Bachelorarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Anglistik - Kultur und Landeskunde, Note: 1,3, Universität Potsdam (Institut für Künste und Medien). Das Phänomen Punk ist ein beliebtes Thema in der Wissenschaft. Seit den 70er Jahren untersuchen Subkulturforscher, Musikwissenschaftler und Kulturwissenschaftler seine Hintergründe und Einflüsse. Auffällig ist, dass musikhistorische Darstellungen der Punk-Epoche oft mit der Auflösung der Sex Pistols 1978 enden und die darauffolgenden Jahre bis zum Grunge in den 90ern vernachlässigen. Diese Missachtung der Zeit zwischen Punk und Grunge wird durch das Wiederaufleben der Postpunk-Ära Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre deutlich. Zahlreiche Indie-Bands beziehen sich auf Postpunk und zeigen dessen Einfluss in ihrer Musik. Gleichzeitig entstehen neue Kompilationen und Dokumentationen über diese Zeit, die eine junge Generation fasziniert, die oft nicht einmal geboren war. Diese Entwicklung hat die Entstehung dieser Arbeit angestoßen. Postpunk wurde bisher in der Wissenschaft weitgehend ignoriert, obwohl aktuelle Tendenzen auf sein großes Potenzial hinweisen. Reynolds’ Veröffentlichung von 2005 markiert einen ersten Schritt in diese Richtung und bietet Erklärungen für die Wiederentdeckung der Postpunk-Ära, die als ungenutzte Ressource der Retroindustrie gilt und nun einen Boom auszulösen scheint.
Marie Meininger Bücher
