischen Neuerkundung ist Foucaults Theorie der Macht, die die bis dahin vorherrschenden Modelle scharf kritisiert und zu polemischen Diskussionen Anlaß gab. Der erste Band der Geschichte der Sexualität, dessen Erscheinen in diesen Zeitraum fällt, entwickelt dieses neue Konzept der Macht, das bis heute nichts an theoretischer Sprengkraft eingebüßt hat. Foucaults Auseinandersetzung mit der Frage der Sexualität kommt in den zahlreichen Interviews, Aufsätzen und Artikeln, die in dieser Zeit entstanden sind, in überaus plastischer Weise zum Ausdruck. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf seinem kontrovers diskutierten politischen Engagement für das neue religiöse Regime im Iran, eine politische Stellungnahme, die heute eine ungeahnte Aktualität angenommen hat. In seinen kleinen Schriften ist Foucault als Denker zu entdecken, für den eine theoretische Neuerkundung mit der Erörterung konkreter politischer Fragen notwendig Hand in Hand geht.

      Schriften in vier Bänden - Dits et Ecrits 3. 1976-1979
    • Schriften 1

      • 1075 Seiten
      • 38 Lesestunden

      Die vierbändige Ausgabe der Schriften – Dits et Ecrits – umfaßt, in vollständig neuer Übersetzung, sämtliche zu Lebzeiten Michel Foucaults publizierten Aufsätze, Interviews, Vorworte und Reden. Dieser Teil seines Werkes, der hier zu entdecken ist und spannende, überraschende Funde bereithält, steht in Einfluß und philosophischer Bedeutung gleichberechtigt neben seinen Büchern. Die vollständige und genau dokumentierte Ausgabe der Schriften leistet ein Doppeltes: Zum einen versammelt sie Vorarbeiten und erste Entwürfe der publizierten Werke, zum anderen zeigt sie in eindrucksvoller Weise Foucaults Versuch, die historisch-philosophischen Analysen seiner umfangreichen Werke in pointierter Form für eine Diagnose der Gegenwart fruchtbar zu machen. Die hier versammelten Texte zeigen, wie philosophisches Denken als aktuelles und zugleich politisches Denken ernst zu nehmen und die Philosophie als gesellschaftliches Engagement neu zu verorten ist. Der erste Band der Schriften umfaßt sämtliche kleineren Schriften aus dem Zeitraum von 1954 bis 1969, die im Umkreis von Foucaults frühen epistemologischen Arbeiten, der umfassenden Analyse der Geschichte des Wahnsinns und der epochalen und wirkmächtigen diskursanalytischen Studie Die Ordnung der Dinge entstanden sind.

      Schriften 1
    • Die große Fremde

      Zu Wahnsinn und Literatur

      • 206 Seiten
      • 8 Lesestunden

      In den hier erstmals vorgelegten Texten verhandelt Foucault die Beziehungen zwischen der Sprache des Wahnsinns, der Literatur und dem, was er ihre »Kritik« nennt. Mit Shakespeare und Cervantes greift er das Hereinbrechen des Wahnsinns in die Literatur auf, gibt am Beispiel von Homer und Proust eine Einführung in sein eigenes literaturontologisches Denken und zeigt sich zugleich ganz als Literaturarchäologe. Im Spannungsfeld der permanenten Überschreitung einer außer sich geratenen Sprache und dem Trugbild eines »Buches«, das, um Literatur zu werden, seine eigene Existenz bestreiten muss, entwirft Foucault das Bild einer Literatur, die sich der Repräsentation entzieht und zugleich die sie verdoppelnde Sprache der Kritik ermöglicht. Dabei geht er das Risiko ein, eine »andere Ordnung« zuzulassen, um der modernen Erfahrung der Literatur Raum zu geben und den historischen Augenblick ihrer Entstehung zu konkretisieren. Diese Erfahrung kommt nirgends so deutlich zum Ausdruck wie bei de Sade: In der bedingungslosen Zurschaustellung, in der zeremoniellen Form der erotischen Szenen zeigt sich eine Verbindung zwischen Wahrheit und Begehren, die die Literatur eingeht, um all das vehement abzulehnen, was im Namen Gottes oder der Natur bislang gesagt wurde.

      Die große Fremde
    • Das giftige Herz der Dinge

      Gespräch mit Claude Bonnefoy

      Michel Foucault spricht hier auf gänzlich unpathetische Weise über das intime Verhältnis von Schreiben und Tod, die Verwandtschaft von Literatur und Chirurgie und die biographischen Triebfedern seines Werks. Kurz nach dem Erscheinen von »Die Ordnung der Dinge« reflektiert er seine eigene Suche nach dem Wesen der Sprache und dem Wert der Worte, denen der Diskurs der Medizin, der Diskurs seiner Kindheit, keinerlei Bedeutung zumisst. Dagegen setzt er seine eigene Arbeit an der Sprache, die schreibend ihren diagnostischen Blick auf die Wahrheit entfalten will. In einer Art Vivisektion am eigenen Leib legt Foucault die Nahtstellen von philosophischer und sprachlicher Erarbeitung bloß und präpariert die Nervenbahnen eines Schaffens heraus, das sich gerade erst formt. Dem Leser dieses außergewöhnlichen Zeugnisses stellt sich unwillkürlich die Frage, an welchem Roman Foucault in seinen philosophischen Entwürfen eigentlich selber schrieb.

      Das giftige Herz der Dinge
    • The most accessible and exhaustive introduction to Foucault's thought to date, including every extant interview made by Foucault from the mid-60s until his death in 1984.

      Foucault Live
      4,4
    • The History of Sexuality: 4

      • 416 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Foucault's History of Sexuality changed the way we think about power, selfhood and sexuality. In this fourth and final volume, he turns his attention to early Christianity, exploring how ancient ideas of pleasure were modified into the Christian notion of the 'flesh' - a transformation that would define the Western experience of sexuality.

      The History of Sexuality: 4
      4,5
    • Psychiatric Power

      Lectures at the Collège de France, 1973-1974

      • 408 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Foucault delves into the origins of psychiatry, analyzing how Western society distinguishes between the 'mad' and the 'sane.' He investigates the roles of medicine and law in shaping these perceptions, providing a critical examination of societal attitudes towards mental health. This work contributes significantly to historical and philosophical discourse, offering fresh insights from one of modern thought's foremost figures.

      Psychiatric Power
      4,3
    • Power

      • 528 Seiten
      • 19 Lesestunden

      The third and final volume of the Essential Works of Foucault series, Power brings together his writings on the issues that he helped make the core agenda of Western political culture- medicine, prisons, psychiatry, government and sexuality, in particular showing his concerns with human rights, discrimination and exclusion. It also includes articles and open letters published directly in response to the issues of the time, calling for reform in abortion, asylum and the death penalty. All the pieces here bring a new sense of Foucault's huge influence on the politics of personal freedom.

      Power
      4,3
    • The Japan Lectures

      A Transnational Critical Encounter

      • 190 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Foucault's lectures and interviews from 1978 in Japan are presented in English for the first time, offering insights into his thoughts and philosophies. The book explores the historical context of these discussions while highlighting their ongoing significance and relevance in contemporary society. Through this collection, readers gain a deeper understanding of Foucault's ideas and their implications for modern thought.

      The Japan Lectures
      4,0
    • Now in paperback, this collection of Foucault’s lectures traces the historical formation and contemporary significance of the hermeneutics of the self. Just before the summer of 1982, French philosopher Michel Foucault gave a series of lectures at Victoria University in Toronto. In these lectures, which were part of his project of writing a genealogy of the modern subject, he is concerned with the care and cultivation of the self, a theme that becomes central to the second, third, and fourth volumes of his History of Sexuality. Foucault had always been interested in the question of how constellations of knowledge and power produce and shape subjects, and in the last phase of his life, he became especially interested not only in how subjects are formed by these forces but in how they ethically constitute themselves. In this lecture series and accompanying seminar, Foucault focuses on antiquity, starting with classical Greece, the early Roman empire, and concluding with Christian monasticism in the fourth and fifth centuries AD. Foucault traces the development of a new kind of verbal practice—“speaking the truth about oneself”—in which the subject increasingly comes to be defined by its inner thoughts and desires. He deemed this new form of “hermeneutical” subjectivity important not just for historical reasons, but also due to its enduring significance in modern society.

      Speaking the Truth about Oneself
      4,2
    • Ethics

      • 334 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Collecting the writings and interviews of Michel Foucault outside his published monographs, this work contains Foucault's summaries of the highly influential courses he taught at the College de France from 1970 to 1982, as well as engaging and unusally candid interviews and Foucault's key writings on ethics. schovat popis

      Ethics
      4,2
    • "1971 kommt es im niederländischen Fernsehen zu einer einzigartigen Begegnung: Noam Chomsky, amerikanischer Linguist und Vordenker der Globalisierungskritik, diskutiert mit Michel Foucault, dem wohl einfl ussreichsten französischen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Was unter dem Titel 'Human Nature: Justice versus Power' ausgestrahlt wurde, dreht sich um eine der Kernfragen der Philosophie: Gibt es so etwas wie eine menschliche Natur? Inwieweit ist der Mensch Produkt gesellschaftlicher Bedingungen? Ausgehend vom Problem der Sprache setzt die vom Philosophen Fons Elders moderierte Diskussion die Positionen der beiden Denker in scharfen Kontrast. orange-press legt dieses eindrucksvolle Dokument neuerer Philosophiegeschichte nun zum ersten Mal auf deutsch vor. Ein hervorragender Einstieg in die Denksysteme von Michel Foucault und Noam Chomsky."

      Absolute(ly) Macht und Gerechtigkeit
      4,0
    • Aesthetics, Method, and Epistemology

      • 528 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Presents a collection of Michel Foucault's articles, interviews and seminars. This work focuses primarily upon the philosophy, literature and other works of the imagination which have informed Foucault's particular engagement with ethics and power and includes Foucault's arresting commentaries on the work of de Sade, Rousseau, Marx, and Nietzsche. schovat popis

      Aesthetics, Method, and Epistemology
      4,2
    • Deleuze und Guattari begreifen den Ödipus-Komplex als ein kulturspezifisches, nämlich abendländisch-bürgerliches Phänomen. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist die Wunschproduktion »normaler« und »schizophrener« Menschen in der gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaft, wobei insbesondere die Analyse des »Schizo« die Mechanismen der Gesellschaft erhellt, die ihn ausstößt. In einem umfangreichen Exkurs zeigen Deleuze und Guattari verschiedene Formen von Vergesellschaftung und Schizophrenie auf und gewinnen dabei erste Kategorien für eine »Schizo-Analyse«, die im Kern eine Sozio-Analyse ist.

      Anti-Ödipus
      4,2
    • Ranging from reflections on the Enlightenment and revolution to a consideration of the Frankfurt School, this collection offers insight into the topics preoccupying Foucault as he worked on what would be his last body of published work, the three-volume History of Sexuality.

      The Politics of Truth
      4,1
    • The Foucault Effect

      Studies in Governmentality: With Two Lectures by and an Interview with Michel Foucault

      • 307 Seiten
      • 11 Lesestunden

      This volume is a sequel to Power/Knowledge, based on Michel Foucault's lectures at the Collège de France in 1978 and 1979, and his 1977 interview on imprisonment. Foucault explores governmental rationalities, examining government as both a contemporary practice and a historical phenomenon, highlighting how governmentality has been conceptualized and enacted. His insights into political discourse and governmentality are complemented by essays from esteemed scholars influenced by Foucault's work. They delve into various modern forms of government, such as state reasoning, police functions, liberalism, security, social economy, insurance, solidarity, welfare, and risk management. A central theme is that government is not an instinctive or natural phenomenon but rather an invention shaped by historical contexts. The collection also investigates the relationship between governmental practices and criticism, suggesting that critique can drive meaningful change and inspire new practices. This unique anthology of articles and primary materials paves the way for renewed discussions on Foucault's contributions and the implications for liberalism, social policy, and insurance.

      The Foucault Effect
      4,1
    • The Freedom of Philosophy

      • 131 Seiten
      • 5 Lesestunden

      In a clear, considered, carefully constructed manner, this book - which has been translated into eight languages - advances a new and authoritative interpretation of the philosophy of Foucault.

      The Freedom of Philosophy
      3,8
    • Sexuality

      The 1964 Clermont-Ferrand and 1969 Vincennes Lectures

      • 440 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Foucault's exploration of the history of sexuality, initiated in the 1960s through his lectures, reveals significant insights into his evolving ideas. This collection marks the first English publication of these pivotal lectures, providing readers with an opportunity to engage with Foucault's foundational thoughts on sexuality that have shaped contemporary discourse.

      Sexuality
      3,8
    • The Foucault Reader

      • 390 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Michel Foucault was one of the most influential thinkers in the contemporary world, someone whose work has affected the teaching of half a dozen disciplines ranging from literary criticism to the history of criminology. But of his many books, not one offers a satisfactory introduction to the entire complex body of his work. The Foucault Reader was commissioned precisely to serve that purpose. The Reader contains selections from each area of Foucault's work as well as a wealth of previously unpublished writings, including important material written especially for this volume, the preface to the long-awaited second volume of The History of Sexuality , and interviews with Foucault himself, in the course of which he discussed his philosophy at first hand and with unprecedented candor. This philosophy comprises an astonishing intellectual enterprise: a minute and ongoing investigation of the nature of power in society. Foucault's analyses of this power as it manifests itself in society, schools, hospitals, factories, homes, families, and other forms of organized society are brought together in The Foucault Reader to create an overview of this theme and of the broad social and political vision that underlies it.

      The Foucault Reader
      4,1
    • Language, Madness, and Desire

      • 176 Seiten
      • 7 Lesestunden

      This book brings together previously unpublishedtranscripts of oral presentations in which Michel Foucault speaks at lengthabout literature and its links to some of his principal themes: madness,language and criticism, and truth and desire.

      Language, Madness, and Desire
      3,9
    • The Truth About the Truth

      De-confusing and Re-constructing the Postmodern World

      • 272 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Includes essays and excerpts from the works of prominent modern thinkers such as Umberto Eco, Jacques Derrida, and Isaiah Berlin among others.

      The Truth About the Truth
      3,9
    • This Is Not a Pipe

      • 112 Seiten
      • 4 Lesestunden

      What does it mean to write This is not a pipe across a bluntly literal painting of a pipe? By exploring the nuances and ambiguities of Magritte's visual critique of language, the author finds the painter less removed than previously thought from the pioneers of modern abstraction.

      This Is Not a Pipe
      3,9
    • The Order of Things

      The Archaeology of the Human Sciences

      When one defines "order" as a sorting of priorities, it becomes beautifully clear as to what Foucault is doing here. With virtuoso showmanship, he weaves an intensely complex history of thought. He dips into literature, art, economics and even biology in The Order of Things, possibly one of the most significant, yet most overlooked, works of the twentieth century. Eclipsed by his later work on power and discourse, nonetheless it was The Order of Things that established Foucault's reputation as an intellectual giant. Pirouetting around the outer edge of language, Foucault unsettles the surface of literary writing. In describing the limitations of our usual taxonomies, he opens the door onto a whole new system of thought, one ripe with what he calls "exotic charm." Intellectual pyrotechnics from the master of critical thinking, this book is crucial reading for those who wish to gain insight into that odd beast called Postmodernism, and a must for any fan of Foucault.

      The Order of Things
      3,3