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Carolin Bannehr

    Der europäische Pflichtverteidiger.
    • Der europäische Pflichtverteidiger.

      Die Anforderungen an Prozesskostenhilfe in nationalen und transnationalen Strafverfahren aus europäischer Perspektive.

      • 436 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Die Arbeit untersucht, inwiefern die Europäisierung durch europäische Menschenrechtsinstrumente und Richtlinien den Zugang des Beschuldigten zu strafrechtlicher Prozesskostenhilfe verbessert. Hierzu wird eine europäische Konzeption der Prozesskostenhilfe aus den Garantien der EMRK, GRCh und der EU-Richtlinie 2016/1919 abgeleitet, um den Einfluss der Europäisierung auf die Pflichtverteidigung im Vergleich zum deutschen Rechtssystem zu analysieren. Anhand der 2016 erlassenen Richtlinie über Prozesskostenhilfe für Verdächtige wird geprüft, ob die Europäisierung den Zugang zur Prozesskostenhilfe verbessern kann. Zunächst wird eine europäische Konzeption der Prozesskostenhilfe entwickelt, die auf den menschenrechtlichen Garantien von Art. 6 Abs. 3 lit. c EMRK und Art. 48 Abs. 2 GRCh basiert und um die Inhalte der PKH-RL erweitert wird. Diese Konzeption ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Status quo des deutschen Rechts zur notwendigen Verteidigung. Der Vergleich zeigt Verbesserungsmöglichkeiten für den Zugang und die Wirksamkeit der Prozesskostenhilfe im Strafverfahren auf. Die Arbeit gliedert sich in mehrere Abschnitte, die die menschenrechtliche Konzeption, die Implementation der Vorgaben durch die PKH-RL sowie einen Ausblick auf die Situation im deutschen Recht und den notwendigen Verbesserungsbedarf behandeln.

      Der europäische Pflichtverteidiger.