Margaret Sayers Peden ist eine amerikanische Übersetzerin und emeritierte Professorin für Spanisch. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Übertragung literarischer Werke ins Englische, wobei sie Wert auf Genauigkeit und Nuancen legt. Ihre Übersetzungen werden für ihre Präzision und Einfühlungsvermögen in den Originaltext geschätzt. Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, spanischsprachige Literatur für englischsprachige Leser zugänglich zu machen.
Isabel Allendes Lebensroman, erzählt am Krankenbett ihrer Tochter Paula, die nach einem Behandlungsfehler im Koma liegt. Die Autobiographie einer temperamentvollen Frau, gezeichnet von Entschlossenheit und Lebensmut und verknüpft mit der Geschichte Chiles.
Carlos Fuentes schafft in diesem Roman ein umfassendes Weltgemälde, das bildhaft und symbolisch an ein Triptychon von Hieronymus Bosch erinnert. Er behandelt die europäische Kultur und Geschichte von der Antike bis zum 31. Dezember 1999, was zuvor kein lateinamerikanischer Autor gewagt hat.
Die Mulattin Zarité, genannt Tété, ist erst neun Jahre alt, als der junge Plantagenbesitzer Toulouse Valmorain sie als Dienstmagd für seine lebensuntüchtige Frau kauft. Doch in Tété schlummert eine andere Bestimmung als die der willfährigen Sklavin. Selbst als ihr Herr sie in sein Bett zwingt, als man ihr das erste Kind entreißt und ihr Geliebter sie verläßt, um sich den aufständischen Sklaven in den Bergen anzuschließen, verliert Tété ihr Ziel nicht aus den Augen: die Freiheit für sich und ihre Tochter. Der Konflikt zwischen den aufständischen Sklaven und den weißen Herren in Saint-Domingue eskaliert, und Tété muß eine schwere Entscheidung treffen; sie flieht mit Valmorain, dessen kleinem Sohn und ihrer Tochter aus der brennenden Stadt Le Cap nach Kuba und weiter nach New Orleans. In der bunten kreolischen Gesellschaft findet ihr Drang nach Freiheit und Verantwortung für das eigene Leben neue Nahrung, doch müssen Jahre vergehen, bis ihr Traum Wirklichkeit wird.
Mit ihrem neuen Roman „Die Insel unter dem Meer“ entführt uns die chilenische Bestsellerautorin Isabel Allende von den Zuckerrohrplantagen auf Saint-Domingue, dem heutigen Haiti, in das pulsierende New Orleans des frühen 19. Jahrhunderts. Ein schillernder, dramatischer Bilderbogen um eine starke Frau, die alles riskiert und sich bedingungslos ihre Freiheit erkämpft.
Comala ist ein wüster Steinhaufen inmitten einer sonnenverbrannten Einöde. Die einen arbeiten sich zu Tode, um überleben zu können, die anderen beuten das Volk aus, betrügen, unterdrücken und morden. Pedro Páramo, Großgrundbesitzer und Dorftyrann, hat in dem heruntergekommenen Dorf „Ordnung“ geschaffen. Doch die Toten geben keine Ruhe und reden in ihren Gräbern weiter von seinen Untaten. Kein anderer Schriftsteller hat so viel Einfluss auf nachfolgende Generationen in Südamerika ausgeübt wie Juan Rulfo. Sein einziger Roman ist ein dunkles Epos von Tod und Gewalt, das bis heute nichts von seiner Wucht verloren hat und jetzt in einer Neuübersetzung von Dagmar Ploetz vorliegt.
Das Waisenkind Eva Luna, von seinen Eltern auf äußerst ungewöhnliche Weise gezeugt, ist eine Geschichtenerzählerin wie Scheherazade. Und wie diese rettet auch sie mit ihren Geschichten Leben und erschafft sich eine eigene, bessere Welt. Die Menschen, auf die sie als Mädchen und später als junge Frau trifft, sind gleichermaßen fasziniert und auch teilweise erschrocken von diesem besonderen Menschen, dem noch die härteste Realität scheinbar nichts anzuhaben vermag. Eva, die immer noch mit ihrer toten Mutter kommuniziert, hat ein großes Herz, liebt ohne Vorbehalte und erfreut die Menschen, die ihr wichtig sind, mit ihren faszinierenden, verworrenen und unglaublichen Geschichten. Egal ob ihre Patin, ihre große Liebe Huberto Naranjo, die adoptierte Großmutter Elvira, Melecio, der so gerne eine Frau wäre, ihr Ziehvater Riad Halabi, der von einer Hasenscharte entstellt ist oder Rolf Carlé - sie alle halten Einzug in Evas Herz und in ihre Gedankenwelt, die so schön ist, so voller Phantasie und Erotik, dass es die Menschen zu Tränen rührt. Eva Luna macht ihren Weg, verliebt sich, muss wieder Abschied nehmen, findet verloren Geglaubte wieder und ist trotz aller Widrigkeiten immer voller Lebenslust. Sie wird hineingezogen in die Guerrillabewegung Chiles, steht für ihre Ideale ein und findet am Ende das, auf was sie immer gehofft hat - die Liebe, die ihrem Leben die Erfüllung gibt.
Isabel Allende, geboren 1942 in Lima, ist eine der weltweit beliebtesten Autorinnen. Ihre Bücher haben sich millionenfach verkauft und sind in mehr als 40 Sprachen übersetzt worden. 2018 wurde sie – und damit erstmals jemand aus der spanischsprachigen Welt – für ihr Lebenswerk mit der National Book Award Medal for Distinguished Contribution to American Letters ausgezeichnet. Isabel Allendes gesamtes Werk ist im Suhrkamp Verlag erschienen.
Der gefeierte Maler Juan Pablo Castel ist ein Mörder. Im Gefängnis legt er schonungslos dar, wie ihm seine Leidenschaft für die mit einem Blinden verheiratete María zum Verhängnis geworden ist. Der Tunnel ist der existentialistische Roman nicht nur der argentinischen, sondern der gesamten lateinamerikanischen Literatur – Vergleiche mit den großen Werken eines Jean- Paul Sartre, Albert Camus oder auch Max Frisch sind durchaus angebracht.
Eliza, ein chilenisches Findelkind, wird eines Tages vor dem Haus der englischen Familie Sommers gefunden. Isabel Allende entführt uns ins Valparaíso des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte einer Frau, die zwischen zwei Kulturen aufwächst. Eliza wird von der resoluten Haushälterin und ihrer Adoptivmutter, Miss Rose Sommers, liebevoll umsorgt, während sie von Dienstboten und Lehrern in verschiedenen Künsten unterrichtet wird. Als sie sich in Joaquín verliebt, zieht es ihn, vom Goldfieber gepackt, nach Kalifornien. Als Eliza erkennt, dass ihre Beziehung Folgen hat, begibt sie sich heimlich und in Männerkleidung auf die Suche nach ihm. Sie tauscht ihr behütetes Leben gegen eines voller Unsicherheiten und Gefahren. Auf ihrer Odyssee findet sie nicht nur Joaquín, sondern auch zu sich selbst. Allende zeigt, wie Frauen lernen mussten, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien, um schließlich zu ihrer eigenen Identität zurückzukehren – diesmal ohne die Fesseln des Korsetts.
Wie sind die „dunklen“ Männer in den Palast gelangt, um den Goldenen Drachen zu rauben? Nur die engsten Vertrauten des Königs kannten sein Versteck - gibt es im Palast einen Verräter? Nichts ahnend geraten Nadia und Alex in ein aufregendes Abenteuer mitten im Himalaja, wo die „Skorpionsekte“ ihr Unwesen treibt: Die Jagd nach ihr führt in eisige Höhen, auf die Spuren der Yetis und in eine sagenumwobene Klosterfestung...
Abenteuer pur vor einer atemberaubenden Kulisse: Auch in ihrem zweiten Jugendroman lässt Isabel Allende keine Leserwünsche offen.
Isabel Allende, geboren 1942 in Lima, ist eine der weltweit beliebtesten Autorinnen. Ihre Bücher haben sich millionenfach verkauft und sind in mehr als 40 Sprachen übersetzt worden. 2018 wurde sie – und damit erstmals jemand aus der spanischsprachigen Welt – für ihr Lebenswerk mit der National Book Award Medal for Distinguished Contribution to American Letters ausgezeichnet. Isabel Allendes gesamtes Werk ist im Suhrkamp Verlag erschienen.
Svenja Becker, geboren 1967 in Kusel (Pfalz), studierte Spanische Sprach- und Literaturwissenschaft. Sie lebt als Übersetzerin (u. a. Allende, Guelfenbein, Onetti) in Saarbrücken.
Diego de la Vega ist ein Kind zweier Welten: geboren im Kalifornien an der Wende zum 19. Jahrhundert als Sohn eines spanischen Edelmanns und einer indianischen Kriegerin. Der Vater, Herr über eine große Hacienda, lehrt ihn schon früh das Fechten und will in ihm den standesgemäßen Erben sehen, die Mutter vermittelt ihm die Traditionen ihres Volkes und den Drang nach Freiheit. Stolz und Wagemut lernt Diego von beiden, und so empört er sich schon früh über die Greueltaten der spanischen Kolonialherren gegen die Indianer und spürt den inneren Konflikt seiner Abstammung. Mit fünfzehn verläßt Diego die Heimat, um in Barcelona »europäischen Schliff« zu erhalten. Spanien krümmt sich unter der Fremdherrschaft Napoleons, und schon bald tritt Diego unter dem Namen »Zorro« einem Geheimbund bei, der sich verschworen hat, Gerechtigkeit zu suchen. Doch ist es nicht allein die Gerechtigkeit, die Diego zu tollkühnen Taten treibt, sondern auch seine Liebe zu der schönen Juliana de Romeu... Bald aber sieht er sich gezwungen, vor politischer Verfolgung und den tödlichen Intrigen seines Nebenbuhlers Rafael Moncada zu fliehen. Mehr und mehr schlüpft Diego dazu in die Rolle des »Zorro«. Nach Abenteuern auf hoher See und manchen Prüfungen des Herzens kehrt er nach Kalifornien zurück, um mit seinem Degen Gerechtigkeit für all jene einzufordern, deren Kampfesmut schon gebrochen scheint. Ein Held ist geboren, die Legende beginnt.
Ángeles Mastretta wurde 1949 in Puebla, Mexiko, geboren. Sie studierte Kommunikationswissenschaften an der Fakultät für Politik- und Sozialwissenschaften der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), u. a. bei Juan Rulfo. Nach ihrer Promotion war sie bis 1985 als Redakteurin und Mitarbeiterin im Rundfunk, Fernsehen und bei verschiedenen mexikanischen Zeitschriften tätig. Ángeles Mastretta widmete sich immer auch der schriftstellerischen Tätigkeit, deren Früchte sie nur zum Teil veröffentlichte, so 1975 ihren Gedichtband La pájara pinta . Den Titel für ihren ersten Roman, der 1985 in Mexiko erschien, fand sie in dem zeitgenössischen Tango Arráncame la vida (dt. Mexikanischer Tango , 1988) des mexikanischen Komponisten und Musikers Agustín Lara. Für diesen Roman erhielt sie im selben Jahr den hochangesehenen Literaturpreis Premio Mazatlán , der vor ihr u. a. an Octavio Paz, Juan Rulfo, Elena Poniatowska und Isabel Allende verliehen wurde. 1990 folgte die Veröffentlichung ihres dritten Buches Mujeres de ojos grandes (dt. Frauen mit großen Augen , 1992). Für ihren zweiten Roman, Mal de Amores (1996, dt. Emilia , 1998), für den sie 1997 als erste Frau mit dem bedeutendsten Literaturpreis Lateinamerikas, dem Rómulo-Gallegos-Preis, ausgezeichnet wurde. Angeles Mastretta lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller und Journalisten Héctor Aguilar Camín, und ihren beiden Kindern in Mexiko-Stadt.
Der abschliessende Band der Trilogie um Kate Cold, Nadia und Alexander führt in eine unheimliche Region, wo Menschen im Bann einer dunklen Gewalt stehen. Dabei hatte die Reportagereise, auf die Kate Cold die beiden ungleichen Jugendlichen mitgenommen hat, so beschwingt begonnen: eine afrikanische Safari mit ihren bunten Märkten und komischen Zwischenfällen. Dann aber kreuzen sich ihre Wege mit denen von Bruder Fernando, einem Missionar auf der Suche nach zwei Ordensbrüdern, die in den sumpfigen Wäldern Äquatorialafrikas verschollen sind.
1913 verschwindet der berühmte nordamerikanische Journalist und Erzähler Ambrose Bierce (Mein Lieblingsmord, BS 1205) spurlos in den Wirren des mexikanischen Bürgerkriegs. Carlos Fuentes (geboren 1928 in Mexico City) nimmt Bierces Geschichte an diesem Punkt auf und erzählt sie weiter bis zum Tod. Der -alte Gringo- ist nach Mexiko gekommen, um zu sterben. Aber bevor es soweit ist, begegnet er noch einmal dem Leben in Gestalt eines jungen Bürgerkriegsgenerals und einer nordamerikanischen Hauslehrerin. Es geht um Liebe und Tod und darum, wie unterschiedlich Mexikaner und Nordamerikaner damit umgehen. Als der General den alten Mann von hinten erschießt, drohen diplomatische Verwicklungen. Die Leiche wird ausgegraben und noch einmal erschossen, diesmal von vorn, sozusagen regulär - und dann kann die Lehrerin ihn, den sie zu ihrem längst verlorenen Vater erklärt, eingesargt mit über die Grenze nehmen.
Zwei Paare, zwei Zeiten, zwei Leidenschaften - nach dem Erfolg mit seinem Roman "Die Jahre mit Laura Diaz" erzählt Carlos Fuentes eine Geschichte um Kunst, Liebe und Poesie, angereichert mit ebenjenen phantastischen Momenten, über die er in seinem Großwerk "Terra Nostra" zu literarischem Weltruhm gelangte.§Ein gläsernes Siegel, in dem sich das Licht bricht, ist der Anlaß, daß der alternde Dirigent Gabriel Atlan-Ferrara sein Leben vor sich Revue passieren läßt. Mit Dreiundneunzig dirigiert er in Salzburg zum letzten Mal Berlioz' Faust-Oper und erinnert sich an eine Aufführung im Jahre 1940, als er der mexikanischen Sängerin Inez Prada verfällt. Atlan-Ferraras Blick schweift tief zurück in die Zeiten, zu den Urgründen von Liebe, Kunst und Leidenschaft, den ewigen Triebfedern menschlichen Handelns und menschlicher Schaffenskraft. Fuentes' neuer Roman ist ein Triumph der Phantasie, seine Sprachmacht und Ideenfülle sind einzigartig in der modernen Literatur.