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Josephine von Weyhe

    Franz Graf von Galen (1879-1961)
    • 2020

      Franz Graf von Galen (1879-1961)

      Ein Miles Christianus im Spannungsfeldzwischen Katholizismus, Adel und Nation

      Im März und Mai 1933 stimmten die Zentrumsfraktionen im Reichstag und im preußischen Landtag für das Ermächtigungsgesetz, das den Nationalsozialisten zur Macht verhalf. Nur ein Abgeordneter, Franz Graf von Galen, stellte sich dem Fraktionszwang entgegen, indem er sein Mandat niederlegte und seine katholische Überzeugung bekundete. Dieses Buch rückt ihn ins Zentrum der Betrachtung und beleuchtet sein Leben unabhängig von seinem Bruder, Clemens August Kardinal von Galen. Die Autorin nutzt umfangreiche Quellen, um Galens Ideale von Katholizismus, Adel und Nation sowie deren politische Umsetzung in einer umfassenden Biografie darzustellen. Seine Selbstdefinition als "christlicher Soldat", der die göttliche Ordnung verteidigt, wird kritisch hinterfragt. Fragen zur Beziehung zu Preußen, den Rechtskatholiken und der Zentrumspartei in der Weimarer Republik werden behandelt. Auch seine resistente Haltung im "Dritten Reich" und seine Rolle in der überkonfessionellen CDU nach dem Krieg werden thematisiert. Das Buch ergänzt die Geschichte des politischen Katholizismus in Deutschland um eine weniger bekannte, aber faszinierende Persönlichkeit und bietet zudem Einblicke in den westfälischen Adel.

      Franz Graf von Galen (1879-1961)