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Martin Häckel

    Zur Rezeption der Philosophie Ludwig Wittgensteins im literarischen Werk W. G. Sebalds
    • 2021

      Das Buch zieht eine Analogie zwischen dem literarischen Konzept des Synoptischen Blicks bei Sebald und dem sprachkritischen der Übersichtlichen Darstellung Wittgensteins, während es Sebalds Gesamtwerk als Versuch interpretiert, das philosophische Konzept des Zeigens auf literarischer Ebene umzusetzen. Ludwig Wittgenstein wird häufig in Sebalds Werk zitiert und als zentrale Figur in zwei seiner Werke dargestellt. Es wird eine Verortung in der Nachkriegsliteratur vorgenommen und Wittgensteins Begriffe werden für die Literaturwissenschaft nutzbar gemacht. Gemeinsamkeiten in Stil, Bildverständnis und Erkenntnisinteresse werden herausgearbeitet, und es wird untersucht, inwieweit der Synoptische Blick mit der Übersichtlichen Darstellung vergleichbar ist. Zudem wird das Konzept als Gegenentwurf zu den Schreibweisen anderer Autoren innerhalb der Holocaustliteratur betrachtet. Es wird die Frage aufgeworfen, ob es sich besonders gut zum Schreiben über die Shoah eignet und ob eigene Kriterien dafür aufgestellt werden sollten. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Themen wie Wittgenstein im Werk Sebalds, den Synoptischen Blick, die Einordnung in den Kontext von Shoah und Nachkriegsliteratur, sowie zentrale Begriffe wie Sagen und Zeigen, Sprachspiel und Ethik.

      Zur Rezeption der Philosophie Ludwig Wittgensteins im literarischen Werk W. G. Sebalds