Individuum und Geist: G.W.F. Hegels Aufbruch in die Moderne.
- 172 Seiten
- 7 Lesestunden
Im 19. und 20. Jahrhundert kritisierten bedeutende Denker Hegels philosophisches System, insbesondere die Vernachlässigung des menschlichen Individuums. Diese Kritik beeinflusst bis heute das Hegel-Bild. Die vorliegende Untersuchung zielt darauf ab, diese Kritik nicht anhand der von seinen Kritikern angeführten Systemteile zu analysieren, sondern sich auf einen oft übersehenen Aspekt zu konzentrieren: die »Philosophie des subjektiven Geistes«. Hier wird deutlich, dass Hegel das menschliche Individuum eingehend behandelt. Er thematisiert das Individuationsprinzip, das Verhältnis von Individualität und Sozialität, den menschlichen Ausdruck und die Entstehung personaler Identität. Hegel erkennt dem Einzelnen einen hohen Wert zu: Im menschlichen Individuum verwirklicht sich der allgemeine Begriff des Geistes, was es absolut frei und erhaben macht. Die Gliederung umfasst eine Einleitung zur Kritik an Hegels Philosophie, die Konstituierung menschlicher Individualität sowie das Verhältnis von Individuum und Geist. Themen wie Determinismus, Willensfreiheit und die Einzigartigkeit des Individuums werden behandelt, ebenso die Freiheit des Individuums durch Selbstbestimmung. Abschließend wird die Unendlichkeit und Freiheit des Individuums zusammengefasst, ergänzt durch ein Siglenverzeichnis sowie Literatur- und Sachwortverzeichnisse.
