Nejznámější román bratra slavného I. B. Singera byl rovněž zdramatizován a patří k nesporným vrcholům jidiš prózy 20. století. Příběh zbožného mladíka, jenž se na dvoře tyranského cadika proti vlastní vůli zaplete s cadikovou ženou, vyústí v drama lidské identity. Žena umírá a její milenec odchází z rodného kraje, aby se po letech vrátil jako někdo docela jiný, o jehož totožnosti se v náboženské obci vede spor. Ke světovému úspěchu románu přispěla autorova znalost dobových reálií, mistrné líčení atmosféry cadikova dvora, skvěle vykreslené postavy a v neposlední řadě strhující příběh.
Israel Joshua Singer Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Israel Joshua Singer war ein Romanautor, der auf Jiddisch schrieb. Sein Werk befasste sich häufig mit der Komplexität des jüdischen Lebens und der jüdischen Tradition und verknüpfte spirituelle Anliegen mit der alltäglichen Realität. Singers Prosa zeichnet sich durch ihre psychologische Tiefe und fesselnde Erzählweise aus, die den Leser in die Welten seiner Charaktere entführt. Seine Schriften stellen einen wertvollen Beitrag zur jiddischen Literatur dar und spiegeln die intellektuellen und sozialen Strömungen seiner Zeit wider.







Erinnerungen an eine Jugend in dem kleinen polnischen Provinzstädtchen Leoncine: Vom bescheidenen, gläubigen, friedfertigen, der Not abgerungenen Leben, das für die Kinder dennoch ein glückliches und reiches war, von dieser Welt, die nicht mehr ist, da sie grausam vernichtet wurde, berichtet er ganz ohne Sentimentalität, ja heiter – wenn auch in dem Bewußtsein, daß sie unwiederbringlich ist.
In diesem erstmals 1932 erschienenen Roman erzählt Singer auf wunderbare Weise von einer Welt, die von Leidenschaft und Frömmigkeit, Talmudstudien und Aberglauben, Verschwendung und Habgier, üppigen Festen und Askese, Freiheitsdrang und Fatalismus regiert wird - einer Welt, deren orthodoxe Traditionen schließlich gesprengt werden.
Die Familie Karnovski
- 501 Seiten
- 18 Lesestunden
Die Karnovskis sind eine eigensinnige und selbstbewußte Familie. 'Sei ein Jude im Haus und ein Mann auf der Straße', heißt ihr Leitspruch. Doch alle Generationen sind in diesem Jahrhundert zur rastlosen Suche nach Heimat verdammt. Immer bleiben sie Außenseiter, ob im polnischen Schtetl, in der Wahlheimat Deutschland oder schließlich im amerikanischen Exil.
Gegensätzlicher als Simche Meir und Jacob Bunin können Zwillinge nicht sein. Der unscheinbare und schmächtige Simche verfolgt skrupellos, schlau und fleißig nur das eine Ziel: der mächtigste Mann in Lodz zu werden. Der große und gutaussehende Jacob ist ein Glückskind, dem trotz Trägheit und Verschwendungssucht alles in den Schoß fällt. Die Verknüpfung der Geschichte Polens im ausgehenden 19. Jahrhundert mit den menschlichen Schicksalen liest sich selten so spannend und farbig wie in diesem Roman.