Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Kunst - Malerei, Note: 1,0, Universität Paderborn, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Nutzung von Kinderzeichnungen ist für Künstler, die dem Expressionismus, Kubismus oder Surrealismus zugeordnet werden, von großer Bedeutung. Diese Strömungen stehen im Gegensatz zu den Tendenzen des Realismus und der akademischen Lehre. Für diese Künstler symbolisiert die Kindheit eine Phase der Authentizität und schöpferischen Kraft, die sie in frühkindlichen, unvoreingenommenen Werken entdecken. Die natürliche Kreativität und Unfertigkeit der kindlichen Formsprache gewinnen in der Kunst an Bedeutung. In den ersten Jahren zeigen Kinderzeichnungen bestimmte Grundformen, jedoch hat jedes Kind bereits einen eigenen Stil, der von Talent, Temperament und Umwelteinflüssen abhängt. Kinder nehmen ihre Welt hauptsächlich durch Tastsinn und Sehen wahr und drängen dazu, diese Eindrücke durch Zeichnungen zu verarbeiten. Diese Zeichnungen sind keine bloßen Kopien von Gegenständen; vielmehr reagieren Kinder mit ihren Abbildungen auf neue Erfahrungen und lernen, ihre Welt zu verstehen. Besondere Begabungen im Zeichnen sind nicht das Ergebnis von Training, sondern Ausdruck des schöpferischen und spielerischen Wesens des Kindes, das bei vielen Erwachsenen verloren geht. In den Zeichnungen zeigt sich eine Künstlernatur, die eine besondere Nähe zu den Ursprüngen künstlerischer Kreativität aufweist.
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