Die vorliegende Arbeit untersucht die Fassaden und Grundrisse der Erdgeschosse der Palazzi Farnese in Rom und Medici Riccardi in Florenz, mit dem Fokus auf den Vergleich antiker Merkmale in der Früh- und Hochrenaissance. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden zusammengefasst. Die Analyse stützt sich auf die Traktate von Vitruv, insbesondere „De architectura libri decem“, und Alberti’s „Zehn Bücher über die Baukunst“. Vitruvs Schriften, im Mittelalter kopiert, fanden erst im 15. Jahrhundert durch Poggio Bracciolini Beachtung bei gebildeten Menschen und Architekten. Alberti, ein bedeutender Architekt der Frührenaissance, war vielseitig gebildet und beschäftigte sich intensiv mit römischen Ruinen, während er Vitruvs Werke studierte und sein eigenes Traktat verfasste. Aktuelle Literatur, wie Christoph Luitpold Frommels „Die Architektur der Renaissance in Italien“ und „Der Römische Palastbau der Hochrenaissance“, wurde ebenfalls herangezogen. Frommel, ein renommierter deutsch-italienischer Kunsthistoriker, hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die Arbeit bietet somit einen fundierten Einblick in die architektonischen Entwicklungen und deren historische Kontexte während dieser prägenden Epochen.
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