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Linda Asher

    Die Identität.
    Maigret und der gelbe Hund
    Die Unwissenheit
    Der Vorhang
    Die Kunst des Romans. Essay
    Verratene Vermächtnisse
    • Verratene Vermächtnisse

      • 265 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Wer schon immer wissen wollte, wie (literatur)wissenschaftliche Sekundärliteratur lesbar aussehen könnte, der greife zu Kunderas Verratene Vermächtnisse. So amüsant wie seine Erzählungen und Romane liest sich auch dieser lange Essay, in dem sich Kundera mit Autoren und Komponisten beschäftigt - hauptsächlich mit deren Rezeptionsgeschichten. Hauptthese des Buches: Viele wichtige Werke dieses Jahrhunderts aus Musik oder Literatur seien gegen den Willen ihrer Schöpfer entstellt, verstümmelt oder falsch interpretiert überliefert. Kundera wagt etliche kühne Thesen - eine davon, Max Brod hätte sich an Kafkas Weisung halten müssen, all die Kafka-Werke zu vernichten, die Kafka nicht ausdrücklich zur Publikation freigegeben habe. Hiebe verteilt Kundera an die Exegeten und Interpreten, zumal an die sogenannten Werkimmanenten. Sehr viel ist auch die Rede von Musik. Kundera hat auch Kompositionslehre studiert.

      Verratene Vermächtnisse
      4,1
    • Die sieben Teile von Kunderas Essay kreisen um die Geschichte des europäischen Romans von Cervantes bis Kafka und Broch, wobei der Roman nicht nur als literarische Gattung, sondern emphatisch als eigenständige Zugangsweise zur Welt aufgefaßt wird. Aufgabe des Romans sei es - so lautet Kunderas These -, einen bislang unbekannten Aspekt der menschlichen Existenz zu enthüllen und zu erforschen. Der Roman konkurriert demnach mit der Philosophie und besitzt ebenso großes kulturelles Gewicht wie diese. Neben scharfsinnigen Beobachtungen zu modernen Romantechnik enthält der Essay lange Passagen der Selbstinterpretation, die sich insbesondere auf Der Scherz und Die uneträgliche Leichtigkeit des Seins beziehen. Deutlich wird dabei, wieviel penible Technik und kompositorisches Können in scheinbar so leichtfüßigen Texten verborgen sein kann. Daneben liefert Kundera überzeugende Argumente gegen den angeblichen Tod des europäischen Romans. - Wohl selten in der Literaturgeschichte hat sich ein Romancier öffentlich so eingehend mit dem eigenen Handwerk befaßt: das „Bekenntnis eines Praktikers“.

      Die Kunst des Romans. Essay
      4,0
    • MILAN KUNDERA entwirft durch die großen Romane der Weltliteratur ein Bild Europas. Mit dem Wissen und den Gedanken der Romanciers - Rabelais und Flaubert, Gombrowicz und Broch - unternimmt Kundera die Verteidigung der europäischsten aller Künste, des Romans. Und manchmal scheinen die Bücher lebendiger als die Wirklichkeit selbst.

      Der Vorhang
      4,0
    • Die Unwissenheit

      • 179 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Irina und Josef sind Emigranten - Irina hat Prag 1968 verlassen und lebt seit zwanzig Jahren in Paris. Josef ist damals nach Dänemark gegangen. Nach dem Fall des Kommunismus kehren beide noch einmal zurück. In der großartig geschilderten Liebesgeschichte einer einzigen Nacht begegnen und verfehlen sie einander - ein Meisterwerk des ironischen Psychologen der Zweisamkeit.

      Die Unwissenheit
      3,9
    • Maigret und der gelbe Hund

      • 174 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Sie sind vier Freunde, und sie treffen sich regelmäßig im 'Hôtel de l'Amiral' zum Kartenspiel. Dann taucht in der französischen Hafenstadt Concarneau plötzlich ein gelber Hund auf, und als die mysteriösen Verbrechen beginnen und der Hund mit Steinen beworfen wird, sitzt bald ein fünfter Stammgast im Lokal: Kommissar Maigret höchstpersönlich.

      Maigret und der gelbe Hund
      3,8
    • Chantal und Jean-Marc sind ein glückliches Paar. Als Chantal eines Tages entdeckt, daß sich die Männer nicht mehr nach ihr umdrehen, ist Jean-Marc voller Mitgefühl. Dann, eines Tages bekommt sie einen Liebesbrief. Für kurze Zeit entfacht der anonyme Bewunderer - der Stammgast im Bistro, oder vielleicht der Bettler an der Ecke? - eine neue Leidenschaft in ihr. Aber wie reagiert Jean-Marc? Fast unmerklich wird aus der höchst realistischen Liebesgeschichte für die beiden ein Alptraum. »Vor der Wucht dieses aufregenden Textes gibt es kein Entkommen.« Verena Auffermann, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

      Die Identität.
      3,8
    • Die Langsamkeit

      • 150 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Kundera verknüpft in diesem furiosen, ebenso witzigen wie tiefsinnigen Roman zwei Liebesgeschichten, die mehr als zwei Jahrhunderte auseinander liegen. Da ist der Schriftsteller, der mit seiner Frau eine Nacht auf einem französischen Landschloß verbringt, und der junge Chevalier aus einer französischen Rokokonovelle, der zum Verführer und Opfer der in allen Listen der Liebe erfahrenen Madame de T. wird. Ein hohes Lied auf die Kunst der Verführung und ein Lob auf die Langsamkeit, weil sie die erste ihrer Tugenden ist.

      Die Langsamkeit
      3,7
    • Das Fest der Bedeutungslosigkeit

      Roman

      • 144 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Milan Kundera legt nach mehr als 14 Jahren wieder ein Stück wundervoller Prosa vor, tiefgründig heiter – zum Lachen und zum Weinen: Treffen sich vier alte Freunde auf einer Party. Der Zufall hat die vier Pariser Flaneure dorthin geführt. Ramon, der sich die Chagall-Ausstellung ansehen will, aber immer wieder vor der langen Schlange zurückschreckt, Charles, der zu berichten weiß, dass man über Stalins Witze nicht lachen konnte, der Schauspieler Caliban, dem keine Rollen mehr angeboten werden, und Alain, der sich immer noch lüsternd nach den jungen Mädchen umdreht. Sie reden über Bedeutsames und Bedeutungsloses, über den Tod und das Vergessen, über Kommunismus und Sex. Was bleibt von uns, wenn wir mal tot sind, fragen sich die Freunde und stoßen auf die Bedeutungslosigkeit des Seins an.

      Das Fest der Bedeutungslosigkeit
      3,5