Im Fokus der finanzwissenschaftlichen Untersuchungen des globalen Primärmarkts steht das Verhalten von IPO-Firmen und ihren Renditen vor, während und nach dem Börsengang. Es zeigt sich, dass Börsengänge bestimmte stilisierte Fakten aufweisen, die auf Theorien aus den 1980er und 90er Jahren basieren und die Entscheidungen von Kleinanlegern sowie institutionellen Investoren beeinflussen. Die Relevanz dieser Theorien wird hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf reduzierte Kapitalmarktgrenzen und neue Kommunikationswege. Der Autor analysiert die stilisierten IPO-Fakten auf dem europäischen Markt mithilfe einer umfangreichen Datenbank, die 35 Länder umfasst. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle digitaler Kommunikationsmittel und deren Einfluss auf diese Fakten. Im Kontext der digitalen Transformation wird erörtert, wie eine Investor-Relations-Abteilung durch digitale Maßnahmen die Kommunikation mit Kapitalgebern verbessern und somit den Erfolg eines IPO fördern kann. Der Autor, Tim Friedhoff, hat in Finanzmarktstatistik promoviert und ist Teil der Arbeitsgruppen Corporate Finance sowie Asset Management am isf Institute for Strategic Finance. Er lehrt verschiedene Finanzmodule an der FOM Hochschule in Berlin und arbeitet als Senior Berater.
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