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K. Lee Chichester

    Koloniale Tiere?
    • Koloniale Tiere?

      Tierbilder im Kontext des Kolonialismus

      • 338 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Löwen, Elefanten, Okapis, Giraffen und Strauße - Tiere aus Kolonialgebieten prägten um 1900 die Bildwelten der europäischen Moderne und spiegelten das sich verändernde Verhältnis europäischer Gesellschaften zu menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen sowie zur Natur wider. Wissenschaftler*innen, Großwildjäger*innen und Künstler*innen reisten in Kolonien, um Tiere zu studieren, zu malen und zu filmen, während die breite Bevölkerung diese vor allem in Zoologischen Gärten, Zirkussen und Museen erlebte. Zunehmend fanden sie auch in der visuellen Alltagskultur, wie Werbebildern und Comics, Verwendung. Diese Tierbilder vermittelten koloniale Botschaften und schufen kategoriale Unterschiede zwischen 'Kultur' und 'Natur', 'Zivilisation' und 'Wildnis', 'Eigenem' und 'Fremdem'. Menschen aus Kolonialgebieten wurden visuell in die Nähe von Tieren gerückt, was zu ihrer Exotisierung und Dehumanisierung führte. Tierbilder spielen bis heute eine wesentliche, bislang wenig erforschte Rolle in der Prägung westlich-hegemonialer Blickregime und der damit verbundenen kolonial-rassistischen Gewaltausübung. Der vorliegende Band vereint interdisziplinäre Beiträge, die sich aus kunst-, kultur- und wissenschaftshistorischer Perspektive mit diesen Tierbildern im kolonialen Kontext der Moderne auseinandersetzen und untersuchen, wie sie spezifische koloniale Narrative verbreiteten und rassistische, orientalisierende sowie patriarchale Vorstellungen p

      Koloniale Tiere?