Ornament i prestuplenie
- 104 Seiten
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Adolf Loos war ein österreichischer Architekt, der die europäische moderne Architektur maßgeblich prägte. In seinen Schriften, insbesondere in der Abhandlung "Ornament und Verbrechen", lehnte er die ästhetischen Prinzipien der Wiener Secession ab und trug zur theoretischen Fundierung des Modernismus bei. Loos' Essays, oft in provokativem Stil verfasst, untersuchten den Zusammenhang zwischen kulturellem Fortschritt und dem Verzicht auf Ornamente, wobei er argumentierte, dass Verzierungen die Obsoleszenz von Objekten unnötig beschleunigen. Sein architektonischer Stil beeinflusste die minimalistische Ausrichtung der modernen Architektur, obwohl einige seiner eigenen Innenräume überraschenderweise reich verzierte Elemente aufwiesen, die jedoch "organisch" integriert waren und nicht überflüssig wirkten.







Das Katalogbuch zur Ausstellung im MAK - Österreichischen Museum für angewandte Kunst / Gegenwarts-kunst in Wien beleuchtet zwei zentrale Denkweisen der Moderne in einer antithetischen Gegenüberstellung - samt Vorgeschichte und Nachwirkungen bis heute: Josef Hoffmann (1870-1956) und Adolf Loos (1870-1933) repräsentieren konträre Reaktionen auf die Grundprobleme der modernen Zivilisation, die vom Industrialisierungs- und Demokratisierungsprozess ausgelöst wurden. So entstanden zwei Entwürfe für eine moderne Lebensweise: Hoffmann setzte auf eine umfassende Ästhetisierung aller Lebensbereiche, während Loos Architektur und Design als funktionalen Hintergrund für die Entfaltung individueller Persönlichkeiten interpretierte. Renommierte Fachautoren aus Europa und den USA untersuchen in 16 Essays ein breites Panorama der Vorbedingungen, Höhepunkte und Folgen dieser beiden Traditionen der Moderne vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. In vielen Abbildungen werden nicht nur die Hauptwerke von Hoffmann und Loos, sondern auch die ihrer Vorgänger wie Otto Wagner und Nachfolger wie Josef Frank illustriert.
Der Achitekt und Journalist Adolf Loos hatte zu allem eine Meinung und wusste auf jede Frage eine Antwort – vor allem, wenn es ums Bauen, Wohnen und den guten Geschmack ging. Loos, der zahlreiche Wohnungen plante und einrichtete, setzte stets auf klassische und praktische Möbel und verpönte ständig wechselnde Modetrends und die Vergeudung edlen Materials. Er forderte Stilmix statt Garniturdenken und Geschmacksfreiheit statt Einheitsbrei. Genauso wie guter Geschmack zeitlos ist, sind Loos’ amüsante Texte zum Thema zeitgemäß wie eh und je.
Die Themen Essen und Benehmen (nicht nur bei Tisch) beschäftigten den Architekten Adolf Loos als Kulturphilosophen in Form von Vorträgen und Essays sein ganzes Leben lang. Wesentliche sehr persönliche Auslöser für seine diesbezüglichen Auseinandersetzungen waren seine Essgewohnheiten und seine Hassliebe zu Wien und den Wienern. Sein Kampf gegen die Vorliebe der Wiener für Marillenknödel und Einbrenn ist legendär. Besonders hoch schätzte Loos hingegen die englischen und französischen Esssitten. Ein einleitender Aufsatz von Loos-Kenner Markus Kristan über den weltberühmten Architekten und seine Ansichten übers Essen komplettieren dieses Buch, das zahlreiche Original-Texte des Architekten zum Thema versammelt.
Hat der Architekt alle Freiheiten des Künstlers? Wie modern muss ein Haus sein? Und warum ist Stuck aus Beton ein Verbrechen? Scharfzüngig geht der berühmte und für seine Polemiken berüchtigte Architekt Adolf Loos mit seinen Zeitgenossen ins Gericht. In seinen Essays geht er weit über Architekturthemen hinaus, immer stellt sich auch die Frage: Wie lebt man zeitgemäß? Loos liefert pointierte Antworten - amüsant, provokant, treffsicher!
Brauchen wir Möbel “mit Stil"? Und müssen wir unsere Wohnung nach den neuesten Trends einrichten? Adolf Loos wusste eine Antwort darauf: Schluss mit dem Mode-Terror. Damals wie heute gilt: Wer frei wohnen will, der vertraue auf sein eigenes Urteil und auf klassische, praktische Möbel. Denn diese haben sich bewährt, während die neuesten Entwürfe oft nur schicke, aber schlechte Kopien sind. Loos fordert Stilmix statt Garniturdenken, Geschmacksfreiheit statt Einheitsbrei - so amüsant wie zeitgemäß!
Originally published as a catalogue to accompany an exhibition with the same name in 1987, this new edition re-examines the respective merits of two giants of Modern Architecture Adolf Loos and Le Corbusier. As well as featuring writings by the two architects, the book illustrates their respective evolution, with detailed reference to their domestic projects, ranging from the Strasser House (1919) to the Last House (1932), and from the Maison Domino (1915) to Villa Savoye (1932). Features major contributions form Beatriz Colomina, Jan de Heer and Max Risselada, among others.
Sein Kampf gegen Vergeudung edlen Materials, gegen leere Ornamente und unnötigen Aufputz war kompromisslos. Skandalumwittert und polemisch schien sein Name lange Zeit in der Architekturgeschichte auf. Von seinen Anhängern wird er als der Architekt des modernen Geistes gefeiert. Nur wenigen sind seine amüsanten philosophisch-literarischen Texte über modische Erscheinungen und das Prinzip der Bekleidung bekannt. Inzwischen genießt Adolf Loos als Apostel der zeitgenössischen Bau- und Lebensweise Kultstatus. Sein schriftstellerisches Werk hat bis zum heutigen Tag seine Gültigkeit und wirkt in viele moderne Lebensbereiche hinein.
Adolf Loos, který na přelomu století svou kritikou současné kultury „literárně“ zboural zastaralé stavby historismu, by dnes asi dostal titul guru lifestylu. Jeho životní styl byl svobodný a přijímající podněty z celého. Pro tehdy jen malý okruh přátel a umělců byl hvězdným architektem.
Der Pionier der modernen Architektur ist nicht nur für seine Bauwerke bekannt, sondern auch für seine scharfzüngigen Polemiken. Adolf Loos Kampf gegen Vergeudung edlen Materials, gegen leere Ornamente und unnötigen Aufputz war kompromisslos. So zählt auch die Streitschrift 'Ornament und Verbrechen' zu seinen wohl berühmtesten Texten, die in diesem Band mit zahlreichen Essays und Vorträgen in schlichtem und elegantem Design neu aufgelegt wird
"Kontroversen, Polemiken, Skandale, Angriffe und Würdigungen haven seinen Lebensweg begleitet. Erstmals liegen in diesem Band die wichtigsten schriftlichen Zeugnisse über sein stets umstrittenes Wirken gesammelt vor: Adolf Loos im Spiegel der Zeitgenossen.Die Auswahl umfasst Artikel aus Tageszeitungen und Fachpublikationen des deutschen Sprachraumes aus mehr als drei Jahrzehnten: von der Reaktion auf das Furore machende Debüt des jungen Architekten, der sich mit seiner Einrichtung für das 'Café Museum' in Opposition zu der im Wien jener Jahre die Führungsposition in Stilfragen beanspruchenden Sezession stellte, bis zu einem ersten Protest gegen die drohende Verunstaltung seines Hauptwerkesm des 'Loos-Hauses' auf dem Michaelerplatz, ein Jahr nach seinem Tod in politisch brisanter Zeit, die vor ganz anderen Problemen stand."--
Der Österreicher Adolf Loos hat die moderne Architektur Europas maßgeblich beeinflusst – war jedoch Zeit seines Lebens aufgrund seiner kontroversen Ansichten und Theorien, wie der Trennung von Kunst und Architektur, höchst umstritten. »Ins Leere gesprochen« war die erste, von Loos selbst getroffene Auswahl seiner Wiener Zeitungsartikel, die von 1897 bis 1900 erschienen. Diese Neuausgabe stellt sie neben einige seiner berühmteren Texte wie »Ornament und Verbrechen«. Eingeleitet durch ein Vorwort des in Wien lehrenden Philosophen Christoph Paret, gibt sie einen einmaligen Einblick in den noch jungen Geist Loos’, der hier mit scharfer Zunge seine sozialkritischen Theorien vertritt. Als Verfechter einer Schlichtheit, die für viele Strömungen des 20. Jahrhunderts zum Vorbild wurde, war Loos nicht nur Kunst- sondern auch Kulturkritiker: Mit spitzer Feder sträubte er sich gegen das Festhalten an veralteten Normen und Traditionen in der Kunst, Mode und Architektur.