Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht, ob psychedelische Substanzen wie LSD oder Psilocybin in der Psychotherapie zur Behandlung von traumainduzierten Störungen eingesetzt werden können. Es werden neurobiologische Erkenntnisse aus spezifischen fMRT-Studien zu Psychedelika und Trauma zusammengetragen, um therapeutische Potenziale aus den Unterschieden der neuronalen Konnektivität abzuleiten. Basierend auf bisherigen Erfahrungen der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Psycholytische Therapie (SÄPT) wird ein Konzept für psychedelikaunterstützte Psychotherapie entwickelt. Eine systematische Literaturrecherche gemäß den Crochane-Richtlinien und dem PICOS-Schema wurde in der Datenbank Scopus durchgeführt, wobei das Prisma Flow Chart Diagram zur Dokumentation des Prozesses verwendet wurde. Insgesamt wurden 26 wissenschaftliche Artikel in die Auswertung einbezogen. Die neurobiologischen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Psychedelika bei trauma-therapeutischen Interventionen unterstützend und beschleunigend wirken können. Dies resultiert aus der erhöhten globalen Hirnkonnektivität, der verringerten Integration hochrangiger kortikaler Netzwerke wie dem Ruhezustandsnetzwerk (DMN) und der verringerten Amygdala-Reaktivität. In der Diskussion wird erörtert, wie zukünftige klinische Studien gestaltet werden könnten, um die pharmakologische Wirkung von Psychedelika zu validieren.
Lukas Tröger Bücher
