Die Dissertation untersucht die Faktoren, die die Zusammenarbeit in einem deutsch-chinesischen Joint-Venture in der Automobilindustrie beeinflussen. Sie beleuchtet sowohl kooperationshinderliche als auch -förderliche Aspekte und analysiert, wie Menschen auf internationaler Ebene erfolgreich kooperieren können. Im theoretischen Teil werden die Begriffe Kooperation und Koordination differenziert, und es wird ein erweitertes Kooperationsmodell entwickelt, das mit anderen Disziplinen verglichen wird. Die Autorin validiert ihr Modell durch eine qualitative empirische Erhebung mit fast 100 Interviews sowie einem Forschungstagebuch, wobei erstmals Mitarbeitende beider Kooperationspartner in Deutschland und China befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Kooperation und Konkurrenz in einem Joint-Venture nicht isoliert betrachtet werden können. Die Dissertation gliedert sich in mehrere Abschnitte, darunter die Relevanz des Themas, den theoretischen Bezugsrahmen, das methodische Vorgehen der empirischen Erhebung sowie die Darstellung und Interpretation der Ergebnisse. Sie thematisiert die Kooperationsintensität, Koordinationsmechanismen und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine gelingende Zusammenarbeit. Zudem werden kooperationsförderliche und -hinderliche Rahmenbedingungen bei der Koordination von deutsch-chinesischen Joint-Venture-Kooperationen erörtert und der Forschungsbedarf für zukünftige Studien aufgezeigt.
Cornelia Unger-Endres Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
