Strafrechtliche und strafprozessuale Analyse des Phänomens Geldausgabeautomaten-Sprengung
- 121 Seiten
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Seit 2015 stellen Geldausgabeautomaten-Sprengungen eine erhebliche Herausforderung für die deutschen Polizeien dar. Um frühzeitig strafprozessuale Maßnahmen gegen potenzielle Täter zu ergreifen, wird in diesem Werk die frühestmögliche Begründung eines Anfangsverdachts nach § 152 II StPO erarbeitet. Die Strafbarkeitsvorverlagerung wird sowohl rechtstheoretisch als auch anhand aktueller polizeilicher Erkenntnisse praxisnah dargestellt. Zunächst werden die relevanten polizeilichen Erkenntnisse zum Thema erläutert. Anschließend wird die Vorverlagerung der Strafbarkeit für Sprengstoffexplosionen nach § 308 I StGB über den Versuch hinaus untersucht. Diese Vorverlagerung kann durch das Vorbereiten eines Explosionsverbrechens nach § 310 I Nr. 2 StGB sowie die Verabredung zu einem Verbrechen nach § 30 II Alt. 3 StGB erreicht werden. Am Ende der Arbeit steht eine anwenderfreundliche Handreichung zum Umgang mit möglichen Tätern, die wichtige Tatbestände, aktuelle Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zur frühestmöglichen Begründung eines Anfangsverdachts prägnant zusammenfasst. Die Struktur umfasst eine Einleitung, die Problematik, Themeneingrenzung, Methode, Polizeiliche Erkenntnisse, Methodendiskussion, relevante Rechtsnormen, rechtliche Analyse des Phänomens sowie einen Ausblick auf mögliche strafprozessuale Maßnahmen.
